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Petkovic muss verletzt aufgeben – Kerber verliert früh

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Andrea Petkovic glänzte in Doha durch beeindruckende Leistungen, ehe sie im Halbfinale verletzt aufgeben musste. Für Angelique Kerber war es das erste WTA-Turnier nach ihrem Sieg bei den Australian Open. Die Nummer zwei der Welt musste jedoch schon im ersten Spiel eine herbe Niederlage einstecken.

Veröffentlicht am 29. Februar 2016 von

(Hannover) Das WTA Turnier in Doha hätte für Angelique Kerber und Andrea Petkovic kaum unterschiedlicher laufen können. Während die Rückkehr Kerbers nach ihrem Gewinn der Australian Open deutlich missglückte, kam Petkovic bis in das Halbfinale. Dort musste die deutsche Nummer zwei aufgrund einer Verletzung aufgeben.

Zuvor bewies die Darmstädterin, in welch guter Form sie sich befand. Sie zog mit drei souveränen Partien und ohne  Satzverlust in das Viertelfinale ein, wo sie auf eine der Favoritinnen, Garbiñe Muguruza aus Spanien, traf. Gegen die Spanierin schaffte Petkovic mit einem 6:1, 5:7, 6:2 den ersten Sieg gegen eine Top-5-Spielerin seit September 2013. Ihre Stärke auf dem Platz zeigte sich vor allem bei den langen Grundlinienduellen, die sie oft für sich entschied. Im dritten Satz konnte Petkovic der Wimbledon-Finalistin zweimal den Aufschlag abnehmen, sodass sie sich entscheidend mit 4:1 absetzte. Somit zog sie erstmals seit April 2015 in das Halbfinale eines WTA-Turniers ein.

Verletzung verhindert Finaleinzug

Auch in das Halbfinale am Freitag gegen Jelena Ostapenko (Lettland) startete Petkovic souverän und hatte beim Stand von 5:1 sogar einen Satzball. Aufgrund einer Blessur im linken Oberschenkel konnte die Darmstädterin jedoch kaum noch laufen und nahm sich nach fünf verlorenen Spielen hintereinander eine Behandlungspause. Aber auch mit einer Bandage waren ihr ihre Beschwerden deutlich anzusehen. Wenig später gab die Deutsche beim Stand von 5:7, 0:1 auf. Einen Tag später gab Petkovic Entwarnung: „Ich habe mir den Oberschenkel gezerrt. Es fühlt sich nicht super schlimm an.“

Für die Topgesetzte in Doha, Angelique Kerber, lief das Turnier weniger erfolgreich. In der ersten Runde hatte sie noch von einem Freilos profitiert, ehe sie bereits ihr Auftaktmatch mit 5:7,1:6 gegen die Chinesin Saisai Zheng verlor. Die fehlende Spielpraxis, 24 Tage nach ihrem ersten Grand-Slam-Sieg, war ihr in der zweiten Runde deutlich anzusehen. In der Partie ließ sie vor allem ihre Spritzigkeit und ihre Power auf dem Court vermissen. Bereits die ersten beiden Aufschlagspiele musste sie an die Nummer 72 der Welt abgeben. Obwohl sie diese Rückstände wieder aufholen konnte, verlor sie den ersten Satz nach einem erneuten Break der Chinesin zum 5:6.

Kerber fühlt sich leer

Nach dem Satzverlust merkte man der deutschen ihre Erschöpfung sichtlich an. Ihre Worte zu ihrem Trainer Torben Beltz in der Pause zeugten nicht von Selbstbewusstsein. „Ich fühle mich sowas von leer.“, sagte die 28-Jährige. Auch im zweiten Satz schien ihr die mentale Frische zu fehlen. Die Linkshänderin fand weiterhin nicht zu ihrem soliden Spiel und machte zu viele leichte Fehler – insgesamt 30 mehr als Zheng. Auf die Frage nach einer Erklärung zu dieser Niederlage meinte die Kielerin: „Ich weiß es nicht. Es war einfach nicht mein Tag.“ Trotzdem wollte sie diesen Misserfolg nicht überbewerten. „Ich werde kein Drama daraus machen.“, betonte Kerber, die nun nach dem Sieg der Australian Open mit höheren Erwartungen zu kämpfen hat.


Schlagworte: Andrea Petkovic, Angelique Kerber, Doha, Qatar Total Open, Tennis, WTA-Tour

Artikelinformationen


Datum: 29. Februar 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Lisa Brautmeier


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