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Lukimyas Leichtsinn schenkt Ingolstadt den Sieg

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(Hannover) Ein kapitaler Aussetzer von Assani Lukimya kostet Werder Bremen vor heimischer Kulisse einen Punkt gegen Aufsteiger Ingolstadt. Der FCI hingegen stellt mit dem dritten 1:0 Auswärtssieg in Folge einen Bundesligarekord auf.

Veröffentlicht am 22. September 2015 von

Es war die 91. Minute, als der Deutsch-Kongolese Ingolstadts Angreifer Stefan Lex im eigenen Strafraum am Trikot zog, den fälligen Strafstoß verwandelte der eingewechselte Moritz Hartmann zum Siegtreffer für den Bundesliganeuling (92.). Nicht der erste schwere Fauxpas von Lukimya im Trikot des SV Werder, bereits in der Vergangenheit war der ehemalige Düsseldorfer mehrmals durch teilweise haarsträubende Fehler aufgefallen.  Wie tief der Frust über dieses Gegentor auf Seiten der Bremer saß, zeigte sich nur wenige Augenblicke später: Philipp Bargfrede grätschte rücksichtslos in Alfredo Morales hinein und kassierte dafür, quasi mit dem Schlusspfiff, völlig zu Recht die rote Karte (95.)

Ingolstadt startet stark, Roger im Glück

Personell begannen die Hausherren im Vergleich zum Auswärtsspiel in Hoffenheim mit zwei Änderungen. Finn Bartels ersetzte den kranken Zlatko Junuzovic, außerdem musste Felix Kroos für den wiedergenesenen Bargfrede weichen. Auf der Gegenseite ließ Ralph Hasenhüttl Stefan Lex im Sturmzentrum für Moritz Hartmann beginnen.

Genauso wie die Schlussminuten gehörte auch die Anfangsphase den Gästen aus Ingolstadt. Die erste gute Torchance hatte Außenverteidiger Suttner, der mit seiner Direktabnahme das Tor nur Haarscharf verfehlte (17. Minute). Nur eine Minute später konnte sich Werders Torhüter Wiedwald mit einer Parade gegen Hinterseer erstmals auszeichnen. Die erste dicke Möglichkeit für die Grün-Weißen produzierte dann ebenfalls ein Ingolstädter. Nach einem Freistoß von Bremens Neuzugang Johannsson kam Roger an den Ball und hatte dann Glück, dass sein Klärungsversuch nur an der eigenen Latte landete (27.). In der Folge blieben  klare Torchancen Mangelware, auch weil Ingolstadt mit cleveren taktischen Fouls den Bremer Spielfluss immer wieder zerstörte. Kurz vor der Pause kam Werder durch eine gute Eckballvariante noch einmal zu einer Möglichkeit, Bartels schoss aber nur ans Außennetz (45.). Danach war Pause im Weserstadion.

Pizarro kommt und bringt Gefahr

Nach dem Seitenwechsel bejubelten die Bremer Fans Claudio Pizarro, der nach der Rückkehr an die Weser sein Heimdebüt feierte. Für ihn blieb der junge Ulisses Garcia in der Kabine. Es dauerte nur wenige Minuten, ehe sich der erfolgreichste ausländische Bundesligatorjäger aller Zeiten erstmals in Szene setzte. Nachdem die Gäste eine Flanke von links nicht klären konnten, kam Pizarro im Strafraum völlig frei zum Kopfball, zielte jedoch knapp vorbei (53.). Die Hausherren investierten mehr in die Partie, konnten aber trotz nun deutlichen Feldvorteilen keine zwingen Torchancen herausspielen. Nach 15 Minuten war die grün-weiße Drangphase dann vorbei und der FC Ingolstadt meldete sich mit einem Freistoß von Spielmacher Pascal Groß zurück (67.). Als die Schanzer weitere gute Möglichkeiten durch Hübner (72.) und Leckie (80.) nicht nutzen konnten, schienen alle sich mit dem Unentschieden abgefunden zu haben, bevor Lukimya das Spiel durch sein unnötiges Foul für die in blau gekleideten Gäste entschied. Negativer Höhepunkt der Partie war schlussendlich das völlig übermotivierte Einsteigen von Bargfrede.

Bremen verpasst den Anschluss an die Spitze

Durch die Niederlage rutscht Werder in der Tabelle auf Platz neun ab und hat somit den Anschluss an die Spitze vorerst verpasst. Nichts desto trotz ist der Saisonstart an der Weser zufriedenstellend, stand man doch vergangene Saison zum gleichen Zeitpunkt mit nur drei Punkten auf Relegationsplatz 16. Die Mannschaft wirkt wie schon in der gesamten Amtszeit von Skripnik stabil und mit einer klaren Spielidee ausgestattet. Bereits am Dienstag müssen die Grün-Weißen in der englischen Woche gegen den nächsten Aufsteiger antreten, Anpfiff am Darmstädter Böllenfalltor ist um 20 Uhr. Personell wird Skripnik dann umbauen müssen, denn neben dem gesperrten Bargfrede wird auch Ulisses Garcia ausfallen. Positive Nachrichten gibt es dagegen von Junuzovic, der Regisseur der Bremer wird in Darmstadt aller Voraussicht nach  auflaufen können.


Schlagworte: Bundesliga, Ingolstadt, Lukimya, Werder Bremen

Artikelinformationen


Datum: 22. September 2015
Veröffentlicht von:
Bildquelle: getty images
Korrektur: Katharina Freise


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