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Offiziell: Felix Klaus wird ein Roter!

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(Hannover) Der Fußballbundesligist Hannover 96 hat heute die Verpflichtung von Felix Klaus bekanntgegeben. Der U21-Nationalspieler wechselt vom SC Freiburg nach Hannover und erhält bei den Niedersachsen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019. Weitere Spieler sollen noch folgen.

Veröffentlicht am 30. Juni 2015 von

Nach Oliver Sorg ist Felix Klaus bereits der zweite Profi, der vom Absteiger SC Freiburg an die Leine wechselt und insgesamt der vierte externe Neuzugang der Roten. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart, laut transfermarkt.de wird Klaus‘ Marktwert auf zweieinhalb Millionen Euro geschätzt. Bei Hannover 96 könnte Klaus auf der rechten Seite den abgewanderten Jimmy Briand ersetzen. Er ist allerdings auch auf der linken Seite einsetzbar. „Felix Klaus hat sich trotz diverser anderer Bundesliga-Angebote für Hannover 96 entschieden – das freut uns sehr. Wir haben ihm in unseren Gesprächen die Perspektive aufgezeigt, fester Bestandteil einer jungen Mannschaft zu werden. Er bringt beste Voraussetzungen mit, um unser Team mit seinen Qualitäten zu verstärken„, erklärte 96-Sportdirektor Dirk Dufner.

Klaus‘ Werdegang

Felix Klaus wurde am 13. September 1992 in Osnabrück geboren und ist der Sohn des ehemaligen Bundesligaspielers Fred Klaus. Er begann seine Fußballerkarriere im Alter von fünf Jahren beim westfälischen SV Bösensell, als sein Vater bei Preußen Münster unter Vertrag stand. Nachdem sein Vater seine Karriere beendete, spielte Felix Klaus bis zur D-Jugend beim SC Weismain und dessen Nachfolgeverein SC Obermain, sowie in der Jugendfördergemeinschaft JFG Kunstadt-Obermain. Nachdem er ein Jahr beim 1. FC Lichtenfels verbrachte, wurde er in die C-Jugend der SpVgg Greuther Fürth aufgenommen. Dort wurde Felix Klaus seit 2006 ausgebildet, für die er 2010 als damals 18-Jähriger auch sein Profi-Debüt in der 2. Bundesliga gab. Nachdem Greuther Fürth 2013 abstieg, wechselte Klaus zum SC Freiburg. Aufgrund eines Muskelfaserisses verpasste er den Saisonstart und sammelte damals noch in der zweiten Mannschaft der Freiburger Spielpraxis. Sein Pflichtspieldebüt sollte erst ein Jahr später stattfinden, als er am 3. Oktober 2014 im zweiten Gruppenspiel der Europa League bei der 0:2-Niederlage gegen den FC Sevilla auflief. Kurz darauf gab er auch in der Bundesliga sein Debüt und entwickelte sich mit zunehmender Zeit immer mehr zum Stammspieler bei den Freiburgern. Insgesamt brachte er es bei de Breisgauern in den vergangenen zwei Spielzeiten auf insgesamt 52 Einsätze  und erzielte dabei sieben Tore.

Nationalmannschaft

Felix Klaus durchläuft seit der U17 die Jugendabteilungen der deutschen Nationalmannschaft.  Sein erstes Spiel für die deutsche U17-Auswahl absolvierte er am 16. Oktober 2008. Damals wurde er in Fulda bei der 1:2-Niederlage gegen die tschechische Auswahl für Kevin Volland in der 70. Minute eingewechselt. Anschließend erzielte er in Hanau beim 5:0  gegen die russische U-17 auch sein erstes von zwei Länderspieltoren. Nachdem ihn U21-Nationaltrainer Horst Hrubesch nominierte, absolvierte er im vergangenen Jahr sein Debüt für die U21-Auswahl. Der gebürtige Osnabrücker gehörte auch zum Kader der deutschen U21-Nationalmannschaft bei der diesjährigen Europameisterschaft in Tschechien, die sich durch den Halbfinal-Einzug auch für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro qualifizierten. Nicht nur deshalb ist auch 96-Trainer Michael Frontzeck begeistert, dass Klaus zu den Niedersachsen wechselt. „Felix besitzt auf den offensiven Außenpositionen das Tempo, das wir suchen, und verfügt nach unserer Bewertung über großes Entwicklungspotenzial“, so Frontzeck. „Nach der langen Saison mit der anschließenden U21-EM soll er sich jetzt im Urlaub erholen. Wir haben gemeinsam vereinbart, dass Felix Klaus bei uns am 16. Juli ins Training einsteigt.“

