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„Black Mamba“ bittet ein letztes Mal zum Tanz

at Staples Center on April 13, 2016 in Los Angeles, California. NOTE TO USER: User expressly acknowledges and agrees that, by downloading and or using this photograph, User is consenting to the terms and conditions of the Getty Images License Agreement.

Kobe Bryant ist der wohl beste Basketballer seiner Generation. Nach 20 rekordreichen Jahren beendet er seine Karriere nun mit einem Spiel, das für den 37-Jährigen wohl kaum besser hätte laufen können. Wir blicken noch einmal zurück auf die Karriere des Ausnahmesportlers.

Veröffentlicht am 15. April 2016 von

(Hannover) Am Donnerstagmorgen (MEZ) beendete der Basketball-Star Kobe Bryant seine Karriere mit einem 101:96 Sieg seiner Los Angeles Lakers gegen Utha Jazz. Bryant machte ein 60 Punkte Spiel und verabschiedete sich mit einem Glanzauftritt von der Basketball-Bühne. Der 37 Jährige US-Amerikaner gilt als bester Basketballer seiner Generation und kann sich stolz mit Basketball-Legenden wie Michael Jordan und Kareem Abdul Jabbar vergleichen. Nur wenige Sportler können eine so erfolgreiche Karriere ihr Eigen nennen.

Über den Draft direkt zum Lieblingsteam

Bryant wurde 1996 an 13. Stelle durch die Charlotte Hornets in die NBA gedraftet. Durch ein Tauschgeschäft zwischen den Hornets und den Los Angeles Lakers wechselte Bryant direkt den Verein. Die Lakers waren seit seiner Kindheit sein Lieblingsverein, so Bryant. Seine Eltern mussten den ersten Vertrag des erst 17-Jährigen Kobe in der NBA unterzeichnen. In seiner Rookie-Saison kam er meist von der Bank. Der Youngstar musste sich zuerst gegen Eddie Jones und Nick Van Exel durchsetzen. Zum damaligen Zeitpunkt war Bryant der jüngste Spieler der je ein NBA-Spiel absolviert hat.

„Triangle offense“

Mit den Lakers holte Kobe Bryant in den Saisons von 1999 bis 2002 dreimal die NBA Meisterschaft. Die Erfolgsserie des Teams lässt sich mit drei Personen erklären: Phil Jackson, Shaquille O’Neal und Kobe Bryant. Jackson übernahm die Lakers ab 1999 als Cheftrainer und erkannte die hohe Qualität seines Shooting Guards trotz einiger Differenzen: „Kobe hört niemandem zu. Ich habe es mit diesem Knaben schwer gehabt.“ Zusammen mit Shaquille O’Neal bildete Bryant eine der erfolgreichsten Kombinationen aller Zeiten. Besser waren nur Scottie Pippen und Micheal Jordan, von den Chicago Bulls, welche von 1989 bis 1998 ebenfalls von Coach Phil Jackson trainiert wurden. Mit seiner „Triangle offense“ Taktik holte Phil Jackson in Chicago und Los Angeles elf NBA Titel.

Zwischen Freund und Feind: Shaquille O’Neal

Auf dem Spielfeld gaben O’Neal und Bryant zwar ein harmonierendes Basketball-Duo ab. Doch selbst während der Jahre, in denen sie für die Lakers drei Titel holten, bahnte sich Ärger zwischen den beiden an. Nach einem knappen Sieg in den Playoffs gegen die Portland Trail Blazers kritisierte O’Neal Bryants Spielstil als zu eigensinnig und daher schädlich für das Team. Kobe verhielt sich aggressiv und kündigte an, sich O’Neals Kommentare nicht gefallen zu lassen. Das ganze Jahr über zankten sich die beiden, wobei es vor allem um Bryants Ego auf dem Feld und um O’Neals fragwürdige Teamleaderqualitäten ging. Der Höhepunkt wurde nach der Finalniederlage gegen die Detroit Pistons 2004 erreicht. O’Neal wurde auf eigenen Wunsch nach Miami verkauft, wo er ein neues Duo mit Dwyane Wade bildete.

Sein letztes Spiel

Der Abend war allein Kobe Bryant gewidmet. Viele seiner ehemaligen Weggefährten, darunter auch Shaquille O’Neal, waren anwesend um ihren Respekt zu zollen. „Ich bin richtig aufgeregt und glücklich“, sagte Bryant vor seinem 1346. NBA Auftritt. Durch seine 60 erzielten Punkte stellte er einen neuen Rekord auf, als ältester Spieler der je die 60 Punkte-Marke geknackt hat. Bryant kann nach 20 Jahren als Profi-Basketballer auf zahlreiche Rekorde und Erfolge zurückblicken. Er wurde insgesamt fünfmal NBA Champion, wurde 18-mal in das NBA Allstarteam gewählt und einmal zum MVP in der Saison 07/08. Mit seiner Aussage „Meiner Meinung nach ist Kobe Bryant der beste Spieler der Liga“ erhielt Bryant die größte Ehrung von Michael Jordan höchstpersönlich. Eins ist klar: Der Basketball und seine Fans werden Kobe Bryant vermissen!


Schlagworte: Black Mamba, Kobe Bryant, mambaday, Michael Jordan, NBA, Phil Jackson, Scottie Pippen, Shaquille O'Neal, Triangle offense

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Datum: 15. April 2016
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