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Leichtathletik

Kenia triumphiert beim London-Marathon 2016

Die Gewinner des London-Marathons 2016

Den diesjährigen London-Marathon triumphierten die Läufer Kenias. Sowohl bei den Männern, als auch bei den Frauen landeten die Ostafrikaner auf dem Podium. Für den deutschen Arne Gabius war der London-Marathon hingegen bereits vorzeitig zuende.

Veröffentlicht am 25. April 2016 von

(Hannover) 37.604 Teilnehmer starteten beim traditionsreichen London-Marathon 2016 am vergangenen Sonntag, 24. April. Besonders die afrikanischen Läufer der 42,195-Kilometer-Strecke waren an der Themse tonangebend. Der höchstklassige Frühjahrs-Marathon, der seit 1981 in London stattfindet, ist ein Highlight für jeden Marathonläufer.

Knapp verpasst: Kipchoge fehlen acht Sekunden

Bereits nach 1:01:24 Stunden wurde die Halbmarathon-Marke 2016 von der Spitzengruppe geknackt, so schnell wie noch nie in der Geschichte des London-Marathons. Das enorm hohe Tempo führte auch dazu, dass viele Läufer zurückfielen und der Geschwindigkeit nicht Stand halten konnten. Der Rekord des schnellsten London-Marathons der Geschichte war daher so gut wie besiegelt. Unter den Top-Athleten auch die beiden Kenianer Eliud Kipchoge, Stanley Biwott und Äthiopier Kenenisa Bekele. Der Zweikampf zwischen den beiden Landsleuten Kipchoge und Biwott entfachte um Kilometer 39, bei dem Kipchoge sich entscheidend absetzen konnte und einen gewinnbringenden Vorsprung erlief, der im später auch den Sieg einbrachte. Der 31-jährige Vorjahressieger galt auch vor dem London-Marathon als Favorit auf die olympische Goldmedaille. Dieser Rolle wurde er dann auch gerecht. Mit einer Zeit von 2:03:05 Stunden kam er als erster Läufer über die Ziellinie. Es ist die zweitschnellste Zeit, die auf einem rekordkonformen Kurs je gelaufen wurde. Daher ist es auch umso ärgerlicher, dass er mit seiner Zeit den Weltrekord nur um acht Sekunden verpasste. „Nach 40 km merkte ich, dass zu diesem Zeitpunkt 20 Sekunden zum Weltrekord fehlten. Ich habe alles versucht, aber es hat heute nicht gereicht. Der Rekord ist möglich für mich. Heute freue ich mich über den Streckenrekord“, erzählt London-Marathon-Sieger Kipchoge. Dennoch stellte er mit seiner Zeit den Streckenrekord von seinem Landsmann Wilson Kipsang (2:04:29) ein. Platz zwei ging an den Keniar Stanley Biwott (2:03:51), vor dem äthiopischen Weltrekordler über 5.000 und 10.000 Metern Kenenisa Bekele (2:06:31), der sich nach langer Verletzungspause erfolgreich zurückmeldete.

Vorzeitiges Aus für Deutschlands Arne Gabius

Aus deutscher Sicht lagen die Hoffnungen auf dem Rekordläufer Arne Gabius, der bei seinem London-Debüt kurz hinter der Halbmarathon-Marke (1:06:40 Stunden) ausstieg. Der 35-jährige Hamburger hatte bereits hier schon über fünf Minuten Rückstand auf die Spitzengruppe um den Kenianer Kipchoge. Der Lauf endete für den deutschen Hoffnungsträger mit einer Enttäuschung. Die Olympia-Generalprobe vorzeitig aufgegeben, sodass vor Deutschlands schnellstem Läufer nun viel Arbeit mit Sicht auf die Olympischen Spiele liegt. „Bei Kilometer 13 bekam ich Probleme in der Magengegend und konnte das Tempo meiner Gruppe nicht mehr mitgehen. Da die Schmerzen bei Halbmarathon nicht weggingen, hab ich auf die Uhr gedrückt und das Rennen beendet. Ich hatte mir viel vorgenommen, aber manchmal erwischt man halt einen schlechten Tag“, erklärt Gabius. Bei seinem dritten Marathon ging der deutsche Athlet mit der Startnummer 13 an den Start, konnte sein angestrebtes Lauftempo jedoch nicht halten und dass, obwohl er noch im Oktober 2015 in Frankfurt am Main den deutschen Marathon-Rekord (2:08:33) lief.

Sturz verpatzt Keitany die Favoritenrolle

Auch bei den Frauen stand nach 42,195 Kilometern eine Kenianerin auf dem Podium. Jemima Sumgong, die noch bei Kilometer 35 in einen schweren Sturz verwickelt war, sicherte sich mit einer Zeit von 2:22:58 Stunden den Sieg im London-Marathon. Nur fünf Sekunden später lief Vorjahressiegerin Tigist Tufa als Zweite des Marathons über die Ziellinie. Platz drei ging an Florence Kiplagat aus Kenia (2:23:39). Erst knapp eine Meile vor dem Ziel am Big Ben löste sich Sumgong entscheidend von Tufa und lief – wie ihr Landsmann Eliud Kipchoge, einen gewinnbringenden Vorsprung heraus. Doch zuvor der Schreck bei Kilometer 35: Nachdem Aselefech Mergia (Äthiopien) der späteren Siegerin Sumgong versehentlich in die Fersen trat, stürzte diese schwer und riss unter anderem auch ihre favorisierte Landsfrau Mary Keitany mit zu Boden, die später als Neunte (2:28:30) ins Ziel lief. Sumgong wiederum schaffte trotz des schweren Sturzes als einzige den Sprung an die Spitze und sicherte sich später den Sieg beim London-Marathon 2016 der Frauen.


Schlagworte: Arne Gabius, Eliud Kipchoge, Jemima Sumgong, Kenia, London-Marathon, Streckenrekord

Artikelinformationen


Datum: 25. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Alicia Kreth


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