Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Sport aus aller Welt

Savchenko und Massot küren WM mit Bronzemedaille

Quelle (gettyimages)
Fotografin (Maddie Meyer)

Aljona Savchenko und Bruno Massot haben es geschafft! Nach Partnerwechsel, Problemen mit der Starterlaubnis und Zoff zwischen den Verbänden, findet sich das Paar nun in der Weltelite wieder und feiert ein gelungenes WM-Debüt.

Veröffentlicht am 03. April 2016 von

(Hannover) Erste gemeinsame WM, erster Podestplatz – Eine Bilanz, die sich durchaus sehen lassen kann. Dank solider Leistungen in Kurzprogramm und Kür, sichert sich das deutsch-französische Paar einen Platz unter den ersten Drei. Dabei profitierten sie vor Allem von den Fehlern der Top-Favoriten.

So sehen Gewinner aus: Bei der Siegerehrung strahlen Aljona Savchenko und Bruno Massot um die Wette. Am Samstagabend (MESZ) sicherte sich das Paar überraschend die Bronzemedaille bei der Eiskunstlauf-WM in Boston. Nach dem Kurzprogramm lag das Paar auf dem vierten Rang, konnte sich jedoch in der darauffolgenden Kür um einen Platz verbessen. Die Überraschung: Mit 216.17 Punkten überholten sie die russischen Olympiasieger von Sotschi. Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow patzen in ihrer Kür mehrfach, landeten am Ende nur auf Rang Sechs.

Solide Leistung mit kleinen Makeln

„Wir haben gekämpft, aber es war nicht unser bestes Kurzprogramm“, erklärte Savchenko nach dem ersten Teil der Vorstellung selbstkritisch. Mit der Startnummer Zehn, stellte das Paar zu der Musik des „Cirque du Soleil“ eine gefühlvolle Choreografie auf die Beine, leistete sich nur kleine Fehler. Die Freude über die Rückkehr auf die Weltbühne war überwältigend: „Wir haben gefühlt, wie das Publikum hinter uns stand. Es ist einfach ein unglaubliches Gefühl, wieder zurück zu sein“. Eine gute Platzierung auf Rang Vier war die Belohnung vor der entscheidenden Kür am Samstagabend.
Entsprechend der Leistung am Vortag, verlief auch die anschließende Kür. Kleine Defizite, wie verkürzte Drehungen, zeigten, dass es zur Perfektion noch ein weiter Weg ist. Dennoch überzeugte das Paar mit spektakulären Hebefiguren und Würfen sowohl das Publikum, als auch die Jury. Der verdiente, wenn auch überraschende, dritte Platz, war somit Belohnung einer langen Aufbauphase. Die glücklichen Gewinner der WM waren die Kanadier Meagan Duhamel und Eric Radford, gefolgt von den Chinesen Wenjing Sui/Cong Han auf Platz Zwei.

Probleme mit dem Partner

Besonders vor dem Hintergrund, dass das Paar erst seit November vergangenen Jahres zusammen starten darf, ist diese Leistung zu bewundern. Im Jahr 2014 trennte sich die geborene Ukrainerin von ihrem langjährigen Partner Robin Szolkowy. Zwölf Jahre lang hat das Paar zusammen Wettkämpfe bestritten. Sie gewannen im Jahr 2004 auf Anhieb die deutschen Meisterschaften, erreichten in den Folgejahren Bestleistungen von 227,03 Punkten. Gemeinsam wurden sie fünfmal Welt- und viermal Europameister. Doch Szolkowy suchte neue Herausforderungen, hatte Probleme mit seiner Fitness. „Mein Körper sendet klare Signale. Mit der Schnellkraft und den Sprüngen tue ich mich schwerer als noch vor ein paar Jahren.“ Er beendet daraufhin seine Karriere, trainierte fortan die russische Eislaufelite.
Savchenko fand in dem Franzosen Bruno Massot einen neuen Partner auf sportlicher Ebene. Die Einbürgerung und Starterlaubnis seitens der Verbände stellte das Paar lange vor Probleme. Savchenko musste daraufhin eine Zwangspause einlegen. Im November 2015 erfolgte letztendlich die Freigabe vom französischen Eissportverband.

Krisenzeiten überwunden

Nach den genannten anfänglichen Schwierigkeiten gewann das Paar die Goldmedaille bei den Deutschen Meisterschaften; lief bei den Europameisterschaften auf Rang Zwei. Und auch bei der diesjährigen Weltmeisterschaft setzt sich der Aufwärtstrend fort. Bei solchen Leistungen bleibt zu hoffen, dass sich das Paar in naher Zukunft in der Weltspitze etablieren kann.


Schlagworte: Aljona Savchenko, Bronzemedaille, Bruno Massot, Eiskunstlauf WM, Kür, Kurzprogramm, Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow, WM-Premiere

Artikelinformationen


Datum: 03. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marie-Sophie Zieseniß


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi