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Martin Fourcade als Dominator bei der Biathlon WM in Oslo

Quelle: gettyimages

Und wieder ist er zur Stelle, wenn es Medaillen zu gewinnen gibt. Martin Fourcade – Überflieger dieses Winters und Dominator bei der Biathlon WM in Oslo.

Veröffentlicht am 06. März 2016 von

„Same procedure as every year“, eine Beschreibung, die der Siegesserie von Martin Fourcade wohl am nächsten kommt. Nachdem der Franzose bereits den Sprint für sich entscheiden konnte und maßgeblichen Anteil am Sieg in der Mixed Staffel hatte, folgte nun auch der Sieg im Verfolgungsrennen.

(Hildesheim) I’ll be back – mit diesem Worten verabschiedete sich Martin Fourcade am vergangenen Samstag nach seiner „Sieger-Audienz“ vom norwegischen König. Und er sollte rechtbehalten.

In gewohnter Manier

Das heutige Verfolgungsrennen schien bereits vor dem Start entschieden gewesen zu sein. Mit einem Vorsprung von +27.0 Sekunden ging der Franzose vor seinen Verfolgern auf die Strecke. Durch gute Laufzeiten und einbandfreie Schießleistungen baute er seine Führung bereits in den ersten zwei Runden noch weiter aus. Doch auch Verfolger Ole Einar Bjoerndalen lief ein routiniertes Rennen, blieb beständig auf Rang 2. Während aus deutscher Sicht Arnd Peiffer zu Anfang ein gutes Rennen bestritt und sogar kurzzeitig um die Medaillen mitlief, „katapultierte“ sich Simon Schempp bereits früh ins Aus. Durch drei Strafrunden aus den ersten beiden Schießen, verschoss der Deutsche die Chance auf das Edelmetall. Auch der Rest der internationale Konkurrenz kam, von den Leistungen, zunächst nicht an den Franzosen ran.

Kein Ding der Unmöglichkeit

In der letzten Runde wurde es jedoch kurzzeitig noch einmal spannend. Sowohl Erik Lesser, als auch Johannes Thingnes Boe und Emil Hegle Svendsen, kamen nach zweier Schießfehler seitens Fourcade gemeinsam zum Schießstand. Lesser, der als amtierender Weltmeister in das Rennen gestartet war, konnte seine Serie (0/0/0/2) jedoch nicht ausbauen. Er war gezwungen, das Schießtempo anzuziehen, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Letztendlich kosteten ihn diese zwei Fehler wohl die Medaille. „Ich habe versucht, beim letzten Schießen noch mal Druck zu machen. Dafür wurde ich bestraft“, so Lesser im Interview.

Er kann es doch noch

Auf der letzten Runde hieß es also „Boe vs. Svendsen“ um Bronze. Kurz vor dem Ziel spielte der Norweger Svendsen seine ganz Erfahrung aus, überholte Landsmann Boe und sicherte sich den dritten Platz (+31.2). Ein Ding der Unmöglichkeit, wie es noch vor Wochen aussah. Und doch ein kleiner Lichtblick bei bislang enttäuschenden Saisonleistungen.

Am Ende landete Erik Lesser (Frankenhain) als bester Athlet des deutschen Skiverbandes auf dem siebten Platz. Zweitbester Deutscher wird Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) auf Position 13. Simon Schempp (Uhingen), im Vorfeld als Favorit gehandelt, landet auf Platz 18, Benedikt Doll (Breitnau) belegt im Ziel nur Position 39.


Schlagworte: Biathlon WM Oslo, Emil Hegle Svendsen, Erik Lesser, Martin Fourcade, Norwegen, Ole Einar Bjoerndalen, Simon Schempp, Verfolgung

Artikelinformationen


Datum: 06. März 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marie-Sophie Zieseniß


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