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Poker-WM: Grauenhafter Tag für deutsche Spieler

Fedor Holz

Beim Main Event der alljährlich in Las Vegas stattfindenden World Series of Poker verpassten alle vier verbliebenen deutschen Hoffnungsträger knapp das Finale.

Veröffentlicht am 15. Juli 2015 von

(Hannover) Mit 27, von ehemals 6.420 Spielern ging es gestern in den vorerst letzten Tag des Hauptturniers der diesjährigen Poker-Weltmeisterschaft. $10.000 Antrittsgeld zahlte jeder der Teilnehmer und für die 27 verbliebenen Spieler hatte es sich bereits ordentlich gelohnt: Eine Summe von $262.574 war ihnen allen sicher, doch sie schielten natürlich auf den ersten Platz, der mit sagenhaften $7.680.021 dotiert ist.

Deutsche Prominenz an den Tischen

Unter den letzten 27 Verbliebenen waren auch einige prominente Namen aus Deutschland. Fedor Holz, seines Zeichens aktueller Online-Weltmeister konnte mit seinen 21 Jahren bereits mehrere Millionen Dollar online gewinnen und spielte dieses Jahr unter anderem ein $500.000-Turnier. Damit war er sicherlich die größte Hoffnung aus unseren Breitengraden. Anton Morgenstern, der vor zwei Jahren bei eben diesem Turnier den 20. Rang belegte, und Online-Phänomen Kilian Kramer waren ebenfalls noch mit von der Partie. Bisher noch nicht in Erscheinung getreten war der vierte Deutsche Alexander Turyansky.

Große Hoffnungen schnell zerschlagen

Doch die zu Anfang des Tages so hoffnungsvoll gestarteten Deutschen wurden schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Zuerst erwischte es auf Rang 25 Fedor Holz und kurz darauf auf Rang 22 Anton Morgenstern, der sein Resultat von 2013 damit nicht toppen konnte. Den nächsten Preissprung konnte sich zumindest Kilian Kramer sichern, der mit seinem Ausscheiden auf Platz 18 immerhin $325.034 auf sein Konto überwiesen bekommt.

Was dann folgte war ein harter Kampf. Keiner wollte ausscheiden und damit die sogenannten „November Nine“ , also den Finaltisch mit neun Spielern verpassen, der vier Monate später ausgespielt wird. Zu diesem Zeitpunkt war der wohl größte Star der Szene auch im Turnier, noch: Der Führende der All-Time-Money-List und Team-Pokerstars-Pro Daniel Negreanu musste schließlich auf Platz 11 seinen Hut nehmen. Damit waren noch zehn Spieler im Turnier und mit Alexander Turyansky auch noch der letzte Deutsche. Doch es passte zum Verlauf des ganzen Tages, dass Turyansky ausgerechnet auf dem wohl ärgerlichsten Preisgeldrang bei diesem Turnier ausschied. Er bekam für seinen zehnten Platz zwar immerhin $756.897 gutgeschrieben, die Chance auf das ganz große Geld und mögliche Sponsorenverträge blieben ihm allerdings verwehrt.

Somit wird im November kein Deutscher am Finaltisch des wohl prestigeträchtigsten Pokerurniers weltweit teilnehmen. Eine große Enttäuschung für deutsche Poker-Community, allerdings kann man wohl sicher sein, dass es nicht das letzte Mal war, dass man von einem Erfolg der starken deutschen Poker-Community berichten kann.


Schlagworte: Alexander Tyransky, Anton Morgenstern, Daniel Negreanu, Fedor Holz, Kilian Kramer, Las Vegas, November Nine, Poker, WM

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Datum: 15. Juli 2015
Veröffentlicht von:
Korrektur: Katharina Freise


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