Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Fußball

Saisonaus für Pechvogel Gündogan

522695474

Der Mittelfeldregisseur von Borussia Dortmund, Ilkay Gündogan, hat sich am Dienstag im Mannschaftstraining am Knie verletzt. Freitag wurde die Annahme bestätigt: Ausgerenkte Kniescheibe lautete die Diagnose. Damit fällt Gündogan nicht nur im DFB-Pokalfinale, sondern auch bei der Europameisterschaft in Frankreich aus.

Veröffentlicht am 07. Mai 2016 von

Der 25-Jährige Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund hat sich am Dienstag im Mannschaftstraining die Kniescheibe ausgerenkt. Am Freitag wurde die Patellaluxation bestätigt, wobei mit dieser Verletzung massive Schäden am Bandapparat einhergehen können. Diese Verletzung bedeutet nicht nur den Ausfall des Spielers für die letzten zwei Bundesligapartien gegen Eintracht Frankfurt und den 1. FC Köln in der Bundesligasaison 2015/16, sondern auch den Ausfall für das DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München im Berliner Olympiastadion. Doch auch die deutsche Nationalmannschaft wird bei der diesjährigen Europameisterschaft in Frankreich erneut auf Gündogan  verzichten müssen, wie schon zuvor bei der WM 2014. Damals lautete die Diagnose zuerst Stauchung der Wirbelsäule, dann Überlastungsreaktion im Lendenwirbelbereich. Sein Comeback gab er erst nach 403 Tagen.

19 Tage vor dem DFB-Pokalfinale wirft Gündogans Verletzung Fragen zur Ursache auf, da sich der Spieler laut Sky ohne Fremdeinwirkung beim Basketballspielen vor dem Training verletzt haben soll. Verletzungen können entstehen in dem sich der Spieler entweder falsch aufwärmt oder abkühlt. Diese Fehler entstehen im sogenannten Warm Up oder im Cool Down Bereich. Des Weiteren können falsches Training, nicht ausreichend ausgeheilte Verletzungen, wofür die Spieler vom FC Bayern München, Thiago Alcantara oder Arjen Robben Paradebeispiele sind, zu solchen Verletzungen kurz vorm Saisonende führen. Eine weitere Möglichkeit für die Verletzung könnte eine zu geringe Regenerationsphase sein, die zu einer Überbelastung oder Müdigkeit führen kann. Doch auch koordinative oder psychische Schwächen sowie äußere Einflüsse können solche Verletzungen hervorrufen. Dabei wird zwischen verschieden Verletzungsarten unterschieden. Diese Arten unterscheiden sich in zwei Hauptgruppen, den akuten Verletzungen und den chronischen Verletzungen. Prellungen, Verstauchungen, Knochenbrüche, Verrenkungen und Verletzungen von Sehnen und Bändern gehören zu den akuten Verletzungen. Chronische Verletzungen entwickeln sich häufig als Folge von mangelhaft geheilten, akuten Verletzungen oder Überbeanspruchung des Gewebes. Sportverletzungen werden als solche deklariert, wenn sie bei der Ausübung eines Leistungs- oder Freizeitsportes passieren. Jede Sportart verfügt demnach über Verletzungen, die für ihre Sportart typisch sind. In Gündogans Fall handelt es sich wohl um eine akute traumatische Luxation, da er eine Verletzung dieser Art zuvor noch nicht aufweisen konnte und er sich wohl unglücklich beim Basketballspielen verdreht hat. Dabei bewegen sich Oberschenkel und Schienbein in verschiedene Richtungen und verursachen die Luxation (Verrenkung der Kniescheibe).

Eine einfache Reposition der Kniescheibe, sprich das Zurückbringen des Knochens in seine ursprüngliche, physiologische Lage wird in diesem Falle wohl nicht ausreichen. Das Fußballmagazin Kicker berichtet, dass Fachleute eine Operation bei Gündogans jüngster Verletzung unumgänglich sehen und somit wird vermutet, dass er drei bis fünf  Monate aussetzen muss. Als sich der 25-Jährige BVB-Spieler 2013 die mysteriöse Rückenverletzung zuzog, musste er über ein Jahr pausieren, erst nach einer erfolgreichen Operation im Sommer 2014 wurden Gerüchte um ein mögliches Karriereende durch Sportinvalidität beiseitegelegt. Wie es für Gündogan nach einer möglichen OP mit anschließender Reha sportlich weitergeht ist unklar. Vor seiner Verletzung wollte Manchester City Gündogan nach England lotsen. Der BVB wäre bereit gewesen ihn ziehen zu lassen, da sein Vertrag in einem Jahr ausläuft und die Borussen noch eine Ablöse für ihren Spieler generieren wollen. Jedoch sinkt durch das Verletzungspech des Mittelfeldspielers  sowohl sein Marktwert als auch das Interesse der Engländer an ihm. Borussia Dortmund würde ihn nur halten, wenn er einen langfristigen Vertrag unterschreibt. Klar ist, dass Gündogan erneut eine schwere Leidenszeit durchlebt und wichtige Entscheidungen treffen muss, wobei er nicht mehr alle Fäden in der eigenen Hand hat.

 

Autoren: Louis Lambert und Timon Messerschmidt

 


Schlagworte: Borussia Dortmund, BVB, Ilkay Gündogan, Verletzung

Artikelinformationen


Datum: 07. Mai 2016
Veröffentlicht von:


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi