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Fußball

Portugal krampft sich ins Halbfinale

Portugal

Auch das zweite K.O. Spiel der Portugiesen geht über die Regelzeit hinaus. Portugal gewinnt dadurch kein Spiel in 90 Minuten bei dieser Europameisterschaft. Ein Viertelfinale das über den Standfußball ausgetragen wurde und mit einem Glücklichen Sieger endete.

Veröffentlicht am 01. Juli 2016 von

Polen ist Hellwach

Die Partie wurde durch den Deutschen Schiedsrichter Felix Brych in Marseille gerade erst angepfiffen, da stand es schon 1:0 für die Polen. Bereits nach zwei Minuten führt die Mannschaft von Adam Nawalka durch ihren Topstürmer Robert Lewandowski. Ein langer Diagonalpass wurde von dem Portugiesen Cedric falsch berechnet und machte den Weg für Grosicki auf den linken Flügel frei. Der schnelle Außenstürmer zog in den Strafraum und bediente Robert Lewandowski mustergültig, sodass er nur noch einschieben brauchte zur 1:0 Führung. Nach dem frühen Treffer mussten beide Mannschaften sich erst einmal neu sortieren. Lange Zeit passierte nichts in der Partie bis zur 13. Spielminute. Krychowiak erkämpfte einen Ball in der Vorwärtsbewegung der Portugiesen und leitete schnell auf seinen Stürmer Milik weiter, der direkt den Abschluss suchte und knapp verfehlte. Eine Symbolische Szene für die Anfangsphase, in der die Polen einfach wacher waren gegenüber den Portugiesen.

Rettet Ronaldo die Portugiesen erneut?

Erst nach 16 Minuten kam die Mannschaft von Fernando Santos ins Spiel. Ein Freistoß von Cristiano Ronaldo aus 35 Metern endete als erste Chance in der Mauer der Polen. Die Portugisische Hoffnung war wie seine Kollegen nicht im Spiel und läuft den Polen hinterher. Denn kurz nach dem Ronaldo Freistoß tauchte Lewandowski wieder vor dem Tor der Portugiesen auf und scheiterte an Patricio. Und auch anschließend lief es bei den Polen besser. Eine Reihe von gefährlichen Kombinationen stellte die Portugiesische Abwehr immer wieder unter Druck, doch das Tor fiel nicht zum bedauern der Polen. Anschließend zog sich Polen zurück und ließ Portugal das Spiel übernehmen. Und dies tat der Mannschaft gut. In der 28. Spielminute wurde Cristiano Ronaldo grenzwertig im Strafraum zu Boden gebracht, doch Brych ließ weiter laufen. Und nur kurze Zeit später bekam der neue 35 Millionen Mann von Bayern München, Renato Sanches den Ball vor dem Tor der Polen und verwandelte überraschend zum 1:1 für die Portugiesen (33.). Ein Tor, dass zu diesem Zeitpunkt nicht zu erwarten war, da Polen dem zweiten Tor dichter war, als Portugal dem Ausgleich. Es wurde für die Polen Zeit wieder mehr zu investieren in das Spiel und dies machten sie auch. In der 37. Spielminute geriet die wackelige Abwehrreihe der Portugiesen wieder unter Druck, eine Doppelchance der Polen konnte in höchster Not vereitelt werden, ehe Cristiano Ronaldo gefoult wurde. Nach der Doppelchance sollte es ruhiger werden auf dem Platz und Felix Brych pfiff zur Halbzeit. Ein starkes und waches Polen blieb nicht am Ball und konnte die frühe Führung nicht ausbauen und fing sich wie so viele Mannschaften vor ihnen den unnötigen Ausgleich.

Der Respekt voreinander wird größer

Die zweite Halbzeit wurde ohne Wechsel angepfiffen und bot dennoch ein anderes Bild als zuvor. Beide Mannschaften standen sich mit mehr Respekt gegenüber und warteten auf Fehler des Gegners. Die wachere Mannschaft schien dieses Mal Portugal zu sein, die zwei Halbchancen nicht nutzen konnten. Erst in der 64. Spielminute kam Portugal durch Cedric, der den großen Fehler zum 1:0 der Polen machte, zu einem gefährlichen Distanzschuss der nur knapp sein Ziel verfehlte. Doch auch die Polen kommen zurück. Eine Flanke von der linken Seite erreicht Milik der den Ball nicht gezielt aufs Tor bringen konnte (68.). Um neuen Schwung ins Spiel zu bringen, wechselt Santos in der 73. Spielminute. Joao Moutinho kam neu ins Spiel und ersetzt den gelb verwarnten Silva, um das Mittelfeld neu zu stabilisieren. Der gelernte Defensive Mittelfeldspieler konnte zuvor nur wenig Trainieren und fiel mit einer Muskelverletzung aus.

Die Schlussphase bricht an

Lange Zeit passierte nichts mehr im Spiel zwischen Polen und Portugal. Doch in der 80. Spielminute konnte Portugal fast durch ein Eigentor in Führung gehen. Eine scharfer Ball auf Cristiano Ronaldo wurde von einem Polnischen Spieler abgefälscht und verfehlte das Tor nur um Millimeter. Eine Szene, die den Polen und den Fans den Atem stocken ließ. Und die Chancen gehen weiter. In der 85. Spielminute wird Ronaldo vor dem Tor freigespielt und vergibt mit einem Luftloch die größte Chance im Zweiten Durchgang. Diese Chancen lässt sich der Superstar von Real Madrid sonst nicht entgehen zum entsetzen der Portugiesischen Fans. Polen rettete sich anschließend in die Verlängerung.

Portugal nimmt das Zepter in die Hand

Die Verlängerung begann mit einer Großchance durch Ronaldo, der eine Flanke im Fünfmeterraum nicht verwerten kann. Ronaldo schien überrascht, dass der Ball zu ihm durchkommt (92.). Die Polen leisteten sich nicht zum ersten mal eine solche Fahrlässigkeit in der Partie. Die Polen kommen kaum noch zur Entlastung oder zu Kontern und werden von den Portugiesen gut unter Kontrolle gehalten. Gelegentliche Distanzschüsse durch Milik sind die Ausnahme in der Offensive der Polen. Dann pfeift Brych bereits zum Seitenwechsel.

Der zweite Durchgang der Verlängerung brachte nicht mehr viel ein. Die Spieler schienen sich auf ein Elfmeterschießen eingestellt zu haben. Höhepunkt war ein Flitzer auf dem Spielfeld, der von einer Horde von Ordnern verfolgt und gestoppt wurde.

Das Glücklicherer Füßchen

Zwischen Polen und Portugal soll das Elfmeterschießen entscheiden. Die Polen die bereits gegen die Schweiz im Elfmeterschießen gewannen, könnten daher im Vorteil sein gegenüber den Portugiesen.

Portugal setzt sich mit 5:3 gegen die Polen durch und steht im Halbfinale der Europameisterschaft in Frankreich. Durch den verschossenen Elfmeter von Kuba hatte das glücklichere Füßchen Quaresma und sichert sich somit das Halbfinale.


Schlagworte: EM, Fußball, Polen, Portugal, Viertelfinale

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Datum: 01. Juli 2016
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