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Morata und Benzema – Stürmer auf Teilzeit

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Was macht man wenn man zwei Weltklasse Stürmer in den eigenen Reihen hat? Vor dieser schwierigen Frag steht momentan Zinedine Zidane bei Real Madrid. Und es bahnt sich ein Teilzeitjob für beide an. Ähnlich wie das Torwartmodell in Barcelona die letzten Jahre, scheinen sich die beiden Stürmer die Position zu teilen. Doch ist dieses System von Erfolg gekrönt?

Veröffentlicht am 21. September 2016 von

Das Teilen einer Position ist im Alltag längst allgegenwärtig. Und auch im Fußball etabliert es sich mehr und mehr. Meist ist dieses Teilen jedoch auf der Torwartposition zu finden, indem zwischen Pokal und Meisterschaft gewechselt wird. Genau dieses Teilen der Position sollen nun auch Karim Benzema und Alvaro Morata für die Rolle des einzigen Stürmers bei Real Madrid durchmachen. Beide Stürmer sollen unter Zinedine Zidane gleichermaßen eingesetzt werden und jeweils ihre Stärken in das Spiel der Madrilenen einbringen.

Der in Madrid ausgebildete Morata kam vor der Saison für 30 Millionen von Juventus zurück zu Real. Vor seinem Wechsel nach Italien brachte er es in vier Jahren für Madrid nur auf 37 Spiele und 10 Tore. Der Wechsel zu Juventus kam so also nicht unerwartet. Doch Real sicherte sich eine Rückkaufoption, von der sie in diesem Sommer Gebrauch machte. Für Juventus traf er in 63 Spielen 15 Mal das Tor und wurde in die spanische Nationalmannschaft berufen.

„Bei Juventus hatte ich Konkurrenz und hier sind die besten Spieler der Welt. Ich werde mein Bestes geben, um zu spielen“, sagt Morata selbst bei seiner Vorstellung in Madrid. Er selbst wusste aber auch wie schwer es sein wird in das Sturmtriple „BBC“ rein zu kommen, das aus Benzema, Bale und Ronaldo besteht. „BBC sind von einer anderen Welt, aber ich kann viel arbeiten und werde versuchen so viele Tore zu erzielen wie ich kann“, schloss er bei seiner Vorstellung noch an.

Morata rotiert in die Startelf

Benzema verletzte sich vor der Saison. Morata begann jeweils in den ersten Spielen der Saison, jedoch mit eher mittelmäßigen Leistungen. Ein Tor aus drei Spielen sprang für den Spanier dabei heraus. Benzema meldete sich Mitte September wieder Fit und begann die nächsten zwei Spiele von Beginn an. Auch für ihn sprang ein Tor dabei heraus, allerdings in „nur“ zwei Spielen. Im sechsten Spiel rotierte Morata wieder in die Startelf, jedoch ohne Torerfolg. Interessant dabei war, dass Zidane innerhalb der Partie Benzema als zweite Spitze ins Spiel brachte.

„Karim und Morata können zusammen spielen“, sagte Zidane selber nach dem Spiel. Doch das Modell mit den zwei Spitzen ist bei den Madrilenen eher unwahrscheinlich. Zu erfolgreich ist Real mit seinem 4-4-3 System in den letzten Jahren. Also wird Morata mit Benzema um den Platz in der Spitze kämpfen müssen. Morata selbst erhofft sich von Trainer Zidane, dass er rotieren lässt. „Das täte allen gut“, äußerte sich der Spanier.

Mit Rotation zum Erfolg?

Wie gut diese Rotation dem Team wirklich tut bleibt abzuwarten. Der Vorteil, dass beide Spieler sich so in ihren Einsätzen immer wieder beweisen müssen und somit eine noch bessere Leistung abrufen, darf bezweifelt werden. Auf dem hohen Niveau entscheiden oftmals auch Automatismen, die nur mit einer eingespielten Stammelf abrufbar sind. Außerdem können Diskrepanzen zwischen den Stürmerkollegen das Teamgefüge stören. Doch warten wir ab, wie die Entwicklung dieser spannenden Personalien, vorangeht. Zidane zumindest hat die Qual der Wahl.


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Datum: 21. September 2016
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