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Rassiges Kampfspiel um die Königsklasse!

(Wolfsburg). Der VfL Wolfsburg sichert sich drei wichtige Punkte, um an den internationalen Plätzen dran zu bleiben. Mit einem 2:1 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach klettern die Wölfe auf den 7. Tabellenplatz hoch. Das Spiel an sich war sehr kampfbetont und hätte auch ein weniger gutes Ende für die Autostädter nehmen können.

Veröffentlicht am 05. März 2016 von

 

Es sind vier Tabellenplätze und fünf Punkte, die die Wolfsburger von den Gladbachern trennten. Eine geringe Distanz für den Kampf um die internationalen Plätze. Die Wölfe gingen nach einem klaren 4:0-Sieg gegen den aktuellen Tabellenletzten Hannover 96 gestärkt in die Partie. Besonders der bis dato im Formtief steckende Andre Schürrle viel positiv im vergangen Spiel auf. Mit seinen drei Toren konnte der Nationalspieler seine Position in der Startelf halten.

Aber auch die Gäste aus Gladbach reisten nach einem 4:0-Sieg gegen Stuttgart am letzten Spieltag mit breiter Brust nach Niedersachsen. Jedoch mussten die Fohlen auf Oscar Wendt verzichten. Der gegen die 96er wegen einer Muskelverletzung ausgewechselt wurde und für ihn rückte Martin Hinteregger in die Anfangsformation. Die Spannung vor dem richtungsentscheidenden Spiel für die Wölfe in der Bundesliga Saison 15/16 war in der Volkswagen Arena greifbar. Beiden Teams war die Anspannung ins Gesicht geschrieben.

Ein erstes Abtasten beider Mannschaften passierte bereits nach drei Minuten, durch Fehler der jeweiligen Defensive. Dabei hatten die Gladbacher noch mit der Chance von Raffael die beste Möglichkeit auf eine frühe Führung. Die starken Anfangsminuten der Gladbacher waren nur von kurzer Dauer, die Wölfe fanden schnell in ihr Spiel und hatten deutlich mehr offensiv Anteile als die Gäste.

Draxler schoss in der 15. Minute das Führungstor für den VfL. Nach der Vorarbeit von Maximilian Arnold kam ein flacher Ball von rechts, Draxler nahm den Ball auf und drehte sich damit um die eigne Achse. Dabei verlor der Ex-Schalker fast das Leder, schoss ihn dann doch noch mit letzter Kraft ins Tornetz. Nur 120 Sekunden später traf der Ex-Gladbacher Max Kruse zum 2:0 für die Wölfe. Kruse bekam den Ball von Arnold und tanzte mit dem Leder den Gladbacher Nico Elvedi aus, dann kam er von der linken Seite zum Schuss traf ins rechte Eck. Der Ball streifte dabei noch den Innenpfosten.

Die Borussia gab sich nicht auf. Raffael erzielte in der 23. Minute den Anschlusstreffer. Auf der linken Seite schlief die Abwehr der Wölfe. Das nutzte Fabian Johnson aus und schickte Raffael in den freien Raum, der blank vor Koen Casteels auftauchte und mit einem Rechtsschuss das Leder im linken Torwinkel versenkte. Die Fohlen ließen sich nicht durch die 2:0 Führung der Gastgeber einschüchtern. Mit kräftigem Offensiv-Fußball hatten Dahoud und Raffael beide noch das 2:2 auf dem Fuß.

Offener Schlagabtausch im Mittelfeld. Beide Teams gingen nun intensiver in die Zweikämpfe, als noch zu Beginn der Partie. Die Fohlen liefen dem Rückstand hinterher und befanden sich in der Pflicht die fünf Minuten Tiefschlaf aus der ersten Hälfte wieder wett zu machen. Aber die Wölfe verteidigten clever und gingen mit einer 2:1-Führung in die Halbzeitpause. Bisher war es eine spannende Partie auf Augenhöhe, bei der sich beide Teams nichts schenkten.

 

Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es einen Wechsel beim VfL: Christian Träsch kam für Vieirinha.

