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Labbadia fliegt, Gisdol kommt

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Zeit für Veränderungen in Hamburg. Nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Bayern München am Samstag gab der Sportvorstand des Hamburger SV am Sonntag die sofortige Beurlaubung von Cheftrainer Bruno Labbadia bekannt. Nur wenige Stunden später steht mit Markus Gisdol sein Nachfolger fest.

Veröffentlicht am 26. September 2016 von

„Es ist tatsächlich eine große Herausforderung“, gab der 47-Jährige Markus Gisdol bei seinem Amtsantritt am Montag in Hamburg zu. Dennoch zeigte der neue Cheftrainer des Hamburger SV deutlich, dass er sich auf seinen neuen Job freut. Auch wenn es wohl die zur Zeit größte Herausforderung in der Bundesliga ist, denn Gisdol ist immerhin der 14. Trainer des HSV in nur 12 Jahren. Gezuckt habe er aber trotzdem. „Ich habe schon gezuckt“, lachte Gisdol, „aber vor Freude.“

Mal wieder positive Energie senden
Als eine seiner ersten Aufgabe sieht Gisdol es, die Stimmungslage in Hamburg zu verbessern. “ Wir müssen hier die Stimmungslage verändern, einfach mal wieder mit Freude und Leichtigkeit die Dinge angehen“, weiß der 47-Jährige, der erst zwei Bundesligasaisons als Cheftrainer hinter sich hat. In Hoffenheim hatte Gisdol die Mannschaft 2013 noch vor dem sicher geglaubten Abstieg gerettet. Vor elf Monaten gab es dann trotzdem das Aus für Gisdol. Zuletzt wurde er dann als Nachfolger von Skripnik  bei Werder Bremen gehandelt. Dazu wollte er aber außer: „Ich habe mich bewusst für Hamburg entschieden, mache das mit voller Überzeugung“, kein weiteres Wort verlieren.

Trotz seiner großen Freude und der großen Überzeugung schlug Gisdol am Sonntag noch einen Zwei-Jahres-Vertrag aus. „Die Vertragslaufzeit“, erklärte Gisdol am Montag, „spielt für mich grundsätzlich keine Rolle. Ich arbeite immer so, als wenn ich einen unbefristeten Vertrag hätte.“ So könne sich der HSV bis zum Sommer „in aller Ruhe ein Bild machen“ und entscheiden, ob es „eine Basis für eine längerfristige Zusammenarbeit“ gebe.

Schlechter Stil von Beiersdorfer
Im Hintergrund kommt der HSV allerdings nicht zur Ruhe. Vor allem der Umgang mit Bruno Labbadia wird stark bemängelt. Zunächst wurde Labbadia tagelang von der Vereinsführung demontiert ehe er nun am Sonntag entlassen wurde – und das per Telefon. HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer äußerte sich nur wie folgt in einer Pressemitteilung: „Dieser Schritt ist angesichts unseres sportlichen Trends notwendig. Ich bin der Überzeugung, dass wir jetzt eine Veränderung auf der Trainerposition vornehmen müssen, um nach dem enttäuschenden Saisonstart den sportlichen Tournaround zu schaffen.“


Schlagworte: Beiersdorfer, gisdol, HSV, Labbadia, Trainer

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Datum: 26. September 2016
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