Personalplanungen noch nicht abgeschlossen

Nachdem sowohl Oliver Sorg und Felix Klaus (beide SC Freiburg), als auch Philipp Tschauner (FC St. Pauli) und Charlison Benschop (Fortuna Düsseldorf) verpflichtet werden konnten, stehen dennoch weitere Namen auf der Einkaufsliste von Hannover 96. Dazu hat auch der Verkauf von Joselu beigetragen, der ab der kommenden Saison für Stoke City in der Premier League aufläuft. Ganze acht Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen in Höhe von zwei Millionen Euro erhielten die Niedersachsen für den Verkauf des Spaniers. Die Roten verkündeten zuletzt, dass sowohl ein Mittelstürmer als auch jeweils ein Spieler für die linke und rechte Außenbahn kommen soll. Durch die Verpflichtung von Felix Klaus ist zumindest die eine Seite abgedeckt. Für die andere Außenbahn ist laut einstimmigen Medienberichten Uffe Bech vom FC Nordsjaelland ein heißer Kandidat. In seiner Heimat soll es kein Geheimnis mehr sein, dass der schnelle Rechtsaußen den nächsten Schritt in seiner Karriere wagen möchte. Zudem scheint ein Wechsel in der kommenden Wechselperiode umso wahrscheinlicher, da sein Vertrag beim dänischen Erstligisten nächstes Jahr ausläuft und Nordsjaelland noch eine Ablöse für den 22-Jährigen kassieren will. Bechs Marktwert wird auf 1,25  Millionen Euro geschätzt. Allerdings soll sein Klub rund zwei Millionen Euro fordern, womit sich die Niedersachsen noch schwer tun.

Stürmersuche gestaltet sich schwierig

Neben Bech ist weiterhin noch ein Mittelstürmer bei den Roten im Gespräch, der ungefähr das Format des abgewanderten Joselus besitzten sollte. Dies gestaltet sich jedoch schwierig, da Brussia Mänchengladbach 96-Kandidat Branimir Hrgota (22) nicht ziehen lassen will, bevor Ersatz da ist. Der schwedische U21-Nationalspieler traf in 30 Spielen für die Fohlen zwölf Mal, aber war eher zweite Wahl in der vergangenen Saison. Außerdem fordern die Gladbacher eine Ablöse von rund vier Millionen Euro. Doch damit nicht genug, sieht 96-Sportdirektor Dirk Dufner ein weiteres Problem und gibt den Engländern dafür die Schuld: „Stürmer werden von vielen Vereinen gesucht. Aber diese Saison ist es unglaublich schwer. Viele Klubs träumen von Angeboten aus England. ‘‘ Ein neuer TV-Deal ist der Grund dafür, dass die englischen Klubs immer höhere Summen bieten und auch stemmen können. Bis zum Beginn der neuen Bundesliga-Saison ist noch Zeit, deswegen ist man auf Seiten der Niedersachsen nicht in großer Panik. Dirk Dufner erklärte: „Es geht nicht in erster Linie darum, schnell zu sein, sondern darum, die richtigen Spieler zu holen.“ Man darf also noch gespannt sein, wie sich das Transfer-Karussell bei den Hannoveranern weiterdreht.


Schlagworte: Borussia Mönchengladbach, Branimir Hrgota, Die Roten, FC Nordsjaelland, Felix Klaus, Hannover, Hannover 96, SC Freiburg, Uffe Bech

Artikelinformationen


Datum: 30. Juni 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Timon Messerschmidt
Korrektur: Marvin Sonnemann


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