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Prinz Poldi sagt Tschüß

Poldi

Nach Bastian Schweinsteiger ist nun auch Lukas Podolski aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Am Montagvormittag gab der 31-Jährige seine Entscheidung via Facebook bekannt.

Veröffentlicht am 15. August 2016 von

„Ich habe den Bundestrainer gesagt, dass ich ab sofort nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen werden“, gab Podolski über seine Social Media Accounts am Montag bekannt. Weiter schreibt der Offensivspieler von Galatasaray Istanbul: „Ich trete kürzer und widme mich anderen Dingen. Am meisten natürlich meiner Familie. Ich bin sicher, dass sie sich nicht beschweren werden, wenn ich künftig mehr Zeit für sie habe. Und darauf freue ich mich sehr.“ Für Podolski war es jedoch keine einfache Entscheidung, wie er selbst erklärt. Zwar hat der gebürtige Pole bei der Europameisterschaft in diesem Jahr nur noch am Rande eine Rolle gespielt und wurde nur bei dem 3:0 Sieg gegen Slowenien selbst aktiv, jedoch hatte er zuvor bereits 128 Mal im DFB-Dress auf dem Platz gestanden. Hinzu kommen 48 Tore für die National-Elf – eine beeindruckende Zahl.

Der Weltmeistertitel als Krönung
Neben dem Erfolg, die dritt häufigsten Einsätze für die Nationalmannschaft zu haben – häufiger liefen nur Klose (137) und Matthäus (150) im DFB-Dress auf – war der größte Erfolg für Podolski der Weltmeistertitel 2014. „Vom zweijährigen Jungen, der quasi nur mit einem Ball unter dem Arm nach Deutschland kam, zum Weltmeister – das ist mehr, als ich mir erträumen konnte“, schreibt er selbst bei Facebook. Wie emotional  dieser Rücktritt für den 31-Jährigen ist, wird in seinem Text gut deutlich. „Nichts kann mir ersetzen, was mir die Zeit mit dem DFB-Team an Freude, Leidenschaft und Zusammenhalt gegeben hat.“

Immer wieder in der Kritik
Nach der EM hatte Podolski jedoch noch deutlich gezeigt, dass er nicht an einen Rücktritt denke. Und das, obwohl er immer wieder in die Kritik geriet. Vor allem Jogi Löws Nominierung für die Europameisterschaft in diesem Jahr ließ die Kritiker noch einmal laut werden. Podolski  wurde die Rolle des Stimmungsmacher zugesprochen. Die Offensivkraft selbst hatte dazu nur gesagt: „Ich stehe voll im Saft, auch wenn ich eine drei vorne habe. Ich muss mich vor keinem verstecken.“ Nun entschied er sich doch um. Vielleicht hängt sein Umdenken ja auch mit dem zu vorigen Rücktritt von Bastian Schweinsteiger zusammen, der, seit ihrem gemeinsamen Debüt 2004 im DFB-Dress, zu seinem besten Kumpel wurde. Was auch immer ihn zu dieser Entscheidung gebracht hat, fest steht, dass er bei der WM 2018 nicht mehr für die Nationalmannschaft auflaufen wird. Stattdessen nimmt er eine andere Rolle ein: „Ich werde ab jetzt die Daumen drücken – als Großer Fan dieses tollen Teams. Machts gut! Es war mir eine Ehre!“


Schlagworte: Lukas Podolski, Nationalmannschaft, Podolski, Rücktritt

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Datum: 15. August 2016
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