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Rosberg im Land des Feuers von Startplatz 1

Quelle: gettyimages

Eine neue Strecke, ein neues Land. Das Qualifying in Aserbaidschan, auf dem Stadtkurs verspricht enge Gassen und unendlich lange Geraden. Für die starken Motoren wie Mercedes und Ferrari eigentlich wie gemalt. Doch ist das noch kein Versprechen für einen guten Startplatz.

Veröffentlicht am 19. Juni 2016 von

Nachdem Hamilton die bisherigen Trainings alle dominieren konnte, hat er Brite in den Qualifikationsläufen immer größere Probleme bekommen. Das Ganze gipfelt dann mit einem Einschlag, nach einer zu eng gefahrenen Kurve. Jubel dagegen im Team-Rosberg. Der deutsche Mercedespilot geht von Position eins ins Rennen. Sebastian Vettel im Ferrari muss sich trotz gleicher Zeit wie Ricciardo, mit Platz vier begnügen. Eine Strafe von Perez wird ihn aber einen Platz nach vorne bringen.
(Hannover) Die freien Trainings haben es gezeigt, diese Strecke wird den Fahrern einiges abverlangen. Viele Verbremser und häufiges Anschlagen an den Wänden werden Programm sein. Die Frage ist nur, wie bringen die Fahrer Zeitenjagd und enge Gassen zusammen unter einen Hut. Im Training noch 1:44Min Zeiten fahrend, wird es im Qualifying erwartungsgemäß schneller zugehen.

Das erste Mal Aserbaidschan

Auf dem neuen Stadtkurs ist noch keiner der aktuellen Fahrer vorher jemals gefahren, dementsprechend gespannt waren die Fahrer auch erste Berührungen mit dem Track zu machen. Im ersten Abschnitt des Qualifying kam es aufgrund der mangelnden Praxis immer wieder zu gelben Flaggen, die den Betrieb störten und das DRS außer Kraft setzten. So auch zum Ende hin, als sowohl Button, Wehrlein und auch Ericsson auf ihren schnellen Runden unterwegs waren. Dementsprechend enttäuscht zeigte sich Pascal Wehrlein auch: „Das Q2 ist definitiv drin gewesen, aber auf der letzten schnellen Runde wurde das komplette DRS ausgeschaltet. Auf den langen Geraden war dann keine Bestzeit mehr möglich.“ Zu den drei gesellten sich noch Wehrleins Teamkollege Haryanto und die Renault von Magnussen und Palmer.

Rosberg fährt Fabelzeit

Nico Rosberg meldet sich mit einer klasse Zeit zurück aus seinem Formtief. Nachdem zuletzt immer Hamilton den Ton angegeben hat, rauscht der Mann mit der Nummer sechs zu einer 1:42.5Min, die schnellste Zeit am gesamten Wochenende. Nachdem sich Hülkenberg einen wilden Dreher geleistet hat und die Runde eigentlich für alle gebremst wird, schafft es Rosberg gerade so aus dem Abschnitt in dem Gelb gezeigt wurde und wuchtet eine super Zeit auf den Asphalt. Sein Kollege mit der 44 leistet sich immer mehr Verbremser und schafft es im letzten Augenblick noch, sich für das Q3 zu qualifizieren. Aus in Q2 hieß es hingegen für die beiden Haas Piloten, Fernando Alonso im McLaren, Nasr, Sainz junior und eben Nico Hülkenberg.

Hamiltons Wochenende nimmt immer tristere Formen an

Auf der Jagd nach Startplatz eins, war es wieder Rosberg der die Benchmark setzt. Nicht ganz so schnell wie noch in Q2, aber mit einer 1:42.758 die deutlich beste Zeit des Abschnitts. Warum diese Zeit trotz keiner Verbesserung reichen sollte, meldete sich Sekunden später an. „I crashed“, gab Hamilton kurze Zeit später im Teamfunk bekannt. Der ärgste und auch einzige Konkurrent um Platz eins, war somit raus. Die Zeit wurde eingefroren, da das Auto mit der 44 die Strecke blockierte. Mit noch knapp zwei Minuten auf der Uhr, war aber noch Zeit eine schnelle Runde anzutreten. Diese Chance nutzte am besten Daniel Ricciardo, der sich weit nach vorn schob. Am Ende lag er zwar mit 1,208 Sekunden hinter Rosberg und Sergio Perez auf Platz drei, doch aufgrund einer Strafe für Perez wird der Australier von Position zwei ins Rennen gehen. Kurios, Vettel fuhr in der letzten Runde die exakt gleiche Zeit wie Ricciardo. Durch das knapp spätere erzielen dieser Zeit aber, wird der Deutsche hinter dem Red Bull Piloten auf der Strecke starten. Hamilton wird nach dem Crash von Position zehn aus ins Rennen gehen.

Vorläufige Startaufstellung (ohne Strafen)

1. Nico Rosberg (1:42.758 Min), 2. Perez (+ 0.757), 3. Ricciardo (+ 1.208), 4. Vettel (+ 1.208), 5. Räikkönen (+ 1.511), 6. Massa (+ 1.725), 7. Kvyat (+ 1.959), 8. Bottas (+ 2.488), 9. Verstappen (+ 2.812), 10. Hamilton (+ 19.196),
11. Grosjean (+ 1.997), 12. Hülkenberg (+ 2.066), 13. Sainz jr. (+ 2.242), 14. Alonso (+ 2.512), 15. Gutierrez (+ 2.591), 16. Nasr (+ 3.290),
17. Haryanto (+ 2.907), 18. Wehrlein (+ 2.992), 19. Button (+ 3.046), 20. Ericsson (+ 3.046), 21. Magnussen (+ 3.590), 22. Palmer (+ 3.636)


Schlagworte: Aserbaidschan Grand Prix 2016, Baku, Crash, Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Poleposition, Qualifying Aserbaidschan

Artikelinformationen


Datum: 19. Juni 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marcel Musielak


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