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Minimalziel übertroffen: Deutschland zieht ins Viertelfinale ein

Photo credit should read NICHOLAS KAMM/AFP/Getty Images

Im Achtfinalspiel schicken die deutschen Frauen Schweden mit einem klaren 4:1- Sieg nach Hause. Bereits nach der ersten Halbzeit stand es 2:0 für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Damit haben die Deutschen ihr eigentliches Ziel, das Erreichen des Achtelfinales souverän übertroffen.

Veröffentlicht am 23. Juni 2015 von

(Hannover) Nach der überstandenen Gruppenphase folgte für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft nun Schweden im Achtfinale. Nach Norwegen in der Gruppenphase war diese Mannschaft jetzt der zweite hochkarätigere Gegner des Turniers. Im Vergleich zum letzten Gruppenspiel gegen Thailand änderte Bundestrainerin Silvia Neid die Startaufstellung gleich auf mehreren Positionen. Kemme, Goeßling, Laudehr, Maier, Popp, Mittag und Bartusiak kamen wieder in die Startformation. Schweden zeigte sich gleich von Beginn an kämpferisch: „Wir haben nichts zu verlieren. Wir müssen nur da rausgehen und spielen.“, so Nationalspielerin Sjögran.

Starke erste Halbzeit der deutschen Spielerinnen

Bereits kurz nach Anpfiff der Partie hatten die deutschen Frauen zwei hochkarätige Chancen. In der ersten Minute bereits spielte Mittag das Leder gekonnt in den Strafraum auf Mitspielerin Popp. Die Defensive der Skandinavierinnen wirkte orientierungslos und Popp kam erstmals zum Abschluss. Nur eine Minute später wurde auch schon Simone Laudehr von Sasic im Strafraum bedient. Laudehr stand nur noch im Einzelduell mit der schwedischen Torhüterin Hedvig Lindahl. Diese konnte das Leder aber gerade noch mit dem Bein abwehren. Von der anfänglich erklärten Kampfstärke der Schwedinnen war in der Anfangsviertelstunde noch nicht viel zu sehen. In der 24. Spielminute konnten sich die deutschen Spielerinnen für ihr starkes Auftreten belohnen. Anja Mittag gewann den Ball im Mittelfeld. Nach einem Doppelpass mit Sasic konnte Mittag aus rund 20 Metern abziehen und der Ball zappelte in’s untere rechte Eck. Auch nach dem Führungstreffer wirkten die Schwedinnen weiterhin ideen- und orientierungslos. In der 28. Minute handelte sich Saskia Bartusiak die erste gelbe Karte der Partie ein. Sie ist damit für das Viertelfinale gesperrt. Knapp sieben Minuten später folgte eine gelbe Karte für die Schwedin Ilestedt. Mittag spielte zunächst ungehindert im Sechzehner auf, wurde von Ilestedt aber mit viel Körperkontakt zu Fall gebracht. Die Schiedsrichterin entscheidet auf Elfmeter für Deutschland. Célia Sasic trat vom Elfmeterpunkt an und konnte das Leder flach halbrechts im Netz unterbringen. In der Schlussminute hatte dann auch das Team rund um Sundhage die erste nennenswerte Chance. Der Ball wurde gefährlich in den Strafraum der deutschen Frauen geflankt und fand Jakobsson als Abnehmer. Der Schwedin gelang es allerdings nicht den Kopfball zu kontrollieren und so flatterte das Leder knapp über die Querlatte. Nadine Angerer wäre im Falle eines Treffers, chancenlos gewesen.

Deutschland sichert sich den Einzug ins Viertelfinale

In der Halbzeitpause wechselte Deutschland das erste Mal. Melanie Leupolz blieb auf der Bank, für sie kommt Dzenifer Marozsan in die Partie. Auch die Skandinavier wechselten aus. Lina Nilsson kam für Jessica Samuelsson.

Die zweite Halbzeit startete, so wie die Erste aufgehört hatte. Die deutschen Spielerinnen konnten das Leder erneut gefährlich in den Strafraum bringen. Doch die Flanke sprang nur an die Latte und von da ins Toraus. In der 56. Spielminute dann eine starke Aktion der Schwedinnen: Therese Sjögran konnte den Eckball gefährlich an den zweiten Pfosten zirkeln. Nadine Angerer, erfahren, fing den Ball im letzten Moment noch ab. Ähnlich wie im Gruppenphasenspiel gegen Norwegen spielten die Schwedinnen nun immer befreiter auf. Die deutschen Frauen zogen sich immer mehr in die eigene Hälfte zurück und lauerten auf Kontermöglichkeiten. Die Chancen auf ein 3:0 häuften sich immer weiter. Die Chancen in der 64.-, 69.- und 71.- Spielminute wurden allerdings allesamt nicht im Tor untergebracht. In der 77. Minute wechselte Silvia Neid dann erneut: Tabea Kemme verließ den Rasen, für sie kam Jennifer Cramer. Nur eine Minute später folgte dann die endgültige Entscheidung für Deutschland. Laudehr lief mit dem Ball in den Sechzehner und zog ab. Die schwedische Torhüterin wehrte den Torschuss gerade noch am linken Torpfosten ab, aber nicht mit Erfolg, sie konnte ihn nicht festhalten. Der Ball sprang zurück und Sasic sprang und bugsierte per Kopf das Leder im Tor. Knapp fünf Minuten später gelang dieses aber auch die Schwedinnen. Tor! Durch den Freistoß von Sjögran kam Sembrant im Strafraum der Deutschen zum Kopfball und trifft. Doch gefährlich werden die Skandinavierinnen danach nicht mehr. Den Schlusspunkt des Spiels setzte Marozsan in der 88. Minute. Goeßling trat zum Eckball an und fans Marozsan als Abnhemerin. Die Deutsche hebte den Ball über die schwedische Torhüterin und versenkte diese souverän im Tor.

Damit schlägt Deutschland Schweden mit 4:1 und zieht damit ins Viertelfinale ein. Am kommenden Freitag trifft die deutsche Frauen-Nationalmannschaft nun auf Frankreich.


Schlagworte: Anja Mittag, Deutschland, DFB-Frauen, Frauen-WM, Fußball, Kanada, Kanada WM, Silvia Neid, WM-Frauen

Artikelinformationen


Datum: 23. Juni 2015
Veröffentlicht von:
Bildquelle: NICHOLAS KAMM/AFP/Getty Images
Autor: Isabel Fröbius
Korrektur: Katharina Freise


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