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Roman Bürki – die neue Dortmunder Säule im Tor

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So gut das Offensivspiel der Dortmunder bisher zu bewerten ist, so miserabel ist das Abwehrverhalten in vielen Situationen. Doch einer, den viele nach dem ersten Jahr bereits abgeschrieben haben, zeigt seinen Wert für die neue Mannschaft des BVB und lässt viele Kritiker verstummen.

Veröffentlicht am 19. September 2016 von

Ein Sinnbild für das Dortmunder Spiel beim VFL Wolfsburg waren die Szenen nach dem Spiel. Während alle Dortmunder den Sieg zelebrierten nahm BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Dortmunder Keeper in den Arm und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Man kann nur spekulieren, aber eines ist sicher, die Dortmunder konnten sich bei Bürki für diesen Sieg bedanken. Der Schweizer vereitelte gleich mehrere Großchancen der Wolfsburger und lies diese so nie richtig ins Spiel kommen.

In der ersten Saison noch teils von Fehlern heimgesucht, deutete er immer wieder seine Klasse an. Doch Roman Bürki hat sich in seinem ersten Jahr beim BVB deutlich entwickelt und sich an das neue Torwartspiel und das Niveau angepasst. Welchen Wert er für die Mannschaft haben kann zeigte er beim Spiel gegen die Wolfsburger, als er nicht nur im Eins-gegen-Eins gegen Mario Gomez mit einem Starken Reflex, sondern auch Fernschüsse von Ricardo Rodriguez und Maximilian Arnold abwehrte. Seine stärkste Szene jedoch hatte er in der 50. Spielminute, eine Szene in der jeder Wolfsburger bereits zum Jubeln aufsprang und die Dortmunder mitgereisten schon zitterten. Erst hielt er nach einem Querpass den Schuss von Julian Draxler um dann, bereits im Liegen, den Ball noch vor Mario Gomez Füßen zu klären.

„Da habe ich wohl Glück gehabt“

So trocken und bescheiden antwortete der Schweizer auf die Pressefragen nach dem Spiel. Doch Roman Bürki hat momentan mehr als nur Glück in seinen Aktionen. Er arbeitet hart an seiner Entwicklung beim BVB und fügt sich immer besser in das Team ein. „Ich fühle mich besser als im vergangenem Jahr. Wir trainieren nun alle schon länger zusammen und haben uns kennengelernt. Ich bringe mich auch im Training ein und sage, in welchen Bereichen ich mich nicht sicher fühle. Das trainieren wir dann intensiver“, sagt Bürki. Seine bisherige Bilanz von abgewehrten Schüssen bestätigen seine Leistungen. Ganze 88,9 Prozent der Schüsse auf sein Tor konnte der Schweizer bisher abwehren.

Endlich angekommen

Auch Teamkollege und Kapitän Marcel Schmelzer ist voller Lobes für seinen Schlussmann nach dem Spiel. „Roman war heute richtig gut. Er hat viele gute Chancen der Wolfsburger vereitelt und auch sein Aufbauspiel war stark.“ Gerade das Aufbauspiel des Keepers war im letzten Jahr teils hektisch und planlos. Doch die Dortmunder wissen das Spiel des Keepers auch richtig einzuordnen und wollen keine unnötige Euphorie oder Druck auf den Schweizer kommen lassen. „Natürlich war Roman heute außergewöhnlich gut. Man braucht einen guten Torwart gegen Draxler, Gomez und Co. Sonst brauchst du hier erst gar nicht antreten“, sagte Watzke nach dem Spiel. Und der BVB hat nun nach einem Jahr einen Keeper auf dem Niveau den der Verein und die Mannschaft braucht.


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Datum: 19. September 2016
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