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Polen steht nach Elfmeterschießen im Viertelfinale

schweiz - polen bild

Für beide Mannschaften ist es das erste K.O. Spiel bei einer Europameisterschaft überhaupt. Beide Mannschaften haben in der Gruppenphase kein einziges Spiel verloren. Werden sie eher in die Defensive gehen oder gibt es ein Tor-Feuerwerk?

Veröffentlicht am 26. Juni 2016 von

(Hildesheim) Das erste Achtelfinale der Europameisterschaft 2016 in Frankreich steht an. Der zweite aus der Gruppe A tritt gegen den zweiten aus der Gruppe C an. Die Schweiz trifft in Saint-Étienne auf Polen. Die Polen haben in der Gruppenphase kein einziges Gegentor kassiert, die Schweizer lediglich eins.

Polen aggressiver

Beide Mannschaften spielen eher defensiven Konterfußball, jedoch fängt es mit einer Torchance für die Polen in der ersten Minute an. In der Anfangsphase sind die Polen aufmerksamer in den Zweikämpfen und befinden sich oft in dem Strafraum der Gegner. Die Schweizer müssen noch ins Spiel finden, die Polen hingegen starten temporeich und aggressiv. In der zehnten Minute gibt Dzemaili den ersten Torschuss für die Schweizer ab. Die Schweizer haben in den ersten 15 Minuten schon zwei signifikante Verteidigungsfehler gemacht und die Polen wissen dies auch zu nutzen, können aber keinen vernünftigen Torschuss abgeben. Die meisten Ballkontakte in der ersten Viertelstunde hat Lewandowski, was für das offensive Spiel der Polen spricht. Sie sind am häufigsten über die Außenbahnen der Schweizer Defensive gefährlich. Die Schweizer haben nach einer halben Stunde Spielzeit mehrere gute Möglichkeiten den Führungstreffer zu erzielen, kommen aber zu keinem Abschluss. In der 39. Minute erzielt Błaszczykowski den Führungstreffer für die Polen, nach einer Standardsituation für die Schweizer. Es steht 0:1 für Polen. Damit ist die Konterstrategie der Polen aufgegangen.

Nach einer Minute Nachspielzeit gehen die Polen mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause.

Schweizer müssen nachlegen

Die Schweizer kommen mit einer ganz anderen Motivation aus der Kabine, als in der ersten Halbzeit. Bereits zu Beginn der zweiten Hälfte haben die Schweizer eine große Chance, um den Ausgleichstreffer zu erzielen. Die Schweiz muss seine Defensive öffnen, um den Spielstand zu ändern, dies wiederum ermöglicht mehr Chancen für die Polen. Die Schweizer spielen sich die Räume durch schnelle und kurze Aktionen frei und können so durch die polnische Verteidigung durch kommen. Sie spielen viel flexibler und auch effektiver, dennoch bleiben die Flanken erfolglos. Das Spiel ist brisanter und auch insgesamt temporeicher geworden. Beide Mannschaften versuchen die Angriffe des Gegners zu verhindern und dabei selbst ihre Konter zu verwandeln. In der 73. Minute hält Fabianski einen hervorragenden Freistoß von Rodriguez. In der 78. Minute schießt Seferovic an die Latte der Polen, die Schweizer kommen gegen Ende dem 1:1 immer näher. In der 82. Minute gelingt Shaqiri, durch einen Fallrückzieher, der Ausgleichstreffer für die Schweiz. Ein völlig verdienter Treffer, in den letzten zehn Minuten war es der Ausgleichtreffer nur noch eine Formsache der Schweizer.

Nach etwa 94 gespielten Minuten steht es 1:1 und somit gehen beide Mannschaften in die Verlängerung.

Die Verlängerung

Die Verlängerung beginnt so, wie die zweite Halbzeit aufgehört hat, die Schweiz hat mehr Chancen. Dennoch schonen beide Mannschaften sich am Anfang noch und gehen nicht voll ins Risiko. Die Polen weichen immer wieder auf ihre Flügel aus, damit sie das Spiel ausbreiten können. Trotzdem finden sie nicht richtig ins Spiel. Das Spiel bleibt eine Risikoabwägung, keine der beiden Mannschaften will zu viel riskieren. Die Polen wirken lustlos und schwach, sie warten nur noch darauf, dass sie Bälle der Schweizer verteidigen können. Die erste Hälfte der Verlängerung ist nach 15 torlosen Minuten vorbei.

Nach einer Minute Trinkpause fängt die zweite Hälfte der Verlängerung an. Die Polen fangen aktiver an, als vor der Pause, lassen aber sofort wieder nach. Die Polen stehen sehr tief in ihrer eigenen Hälfte. Die Schweizer sind die klar bessere Mannschaft, sie haben mehr Reserven, haben mehr Mut und machen den Polen Druck. Die Polen sind an dem Punkt angekommen, an dem sie das 1:1 mit Mühe und Not halten können. In der 113. Minute hat Derdyok eine riesen Chance, welche Fabianski zu verhindern weiß. Vier Minuten später hat Derdyok erneut eine riesen Chance, verpatzt aber. Eine Minute vor Schluss hat Piczczek die Chance, um Polen in Führung zu bringen, kann diese aber nicht nutzen. Clattenburg pfeift pünktlich ab und somit gehen die Mannschaften ins Elfmeterschießen.

Das Elfmeterschießen

Nach der Münzwahl steht fest, dass auf das Tor geschossen wird, hinter dem die Fans der Schweiz stehen. Der erste Schuss gehört dem schweizer Kapitän Lichtsteiner. Er verzögert und trifft in die Mitte. 1:0 für die Schweiz. Der erste Torschütze für die Polen ist Robert Lewandowski, dieser setzt den Ball in den rechten Winkel zum 1:1. Als nächstes ist Xhaka dran, dieser haut den Ball mit voller Wucht am linken Pfosten vorbei, somit bleibt es beim 1:1. Milik bringt mit seinem Schuss die Polen in Führung, es steht 2:1. Der dritte Schweizer ist der Torschütze Shaqiri, welcher ebenfalls trifft und somit wieder auf 2:2 ausgleicht. Nun hat Glick die Chance, die Polen erneut in Führung zu bringen. Glick trifft und führt dadurch mit 3:2. Der Verteidiger Schär ist als nächstes für die Schweiz dran und schießt lässig in die rechte Ecke, erneut der Ausgleich. Als vorletzter Schütze tritt Błaszczykowski an, welcher die Polen wieder in Führung bringt. Wenn Rodriguez verschießt, ist Polen sicher im Viertelfinale, wenn er trifft müssen die Polen auch den letzten Ball ins Tor schießen. Rodriguez gleicht auf 4:4 aus. Als letzter Spieler des ersten Achtelfinals in der Europameisterschaft 2016 tritt Krychowiak an. Er trifft unter die Latte und Polen ist im Viertelfinale.

Die Polen sind zum ersten Mal im Viertelfinale einer Europameisterschaft. Über weite Strecken des Spiels konnten sie nicht überzeugen und unterlagen der Schweiz. Die Polen können im Viertelfinale auf Kroatien oder Portugal treffen.


Schlagworte: Achtelfinale, Elfmeterschießen, Europameisterschaft 2016, Frankreich, Polen, Saint-Étienne, Schweiz, Verlängerung, Viertelfinale

Artikelinformationen


Datum: 26. Juni 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Nicole G.


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