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Marcel Reichwein: Leitwolf und Torjäger

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Marcel Reichwein ist einer der Routiniers im Kader der Regionalliga-Fußballer des VfL Wolfsburg. In sechs Spielen war der Angreifer bisher acht Mal erfolgreich. Vor dem Duell seiner Jungwölfe mit dem TSV Havelse (Freitag, 19 Uhr) sprach der 30-jährige Neuzugang über den Gegner, seine Rolle, und warum er lieber weniger Tore erzielt hätte.

Veröffentlicht am 15. September 2016 von

(Hannover) Herr Reichwein, haben sie sich in Wolfsburg schon eingelebt? Ja, sehr gut. Die Wolfsburger sind wirklich sehr nett und hilfsbereit. Wir haben uns relativ schnell ein Haus gesucht. Mit zwei Kindern wollten wir ungern lange im Hotel verweilen. Wir sind jetzt zweieinhalb Monate hier. Die Mannschaft und das Trainerteam haben auch ihren Teil dazu beigetragen, dass wir uns hier sehr wohl fühlen.

Wie interpretieren sie ihre Rolle als Führungsspieler beim VfL Wolfsburg? Schon früh kam in den Gesprächen mit Valerien Ismael und Pablo Thiam heraus was sie von mir erwarten. Ich will hier die Rolle eines Leitwolfs übernehmen. Ich will den jungen Spielern helfen und mit meiner Erfahrung helfen. Mit dieser Aufgabe konnte ich mich identifizieren, weil ich natürlich selbst auch noch erfolgreich Fußball spielen möchte.

Sie müssen also einen Spagat bewältigen? Ganz richtig. Ich will mit Leistung vorangehen. Die jungen Spieler sollen sehen, dass ich mich nicht hängen lasse, auch wenn es mal nicht so gut läuft. Ich will ihnen helfen den Sprung zu schaffen.

Mit welchen Erwartungen kamen sie nach Wolfsburg? Man freut sich auf jede neue Aufgabe. Allerdings wäre es mir lieber gewesen, wenn die Jungs den Aufstieg in die dritte Liga geschafft hätten?

Warum? Jeder will so hoch wie möglich spielen: Ich auch. Außerdem wäre es für die jungen Spieler besser gewesen. In der dritten Liga herrscht nochmal eine andere Qualität als in der Regionalliga. Für die Jungs wäre es eine Plattform gewesen, um sich zu präsentieren. Vom Umfeld her arbeiten wir hier aber unter besseren Bedingungen als jeder Drittligist.

Inwiefern? Wir haben tolle Trainingsmöglichkeiten mit beheizbaren Rasen- und Kunstrasenplätzen und ein extra Stadion für uns. Das ist schon einmalig.

Mit acht Treffern führen sie die Torschützenliste der Regionalliga Nord an. Warum läuft es derzeit so gut für sie? Der Trainer hat mir sehr viel Vertrauen zugesprochen. Unser System ist darauf ausgelegt, dass ich im Strafraum mit Bällen gefüttert werde. Darauf lauere ich. Momentan klappt das ganz gut. Ich hätte allerdings lieber weniger Tore gemacht und dafür mehr Spiele gewonnen.

Wie meinen sie das? Wir haben uns am Anfang der Saison schwer getan. Vielleicht hat das auch mit dem verpassten Aufstieg zu tun. Das könnte noch in den Köpfen sein. Wir sind aber auf einem guten Weg um uns zu rehabilitieren und den Anschluss an die Spitze wieder herzustellen.

Woran liegt es, dass derzeit noch nicht alles rund läuft? Fußballerisch ist der Kader sehr gut ausgebildet. Allerdings wurde ein Umbruch vollzogen. Wir hatten viel Verletzungspech. Die A-Jugendlichen müssen sich noch an die Härte im Männerfußball gewöhnen. Die ersten Spiele waren zwar sehr gut, aber Auswärts läuft es noch nicht so gut.

Wo liegen die Ursachen dafür? Die Plätze sind bei vielen Vereinen in einem schlechten Zustand, aber das soll keine Entschuldigung sein. Das müssen wir so hinnehmen und unsere trotzdem holen.

Am Freitagabend treffen sie mit der U23 des VfL Wolfsburg auf den TSV Havelse. Was haben sie und ihr Team sich vorgenommen? Wir sind auf einem guten Weg. In Havelse erwartet uns wieder ein sehr schlechter Platz. Auch hier müssen wir die Gegebenheiten annehmen. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren. Dann werden wir dieses Spiel auch gewinnen. Havelse zu unterschätzen wäre allerdings fahrlässig. Der TSV hat eine enorme Qualität in seinen Reihen.


Schlagworte: Reichwein, VfL Wolfsburg

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Datum: 15. September 2016
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