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Kroatien gewinnt Auftaktspiel in Gruppe D

Quelle: gettyimages
Bildnachweis: STR / Freier Fotograf

Das letzte Aufeinandertreffen fand bei der Europameisterschaft 2008 statt. Damals gewann die Türkei im Elfmeterschießen, sicherte sich das Halbfinalticket. Nun sinnt Kroatien auf „Rache“.

Veröffentlicht am 13. Juni 2016 von

(Hildesheim) Sind die Siegchancen gegen Mitfavorit Spanien doch eher gering, erhofften sich beide Mannschaften im Auftaktspiel der Gruppe D (Sonntag, 15.00 Uhr) den ersten Punktgewinn. Durch zwei „Zu-Null-Siege“ in den letzten beiden Testspielen vor der EM, hat besonders die Defensive der türkischen Mannschaft an Sicherheit gewonnen. Doch auch die kroatische Elf strotzt im Vorfeld der Partie vor Selbstbewusstsein, spricht von einer Revanche für das verlorene Viertelfinale bei der Europameisterschaft 2008.

Arda Turan vs. Luca Modric

Im Vorfeld des Duells wurde häufig von den Topsstars beider Mannschaften berichtet. Auf der türkischen Seite steht mit Arda Turan ein erfahrener Mann auf dem Platz, der seit vergangener Saison in Diensten des FC Barcelona steht. Die kroatische Mannschaft hingegen kann Superstars wie Luca Modric und Ivan Rakitic darbieten. Der Vergleich unterschiedlicher Charaktere – ein „spanisches“ Duell zwischen den Schlüsselspielern des FC Barcelona und Real Madrid. Eine brisante Kombination, wie man schon anhand der ersten Minuten des Spiels erahnen konnte.

Die erste Halbzeit

Bereits in der 2. Minute hatte Kroatien eine hochkarätige Torchance. Nach einer Flanke von Srna versuchte Rakitic den Ball ins Tor zu bringen, verfehlte ihn jedoch knapp. Der Ball rollte am langen Pfosten vorbei. In den Anfangsminuten war Kroatien bemüht, das Spiel zu kontrollieren, den Türken keine Angriffsmöglichkeiten zu bieten. Das Spielgeschehen lief zunehmend über Modric und Rakitic, die als Mittelfeldspieler früh Druck aufbauen und dem Gegner mit Kontern entgegen wirken sollten. Doch die türkische Mannschaft hielt dagegen, zeigte eine gute Defensivleistung.

Mit voranschreitender Spielzeit kam das türkische Team immer besser in die Partie, erarbeitete sich einige gute Chancen. Die Fans standen hinter der Mannschaft, feuerten ihre Spieler an. Doch die Kroaten blieben weiterhin die spielbestimmende Mannschaft. In der 28. Minute zog Badelj aus 18 Metern ab, schoss allerdings direkt in die Arme von Türken-Keeper Volkan Babacan. Mit einer Konterszene im Anschluss bot sich jedoch der Türkei eine exzellente Möglichkeit, den Führungstreffer zu erzielen. Tufan stand blank vorm Tor, platzierte den Ball nach einer Flanke von Gönül allerdings nicht präzise genug.

Die spielentscheidende Szene folgte in der 41. Minute. Modric nahm einen abgewehrten Ball aus dem gegnerischen Strafraum an und zielte mit vollem Risiko direkt auf’s Tor. Der Ball kam vor Babacan nochmal auf, landete anschließend aber zielgenau im linken Eck. Das kuriose: Ein Fan gesellte sich zum Jubel der Kroaten an der Eckfahne dazu. Ein anschließender Außennetztreffer (45+1. Minute) auf Seiten der Türken änderte das Ergebnis vorzeitig nicht mehr. Mit einer 1:0 Führung der kroatischen Nationalmannschaft ging es in die Halbzeitpause.

Lattenschüsse statt Tor

Auch nach Anpfiff der zweiten Halbzeit war Kroatien das spielentscheidende Team. Ein Lattenschuss in der 52. Minute durch Srna blieb ungenutzt, die folgenden Minuten gehörten allein dem kroatischen Abwehrspieler. Durch eine scharfe Flanke von Perisic landete der Ball im Fünfmeterraum, wurde von Babacan direkt vor die Füße von Srna abgewehrt. Der setzte den Ball knapp links am Tor vorbei.

Während die Kroaten eine solide Partie absolvierten, überzeugten die Türken nach dem Gegentor aus der ersten Halbzeit nicht mehr. Besonders über außen war die Mannschaft anfällig, Torchancen suchte man vergeblich. Bester Mann auf dem Platz war Torhüter Volkan Babacan, der den Spielstand von 0:1 sicherte, weitere Gegentore verhinderte. Der Gegner glänzte währenddessen im Laufe der Partie mit weiteren Torchancen, scheiterte verhältnismäßig oft am Querbalken. Tore gab es keine mehr. Wenn es etwas an der Leistung der kroatischen Mannschaft auszusetzten gab, war es wohl die mangelnde Chancenverwertung. Die Türken wagten durch Balta einen Rettungsversuch in letzter Minute (90+3.), Corluka grätschte jedoch im letzten Moment dazwischen, rettete den Sieg seiner Mannschaft.

Durch den Auftaktsieg verschafft sich Kroatien eine gute Ausgangsposition vor dem Spiel gegen Tschechien. Die türkische Mannschaft muss für den Traum „Achtelfinale“ hingegen auf ein Wunder hoffen, nächster Gegner ist Mitfavorit Spanien.

Aufstellungen

Türkei: Babacan – Gönül, Topal, Balta, Caner – Selcuk, Tufan –
Calhanoglu, Oguzhan (46. Volkan Sen), Turan (65. Burak) – Tosun
(69. Mor)

Kroatien: Subasic – Srna, Corluka, Vida, Strinic – Modric, Badelj –
Brozovic, Rakitic (89. Schildenfeld), Perisic (86. Kramaric) –
Mandzukic (93. Pjaca)

Schiedsrichter: Jonas Eriksson (Schweden)


Schlagworte: EM 2008, EM 2016, Fußballeuropameisterschaft, Gruppe D, Kroatien, Türkei

Artikelinformationen


Datum: 13. Juni 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marie-Sophie Zieseniß


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