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Fußball

Over and out

Aron Gunnarsson of Iceland celebrates at the end of the match during the European Championship match Round of 16 between England and Iceland at Allianz Riviera Stadium on June 27, 2016 in Nice, France. (Photo by Manuel Blondeau/Icon Sport)

England verabschiedet sich mit einem Knall aus Europa. Nicht nur der Brexit steht in den Schlagzeilen, jetzt steht die Nationalmannschaft um Roy Hodgson gewaltig unter Druck.

Veröffentlicht am 28. Juni 2016 von

Die Three Lions können den Fluch der K.O. Phase einfach nicht besiegen. Der letzte K.O. Runden Sieg der Engländer liegt nun 20 Jahre zurück. Das vermeintliche Freilos der Isländer hat die Three Lions zurück in die Realität geholt, denn heute schlug der kleine den Großen.

Island dreht auf

Die Partie sollte eine leichte werden für die stark offensiv aufgestellten Engländer. Trainer Roy Hodgson stellte abermals seine Mannschaft um, und wollte das Offensivspiel beleben. Mit gleich drei Stürmern sollte es Island zu tun bekommen und aus der eigenen Hälfte nicht herauskommen. Bereits in der 3. Minute wurde England gefährlich, ein langer Diagonalball überspielte die sonst so starke Abwehrreihe der Isländer und machte den Weg für Raheem Sterling frei. Der schnelle Sterling konnte nur noch durch ein Foulspiel des Isländischen Torwarts Halldorsson gestoppt werden. Die Folge: Elfmeter für England. Und somit ging der Plan der Three Lions früh auf.  Den fälligen Strafstoß verwandelte Wayne Rooney souverän ins untere linke Eck (4.). Doch kurz darauf sollte sich alles in der Partie verändern. Die fulminante Anfangsphase ging weiter. In der 6. Spielminute wurde ein langer Einwurf in den Strafraum der Engländer gebracht, den Arnason verlängerte auf den Freistehenden Sigurdsson. Sigurdsson wurde von den Engländern komplett vergessen und verwandelte zum viel umjubelten 1:1. Das ganze Stadion wurde vom ohrenbetäubenden Jubel beeindruckt. Die Isländischen Fans feierten dieses Tor, als würden sie gerade die Europameisterschaft gewinnen.

England und seine Torhüter

Nachdem der frühe Ausgleich gefallen war, stellte Lagerbäck seine Mannschaft um. Die Isländer stellten mit zwei tief stehenden Viererketten die Engländer vor Probleme. Und somit kamen die Engländer nicht mehr vor das Tor der Isländer und mussten sich mit Distanzschüssen versuchen. In der 15. schoss Alli knapp drüber, anschließend vergab Harry Kane (17.). Die Engländer kamen mit der Umstellung nicht klar und brachten sich immer wieder selbst unter Druck. In der 18. Minute sollte ein teil des Isländischen Märchens näher kommen. Eine sehenswerte Kombination der Isländer gelangte über Sigurdsson und Bödvarsson zu Sigthorsson, der noch zwei Engländer wie Pylonen stehen ließ und aus 14. Metern zum 1:2 traf. Es gab kein halten auf den Rängen und keiner konnte es so wirklich glauben: Island führt gegen England. Doch dieses Tor hätte niemals fallen dürfen. Die Englische Abwehr war zu passiv und Joe Hart krönte dieses Verhalten mit dem Fehlgriff der bisherigen Europameisterschaft. Es dauerte bis zur 28. Spielminute, bis sich die Three Lions wieder fingen und durch Harry Kane zum nächsten Abschluss kam. Anschließend wirkte England Ideenlos und kam nicht mehr vor das Isländische Tor. Wayne Rooney gab Verzweiflungsschüsse ab und die Flügelspieler kamen nicht mehr zum Zug. Somit pfiff Skomina zur Halbzeit in Nizza.

England verzweifelt

Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete. England wechselte zu beginn und tauschte Dier mit Wilshere (49), der nicht mehr als der zuvor schwache Dier bringen sollte. Und die Zuschauer musste bis zur 55. Minute auf die erste Chance warten. Diese kam vom stark aufspielenden Ragnar Sigurdsson der einen Fallrückzieher auf das Englische Tor brachte und aus kurzer Distanz Joe Hart traf. Die Isländer waren dem dritten Tor näher als die Engländer dem Ausgleich. Und die Ideenlosigkeit ging in die nächste Runde. Obwohl Roy Hodgson Jamie Vardy in die Partie brachte (60.), konnten die Engländer nicht überzeugen. In der Folge konnten die Mannen um den mit Fehlpässen glänzenden Wayne Rooney keine große Gefahr mehr ausüben.

Shootingstar soll es richten

In der 85. Spielminute sollte der Englische Shooting-Star Rashford die Partie retten. Er kam für den schwachen Wayne Rooney in die Partie und sollte direkt für Gefahr sorgen. Durch ein Starkes Dribbling holte Rashford direkt eine Ecke heraus, doch diese verpuffte wie bis dahin alle Standards der Engländer. In der Nachspielzeit hatte England die größte Chance der zweiten Halbzeit. Jamie Vardy köpfte einen Isländer an, der den Ball zur Ecke klären konnte (90+3), ansonsten wäre es wohl der späte Ausgleich gewesen.

Dann war Schluss! Während Englands Nationalspieler zu Boden sanken, feierten die Isländer mit ihren Fans im Stadion diesen Historischen Augenblick. Zum ersten mal steht eine Isländische Auswahl bei einer Europameisterschaft im Viertelfinale. Im Viertelfinale trifft die Mannschaft von Trainer Lagerbäck auf den Gastgeber Frankreich. Das spiel wird am 3. Juli um 21 Uhr in Paris ausgetragen.


Schlagworte: EM, England, Fußball, Island, Märchen

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Datum: 28. Juni 2016
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