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Klitschko vs. Fury wird zur Posse

xxxx during a press conference ahead of the world heavyweight title rematch between Tyson Fury and Wladimir Klitschko at the Landmark London Hotel on September 12, 2016 in London, England.

Es sollte der Kampf des Jahres werden. Nach der überraschenden Niederlage Klitschkos im November letzten Jahres, war für diesen Sommer der Rückkampf gegen Fury geplant. Der erste Termin wurde, aufgrund einer Verletzung des Briten, abgesagt. Der Kampf wurde folglich für Ende Oktober angesetzt. Doch nun folgt die erneute Absage aus dem Fury-Lager. Wird der Kampf überhaupt noch stattfinden?

Veröffentlicht am 30. September 2016 von

(HANNOVER) Der Rückkampf im Schwergewicht zwischen Wladimir Klitschko und Tyson Fury entwickelt sich zur Farce. Im November letzten Jahres hatte Klitschko überraschend gegen Fury nach Punkten verloren. Im Falle einer Niederlage des Ukrainers wurde ein Rückkampf vertraglich festgesetzt. Dieser sollte ursprünglich am 9. Juli in Manchester stattfinden, doch Fury verletzte sich im Training und musste den Kampf absagen. Der Kampf wurde auf den 29. Oktober verschoben. Nun kam eine erneute Absage aus England.

Unklarheiten bei Fury

Offiziell ist der Kampf wieder aufgrund einer Verletzung abgesagt worden, genauere Details zur Art der Verletzung gab das Fury-Lager allerdings nicht preis. Viel wahrscheinlicher dagegen scheint, dass Fury nicht fit genug ist oder sogar gar nicht antreten darf. Bei einer Pressekonferenz im Sommer auf Mallorca zeigte sich Fury stark übergewichtig und machte auch noch Scherze über seinen Fitnesszustand. Dieser Zustand soll sich seitdem nicht verbessert haben. Zudem wartet auf Fury eine Anhörung wegen Dopings bei der Britischen Anti-Doping-Agentur (UKAD). Am 24. Juni dieses Jahrs wurde Fury positiv auf eine Dopingsubstanz getestet, am gleichen Tag folgte die Absage für den ersten Termin, offiziell wegen einer Knöchelverletzung im Training. Eine Sperre wurde bis zur Anhörung im November aufgehoben.

Kampf wird immer unwahrscheinlicher

Fury soll schon vor dem ersten Kampf 2015 positiv getestet worden sein, auch dazu muss er in der Anhörung Stellung nehmen. Für Klitschko hingegen wird die Situation immer frustrierender. Klitschkos letzter Kampf ist schon fast ein Jahr her, so eine lange Pause hatte er noch nie in seiner Karriere als Profi. Der Ukrainer ist mittlerweile 40 und hat dementsprechend nicht mehr allzu lange Zeit seine Titel zurückzuholen. In Kiew bereitet er sich nun schon seit Monaten auf einen Kampf vor, der vielleicht nie stattfinden wird. Immer unwahrscheinlicher wird der Kampf auch, da auch über einen Streit der beiden Vermarktungslager spekuliert wird. Klitschkos Vermarktungsfirma KMG hat für den 10. Dezember die Barclaycard-Arena in Hamburg angemietet, was dahinter steckt weiß momentan noch niemand. Ob dies nur eine Hintertür ist oder der Kampf doch noch stattfinden wird bleibt bis zur Anhörung Furys im November wohl noch abzuwarten.


Schlagworte: Boxen, Rückkampf, Schwergewicht, Tyson Fury, Wladimir Klitschko

Artikelinformationen


Datum: 30. September 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Mats-Ole Jensen


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