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Rehm und Popow holen Gold in Rio

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Zum Abschluss der Paralympischen Spiele sprangen die beiden deutschen Markus Rehm und Heinrich Popow ihrer Konkurrenz davon. Auch Felix Streng schaffte es auf Podium und sichte sich Bronze.

Veröffentlicht am 19. September 2016 von

Rehm träumt von Wettkämpfen bei Nichtbehinderten

Markus Rehm triumphierte in der Klasse T44 mit fast mehr als einem Meter Abstand vor seinen Konkurrenten. Nach einem ersten schwachen Versuch erreichte Rehm im zweiten Anlauf eine Weite von 8,21 Metern. Sein Erfolg am Samstagabend brachte dem Deutschen Athleten ein ähnlich großes Medieninteresse wie vor Jahren dem Paralympics-Sprinter Oscar Pistorius. Auch Rehm möchte dem Beispiel Pistorius folgen und sich in internationalen Wettkämpfen mit Nichtbehinderten messen. Rehm führe bereit konstruktive Gespräche mit dem Leichtathletik-Weltverband: „Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr in London, dass ich auch bei den Nichtbehinderten springen darf“, so Rehm. Der 28-Jährige weiter: „Wir haben in den Gesprächen gemerkt, dass wir nicht so weit auseinander sind. Es geht mir nicht darum, Medaillen zu gewinnen, sondern einfach um den Wettkampf und darum, den paralympischen Sport noch bekannter zu machen.“ Auch Felix Streng vom deutschen Team verbesserte seine persönliche Bestmarke. Mit 7,13 Meter sprang er 23 Zentimeter weiter und schaffte den Sprung aufs Treppchen.

Popow liefert ab, springt Rekord und beendet seine Karriere

Auch der 33-jährige Deutsche brachte herausragende Leistungen am letzten Tag der paralympischen Spiele 2016. In der Klasse T42 sprang der Routinier gleich 6.70 Meter, was einen neuen paralympischen Rekord bedeutete. Nach diesem Rekord ist für den Springer also Schluss. „Der Wettkampf war extrem anstrengend. Ich bin jetzt 33 Jahre alt und der Nachwuchs versucht jedes Mal, mir in den Arsch zu treten. Die Jungs sind echt stark“, sagte Popow. So auch Landsmann und Trainingskollege Popows, Leon Schäfer. Der 19-jährige erreichte mit seiner persönlichen Bestleistung von 6,06 Metern einen ganz starken vierten Platz. „Er hat viel Potenzial. Ich hoffe sehr, dass er seinen Weg gehen wird“, sagte Popow über seinen 14 Jahre jüngeren Kollegen.

Deutsches Team erreicht Platz Sechs

Nicht nur die Springer um Rehm, Popow, Streng und Schäfer zeigten nochmal ihr besonderes Können. Gesamt holte die deutsche Mannschaft am Abschlusswochenende von Rio dreimal Gold, viermal Silber und einmal Bronze. 57 Medaillen, davon 18 Mal Gold, 25 Mal Silber und 14 Mal Bronze, bringen die Deutschen in der Nationenwertung auf einen guten sechsten Platz. Der deutsche Chef de Mission Karl Quade bilanziert: „Mit diesem sportlichen Abschneiden sind wir sehr zufrieden. Das zeigt, dass wir bei den Paralympics weiter vorn mitspielen.“


Schlagworte: Deustchland, Gold, Paralympics 2016, Paralympische Spiele, Popow, Rehm, Rio De Janeiro, Sprung

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Datum: 19. September 2016
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