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Leichtathletik

Obergföll beendet Karriere mit Sieg beim ISTAF

getty Images, Christina Obergföll

Eine großartige Leichtathletin hat sich verabschiedet. Und wie! Christina Obergföll feierte bei ihrem letzten Auftritt noch einmal einen Sieg vor heimischer Kulisse. Eine besondere Karriere ging zu Ende.

Veröffentlicht am 04. September 2016 von

(Hannover) Knapp zwei Wochen nach den Olympischen Spielen traten Spitzensportler der Leichtathletik beim diesjährigen Internationalen Stadionfest in Berlin an. Für einen der emotionalsten Momente beim ISTAF sorgte Speerwerferin Christina Obergföll, die mit einem Sieg ihre Karriere beendete. Dazu gab es am Wettkampftag noch weitere deutsche Erfolge zu feiern.

Mit dem Sieg von Obergföll hatte vorher kaum jemand gerechnet. Vor allem da sie bei den Olympischen Spielen als achte noch enttäuschte. Dieses Mal gelang ihr jedoch noch einmal der große Wurf auf 64,28 Meter. Dabei war dies auch noch der zweitweiteste ihrer Würfe in dieser Saison. Auch die 35-Jährige hatte nicht an diesen Sieg geglaubt, freute sich dafür aber um so mehr: „Es ist ein Traum, dass meine Karriere hier in Berlin so endet“.

Sieg trotz Schmerzen

Dabei hatte der Tag alles andere als gut angefangen. Denn Obergföll zog sich vorm Start eine Fersenverletzung zu und es war unklar, ob sie überhaupt würde antreten können. Doch mit jeder Runde kam mehr Sicherheit zurück, bis sie sich im fünften Versuch an die Spitze warf. Damit feierte die Weltmeisterin von 2013 und Olympia-Zweite von London einen gebührenden Abschluss ihrer glorreichen Karriere. Zu ihren weiteren Erfolgen zählen Olympia-Bronze aus dem Jahr 2008, zwei Silbermedaillen 2005 und 2007 sowie zwei zweite Plätze bei den Europameisterschaften 2010 und 2012.

Vierfachtriumph bei den Herren

Und während Christina Obergföll sich noch über ihren Sieg freute, sorgten die deutschen Herren ebenfalls im Speerwerfen für großen Jubel beim Berliner Publikum. Den undankbaren vierten Platz belegte dabei Olympiasieger Thomas Röhler. Er musste sich gleich drei deutschen Konkurrenten geschlagen gegeben. Auf dem ersten Platz landete der Olympia-Vierte Johannes Vetter, der eine persönliche Bestweite von 89,57 Metern aufstellte. Auch Julian Weber verbesserte sich auf 88,29 Metern und kam damit auf Platz zwei. Andreas Hofmann wurde mit der Saisonbestleistung von 85,42 Metern dritter.

Besonders überzeugen konnten auch die Sprinterinnen. Die 19-jährige Gina Lückenkemper siegte in 22,93 Sekunden über 200 Meter vor Lisa Mayer. „Ich wollte einfach nur schnell ins Ziel. Das war richtig cool“, sagte Lückenkemper. Auch Europameisterin Cindy Roleder gewann ihr Rennen über 100 Meter Hürden in 12,65 Sekunden.

Bruderduell bleibt aus

Das mit Spannung erwartete Bruderduell im Diskuswerfen blieb beim ISTAF aus. Der Olympia-Sieger von Rio Christoph Harting konnte krankheitsbedingt nicht antreten. Sein älterer Bruder Robert Harting wurde bei seinem Start mit 63,23 Metern dritter. Vor ihm landeten der Österreicher Lukas Weißhaidinger (66,00 m) und dem Polen Piotr Malachowski (65,39 m).

Ziemlich enttäuschend lief der Wettbewerb für Deutschlands beste Kugelstoßer. David Storl wurde mit nur 20,15 Metern lediglich siebter. Und auch Europameisterin Christina Schwanitz kam mit 18, 45 Metern nicht über den vierten Rang hinaus.


Schlagworte: Christina Obergföll, Cindy Roleder, ISTAF, Leichtathletik, Robert Harting, Thomas Röhler

Artikelinformationen


Datum: 04. September 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Lisa Brautmeier


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