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Rosberg steigt weiter aus dem Schatten empor ins gleißende Licht

Gettyimages

Die bisherigen Trainingsessions dominierten Rosberg und Hamilton nach belieben. Doch die Konkurrenz kann hoffen, bietet der Kurs in Russland doch eine einmalige Besonderheit. Teams mit Problemen beim Reifenverschleiss dürften sich freuen und können Feuer frei geben. Ein großes Fragezeichen steht aber hinter den Ferraris, wie kommen die Roten mit ihren Zuverlässigkeitsproblemen zurecht.

Veröffentlicht am 01. Mai 2016 von

Nico Rosberg setzt seine beeindruckende Form weiterhin um und bringt seine Gegner reihenweise zur Verzweiflung. Teamkollege Hamilton wird wieder Opfer des Fehlerteufels und startet weit hinter seinem Teamrivalen. Ferrari bekommt zumindest im Qualifying die Konstanz und Zuverlässigkeit in den Griff.
(Hannover). Im ersten Abschnitt des Qualifying sollten sich die Favoriten keine Blöße geben. Mercedes in Form von Hamilton entschied den ersten Teil auch bravurös für sich, mit einer 1:36:006 Min, und verwies seinen Teamkollegen auf den vorerst zweiten Rang. Wie üblich gönnten sich die vorderen Teams zum Ende hin eine Auszeit und ruhten sich auf den herausgefahrenen Zeiten aus. Dies verwunderte aber nicht weiter, war doch die Bestzeit im ersten Abschnitt schon schneller als die Polezeit des Vorjahres. Bei den ausgeschiedenen Wagen handelte es sich jeweils um die beiden Renault, Sauber und Manor.

Keine Taktikkniffe in Q2

Die Mercedes fuhren, entgegen aller anderen Teams, ihre schnellen Runden schon zu Beginn des Q2. Das sonstige Taktieren um die Reifen mit denen morgen gestartet werden muss, entfiel diesmal komplett. Aufgrund der besonderen Charakteristik der Strecke, sehr reifenschonend zu sein, entschieden sich alle Teams durchgängig für den roten supersoft Reifen. Die Abstände der schwächer einzustufenden Teams waren, mit Ende des zweiten Abschnitts, auch nah beieinander. So konnte kein Team sich besonders hervortun für den morgigen Renntag. Den letzten Teil des Qualifying erreichten trotz größter Anstrengungen nur die hochgerateten Teams. Zwei Ausnahmen bildeten Perez im Force India und Verstappen im Toro Rosso.

Probleme bei und mit Hamilton

Gleich zu Beginn des dritten Teils des Qualifying gab es Nachrichten zum Boliden vom Engländer mit der 44. Probleme an der Powerunit meldet die Mercedesbox. Für den Briten war der Kampf um die Pole somit beendet. „Es gab den selben Schaden wie schon beim letzten Mal“, gab ein resignierender Hamilton zu verstehen. Auf die bevorstehende Strafe, wegen des Wechsels der Powerunit, angesprochen gab Hamilton zu verstehen niemals aufzugeben, „ich bin immer ruhig, ich kann auch nichts tun, aber ich werde immer kämpfen“. Zu diesem Zeitpunkt musste der Brite, wegen eines Vergehens auf der Strecke, noch bei den Stewarts vorstellig werden. Der Kampf um die Pole war somit kein echter mehr. Zu überlegen waren die Silbernen in Sochi. So schnappt sich Rosberg in Russland fast kampflos die Position an der Sonne. Vettel, auf Startplatz zwei gelistet, wird aufgrund einer Strafe noch versetzt. Gute Voraussetzungen für den WM-Führenden.

Vorläufiges Qualifyingergebnis (ohne Strafen)

Q3:

1. Rosberg (1:35.417 Min.); 2. Vettel (+ 0.706); 3. Bottas (+ 1.119); 4. Räikkönen (+ 1.246); 5. Massa (+1.599); 6. Ricciardo (+1.708); 7. Perez (+1.795); 8. Kvyat (+2.042); 9. Verstappen (+2.166); 10. Hamilton (keine Wertung)

Q2:
11. Sainz (+2.235); 12. Button (+2.284); 13. Hülkenberg (+2.354); 14. Alonso (+2.390); 15. Grosjean (+2.638); 16. Gutierrez (+2.698)

Q1:
17. Magnussen (+3.497); 18. Palmer (+3.592); 19. Nasr (+3.601); 20. Wehrlein (+3.982); 21. Haryanto (+4.046); 22. Ericsson (+4.102)


Schlagworte: Formel 1, Lewis Hamilton, Mercedes, Nico Rosberg, Qualifying, Russland Grand Prix, Sochi

Artikelinformationen


Datum: 01. Mai 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marcel Musielak


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