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Kumbelas dritter Frühling

BRAUNSCHWEIG, GERMANY - SEPTEMBER 23: Dominik Kumbela of Braunschweig celebration his Goal 1:0 for Braunschweig during the Second Bundesliga match between Eintracht Braunschweig and Fortuna Duesseldorf at Eintracht Stadion on September 23, 2016 in Braunschweig, Germany. (Photo by Joachim Sielski/Bongarts/Getty Images)

Kein Gesicht steht wohl derzeit für den Braunschweiger Aufschwung in der zweiten Bundesliga. Torjäger Domi Kumbela scheint wieder der Alte zu sein. Und seine Renaissance tut der Eintracht gut.

Veröffentlicht am 25. September 2016 von

Zweimal Torschützenkönig in Braunschweig

(Braunschweig). Für den Deutsch-Kongolesen ist es sein drittes Mal in Braunschweig. Erstmals schlug er in der Winterpause 2007/08 seine Zelte in der Löwenstadt auf und war mit einem Tor und einem herausgeholten Elfmeter ein Garant für den Klassenerhalt in der Regionalliga am allerletzten Spieltag. Über die Stationen Paderborn und Erfurt landete Kumbela 2010 ein weiteres Mal bei Eintracht. Wieder im Winter. Sein Wechsel seinerzeit war ein Vorgriff auf den Transfer seines abwanderungswilligen Sturmpartners Kingsley Onuegbu.

Im ersten Jahr schrammte die Eintracht aufgrund einer Niederlage gegen den späteren Meister Erzgebirge Aue noch am Aufstieg vorbei. Die darauffolgende Saison kröhnten die Braunschweiger jedoch souverän mit dem Aufstieg. Kumbela wurde Torschützenkönig. In der zweiten Liga schoss er seine Mannschaft zunächst zum ungefährdeten Klassenerhalt, ehe in 2013/14 der große Streich folgte. Mit Kumbela, der wiederum Torschützenkönig wurde, stieg Eintracht Braunschweig nach 28 Jahren zurück in die Bundesliga auf.

Dort verpasste der sprungkräftige Stürmer den Saisonbeginn aufgrund einer Oberschenkelverletzung. Als er dann da war, lief es auch für die Eintracht besser. Viele Stimmen behaupteten später, dass der Klassenerhalt mit einem vollständig gesunden Kumbela möglich gewesen wäre. Es ging zurück in Liga zwei. Der hatte in den letzten Auftritten den nötigen Willen vermissen lassen, spielte pomadig, und hatte sich trotz langem hin und her wohl schon früh für einen Wechsel entschlossen.

Missverständnis Fürth

In der Türkei bei Karabükspor lockte der letzte große Vertrag. Das große Geld, Europa League, frenetische Fans. Doch das Kapitel schloss der Angreifer bereits nach einer Saison wieder und wechselte zurück ins deutsche Unterhaus zu Greuther Fürth. Dort hatten er und Trainer Ruthenbeck allerdings andere Auffassungen, sodass die Trennung noch vor der Winterpause erfolgte.

Aufgrund Kumbelas unrühmlichen Abgangs aus Braunschweig war es für das Gros der Fans umso verwunderlicher, dass Trainer Torsten Lieberknecht dem Enfant terrible eine weitere Chance in Braunschweig gewährte. Doch zunächst fiel Kumbela nicht sonderlich positiv auf. Er war nicht fit, wirkte wie ein Fremdkörper im Eintracht-Spiel und von seiner Torgefahr war nicht ein bisschen zu sehen.

Ganz der Alte

Kumbelas Glück in diesem Sommer war, dass sich Königstransfer Suleiman Abdullahi im letzten Vorbereitungsspiel schwer verletzte, sodass Kumbela mangels Alternativen an Box-Stürmern in die Startelf rotierte. Dort zeigte er dank verbesserter Form und Fitness, dass mit ihm – dem 32-Jährigen – noch zu rechnen ist. In sieben Spielen erzielte er fünf Tore. Er ist der treffsicherste Stürmer der Eintracht. Und das tut seinem Team gut. Braunschweig ist Tabellenführer. Dank Kumbela und eines dritten Frühlings


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Datum: 25. September 2016
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