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Leichtathletik

Paralympic-Star Markus Rehm will zur Weltmeisterschaft

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Markus Rehm hat sich mit einem Rekordsprung den Traum von der Goldmedaille bei den Paralympics in Rio erfüllt. Kurz danach gab er bereits sein nächstes Ziel bekannt. Die Leichtathletik-WM 2017 in London. Das kuriose? Er möchte in direkter Konkurrenz von nichtbehinderten Athleten starten, um zu beweisen, dass sich paralympische Sportler nicht verstecken müssen.

Veröffentlicht am 18. September 2016 von

Eines kann man den gebürtigen Göppinger nicht vorwerfen, mangelnde Zielsetzung. Der 28-Jahre alte Spezialist für Weitsprung und Sprint setzte sich das Ziel in Rio Gold zu holen. Gesagt getan. Doch damit ist es noch nicht genug. Schon kurz nach seinem vergoldeten Erfolg sorgte er für den nächsten Paukenschlag. Die Weltmeisterschaft der Leichtathletik 2017 in London, für nichtbehinderte Athleten wohlgemerkt, ist sein nächstes Ziel. An den sportlichen Fähigkeiten mangelt es ihm dafür nicht, mit seinem Rekordsprung von 8,21 Meter wäre er einige Wochen zuvor bei den Olympischen Spielen fünfter geworden.

Paralympische Athleten zeigen ihr Talent

Immer wieder zeigen die Teilnehmer der Paralympics ihr Können. Immer wieder werden dadurch Diskussionen entfacht, warum manche von ihnen nicht bei den Veranstaltungen für nichtbehinderte Teilnehmen dürfen. Bereits einige Tage vor Rehm’s Triumph schaute die Sportwelt nicht schlecht, als gleich vier paralympische 1500 Meter Läufer die Bestzeit des diesjährigen Siegers der Olympischen Spiele in der gleichen Disziplin unterboten. Jetzt zeigt Rehm, dass auch der paralympische Weitsprung mehr als nur mithalten kann. „Paralympische Athleten müssen sich nicht hinter olympischen Athleten verstecken. Das ist gelungen, und das ist auch die Message dieser Spiele“, sagte Rehm. Der Mann der mit seinen Künsten für Bayer Leverkusen startet, wollte bereits an den olympischen Spielen teilnehmen, jedoch verweigerte der Leichtathletik-Verband IAAF ihm das Startrecht.

Erste Konzepte entstehen

Ob er schlussendlich an der Leichtathletik-WM 2017 teilnehmen darf, wird noch binnen dieses Jahres entschieden. Auch das die Paralympischen- und Olympischen Spiele in naher Zukunft wohl möglich zusammen gelegt werden, scheint gar nicht mehr so unrealistisch. Laut Rehm habe auch der Weltverband bereits erkannt, welches Potential das beherbergt. „Das werden wir schon hinkriegen. Ein Konzept besteht bereits, bei dem paralympische und olympische Athleten gemeinsam an den Start gehen können, auch wenn das vielleicht getrennt gewertet wird“. Weiterhin fügte er an: „Es gehe nicht darum Medaillen zu gewinnen, sondern unseren Sport auf eine breitere Plattform zu stellen und einer größeren Menge zu zeigen, zu was wir imstande sind“.


Schlagworte: London 2017, Markus Rehm, Paralympics 2016, Rekordsprung

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Datum: 18. September 2016
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