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Oldenburgs Handball-Damen arbeiten Defizite auf

Nach der Pleite in Buxtehude stehen für den VfL Oldenburg zwei Heimspiele im Europapokal auf dem Plan. Der Gegner aus Israel ist weitestgehend unbekannt.

Veröffentlicht am 16. September 2016 von

Oldenburg – Am Ende war die Summe der Probleme zu groß, um im niedersächsischen Derby zu punkten. Mit 27:29 unterlagen die Handballerinnen des VfL Oldenburg am ersten Spieltag der Bundesliga beim Buxtehuder SV und offenbarten dabei allerhand Defizite. Diese Mängel möchte Trainer Leszek Krowicki möglichst schnell aus der Welt schaffen und seiner Mannschaft wieder Selbstvertrauen einhauchen. Dafür nutzt der Coach auch das kommende Wochenende mit zwei Europapokalspielen. Gegner im EHF-Pokal wird Bnei Herzliya aus Israel sein. Hin- und Rückspiel werden aufgrund der großen Entfernung der Städte (etwa 4500 Kilometer) ausnahmsweise jeweils in Oldenburg ausgetragen. Die israelische Touristenstadt Herzliya ist circa 100000 Einwohner groß, liegt am Mittelmeer und ist nur wenige Autominuten von Tel Aviv entfernt.

Von Training auf internationalem Niveau könnte man in diesem Zusammenhang sprechen, denn die Kräfteverhältnisse vor den Duellen mit dem international unbekannten Vertreter gehen wohl deutlich auseinander. Wenn am Sonnabend um 19.30 Uhr das Hinspiel angepfiffen wird, sind die Oldenburgerinnen klarer Favorit. Nur wenige Stunden später wird am Sonntagnachmittag (14 Uhr) in der kleinen EWE-Arena ebenfalls das Rückmatch ausgetragen.

Bnei Herzliya als Sparringspartner für den Bundesligisten? So ähnlich darf man es wohl einschätzen, denn tatsächlich sind die VfL-Damen noch ein gutes Stück von ihrem Leistungslimit entfernt und brauchen unstreitig intensive Trainingseinheiten unter Wettkampfbedingungen. Die Palette der Defizite war groß, wie Lesczek Krowicki nach der gleichwohl knappen Niederlage offen einräumte. Konditionell offenbarte der Bundesligist im zunehmenden Spielverlauf ebenso sichtbare Defizite, wie hinsichtlich des konstruktiven Verhaltens miteinander. Vor allem das defensive Spiel war nachhaltig verbesserungswürdig. Immer wieder konnten die Buxtehuderinnen leichte Tore werfen. Zwar zeigte Oldenburg viel Kampfgeist und Moral, kämpfte sich mehrfach ins Spiel zurück, doch letztlich fehlte die Kraft, um Zählbares mitzunehmen.

Wirklich überraschend ist das nicht. Der Kader war in der Vorbereitung selten komplett. Kelly Dulfer weilte bei Olympia in Brasilien und verpasste die ganze Übungszeit mit der Mannschaft. Hinzu kommen große Verletzungssorgen. In Buxtehude waren mit Stefanie Kaiser, Isabelle Jongenelen, Caroline Müller und Angie Geschke vier Spielerinnen angeschlagen.

Immerhin, bis zum nächsten Bundesligaspiel am Mittwoch, 21. September, gegen Meister Thüringer HC können die Oldenburgerinnen noch Kondition aufarbeiten und das Miteinander verfeinern. Da kommt der Europapokal durchaus gelegend. Bnei Herzliya dürfte kaum als Stolperstein taugen. Die Mannschaft aus Israel steht selbst noch nicht im Wettbewerb, das erste Punktspiel ist erst Ende September terminiert.


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Datum: 16. September 2016
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