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Fußball - La Liga

Real: Benitez entlassen – Zidane übernimmt

Zinedine Zidane übernimmt als Chefcoach bei Real Madrid (Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)

Zinedine Zidane übernimmt mit sofortiger Wirkung den Posten des Chefcoaches bei Real Madrid. Der bisherige Trainer Rafael Benitez ist damit entlassen.

Veröffentlicht am 06. Januar 2016 von

Das 2:2-Unentschieden gegen den FC Valencia brachte das Fass zum überlaufen: Rafael Benitez wurde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden. Dies gaben die Verantwortlichen Real Madrids am Montagabend bekannt.

Kein geringerer als der ehemalige Weltfußballer Zinedine Zidane übernimmt nun bei den Königlichen. Zidane hatte zuvor die 2. Mannschaft der Madrilenen in der 3. spanischen Liga trainiert und war als Spieler (2001-2006) dort selbst aktiv. Außerdem fungierte er unter Carlo Ancelotti bereits als Co-Trainer.

Als Benitez im Sommer als Cheftrainer übernahm schloss sich für ihn ein Kreis: Der 55-Jährige konnte an den Ort zurückkehren wo seine Trainerkarriere im Jahre 1986 begann. Zuerst trainierte er Jugendmannschaften, ehe er 1993 die zweite Mannschaft der Königlichen übernahm. Doch seine Rückkehr in die spanische Hauptstadt war von Anfang an nicht auf Rosen gebettet.

Zwar stimmten die Ergebnisse (11 Siege, 4 Unentschieden, 3 Niederlagen), doch sein defensiv orientierter Fußballstil stieß weder bei den Fans noch bei den Verantwortlichen auf Anklang. Zudem soll er sich angeblich mit gleich mehreren Stars der Madrilen (Cristiano Ronaldo, Toni Kroos, Sergio Ramos) zwischenmenschlich überworfen haben. Hinzu kamen ein Debakel gegen den Erzrivalen FC Barcelona (0:4) und ein schwerwiegender Wechselfehler im Pokal gegen Cadiz. All das genügte Präsident Florentino Perez, um einen Schlussstrich zu ziehen. „Es war eine schwierige Entscheidung, auch für mich persönlich. Rafael ist ein sehr professioneller Trainer und ein fantastischer Mensch“, sagte er unmittelbar nach Bekanntgabe der Entlassung.

Nun soll der Franzose Zidane die Königlichen wieder an die Tabellenspitze führen. „Er ist ohne Zweifel eine der größten Figuren in der Geschichte des Fußballs. Für dich existiert – genauso wenig wie für mich – das Wort ‚unmöglich‘ nicht“, kündigte Perez den dreimaligen Weltfußballer bei der offiziellen Bekanntgabe an.

Zidanes Qualitäten als Fußballer waren ohne Zweifel erhaben. Doch seine Qualitäten als Trainer muss der Welt- und Europameister noch unter Beweis stellen. „Es ist ein wichtiger Tag für mich. Ich werde mein ganzes Herz da reinlegen“, so Zidane. Jetzt hat er auch als Trainer die Möglichkeit die Fußballwelt zum staunen zu bringen.


Schlagworte: Aktuelle Slidermeldung, Carlo Ancelotti, FC Valencia, Florentino Perez, Rafael Benitez, Real Madrid, Toni Kroos, Zinedine Zidane

Artikelinformationen


Datum: 06. Januar 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Fabio Löber
Korrektur: Thomas Fetzer


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