Die Gladbacher knüpften an ihr Powerplay an. Lars Stindl war es, der nach einem langen Hin und Her im Strafraum der Wölfe sich ein Herz nahm und den Ball per Volley auf das Tor zimmerte. Casteels rettete die Wölfe in letzter Sekunde vor dem Ausgleich. Eine der wenigen Nennenswerten Chancen im zweiten Durchgang. Die Devise beider Teams lautete eher auf den Fehler des anderen zu warten, als selbst etwas zu versuchen. Bis zur Mitte der zweiten Halbzeit waren es die Gladbacher, die versuchten noch etwas Zählbares mitzunehmen. Die Wölfe hingegen lauerten auf Konterchancen.

Die Defensiven beider Mannschaften leisteten gute Arbeit und die möglichen Chancen unterbunden sie frühzeitig. Weitestgehend fand die Partie somit im Mittelfeld statt und die Suche nach der Lücke in der Abwehr erwies sich für die Wölfe, wie auch für die Gladbacher, mehr als schwierig. Die Gastgeber setzten die Gladbacher unter Druck, die nun Unkonzentriertheiten zeigten. Genutzt wurden die Unaufmerksamkeiten von Max Kruse, sowie auch Ricardo Rodriguez, die jeweils zum Abschluss kamen. Aber weiterhin ohne Torerfolg. Eins der spärlich gesäten Highlights in der zweiten Halbzeit.

In der 68. Minute wechselten die Gladbacher Mahmoud Dahoud aus und brachten dafür Patrick Hermann. Die Partie spitzte sich langsam zu. Nach einem rüden Foul von Thorgan Hazard an Max Kruse sah dieser die gelbe Karte. Der Schiedsrichter Daniel Siebert versuchte die Partie, die immer rauer wurde, in den Griff zu bekommen. Auch die Wölfe versuchten frischen Wind in die Partie zu bringen. Draxler ging runter und dafür kam Caligiuri.

Auch die Gladbacher reagierten nochmal und nahmen den Gelb-Rot gefährdeten Hazard vom Platz und brachten Hrgota. Insgesamt gab es in der zweiten Halbzeit deutlich weniger Chancen, als in der ersten Hälfte. Beide Mannschaften merkte man die Angst vor einem entscheidenden Fehler an. Letzter Wechsel bei den Mönchengladbachern: Johnson verlies die Partie und Jonas Hofmann kam dafür rein.

Auch die Wölfe wechselten noch ein letztes Mal. Weltmeister Andre Schürrle ging runter und Marcel Schäfer betrat für ihn das Spielfeld. Ein klares Zeichen von Dieter Hecking, der mit Schäfer die Defensiv-Abteilung unterstützte. Ganz im Gegensatz zu den Gladbachern, die jetzt umstellten auf Dreierkette, um den für sie wichtigen Ausgleich vielleicht doch noch zu erzielen. Die Wölfe ließen sich stark in die eigene Hälfte drängen, doch retteten sich immer noch in letzter Konsequenz vor dem Gegentor. Somit endete die Partie mit einem 2:1-Sieg gegen Gladbach.

Auch Chef-Trainer Dieter Hecking war nach dem Spiel mit der Leistung seiner Jungs zufrieden und zugleich realistisch: „ Am Ende war es ein glücklicher Sieg mit einer herausragenden Einzelleistung von Maximilian Arnold.“ Aber auch sein Gegenpol Andre Schubert fand den Fehler im Spiel seiner Fohlen: „ Wir haben unser Spiel heute zu offensiv interpretiert und zwei Stellungsfehler führten zu den Gegentoren.“

Am Dienstag geht es für die Wölfe in der Champions League weiter, dann spielen sie gegen KAA Gent.

 


Schlagworte: Andre Schubert, Borussia Mönchengladbach, Dieter Hecking, Draxler, Fußball, Fußball Bundesliga, Julian Draxler, Max Kruse, Raffael, VfL Wolfsburg

Artikelinformationen


Datum: 05. März 2016
Veröffentlicht von:
Korrektur: Isabel Fröbius


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