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SC Magdeburg kann sich mit knappen Sieg gegen Wetzlar behaupten

Starke Magdeburger Defensive lässt die Offensive von Wetzlar nur selten zum Abschluss kommen

(Hannover) Der SC Magdeburg hat sich in die obere Tabellenhälfte vorgearbeitet. Nach einem umkämpften 30:26-Erfolg über die HSG Wetzlar rückte der Deutsche Pokalsieger auf Rang neun vor, die Mittelhessen hingegen rangierten mit 4:8 Punkten auf Platz 13. Michael Damgaard (10) und Robert Weber (8/6) waren die erfolgreichsten Torschützen für die Hausherren, bei Wetzlar trafen Philipp

Veröffentlicht am 29. September 2016 von

(Hannover) Der SC Magdeburg hat sich in die obere Tabellenhälfte vorgearbeitet. Nach einem umkämpften 30:26-Erfolg über die HSG Wetzlar rückte der Deutsche Pokalsieger auf Rang neun vor, die Mittelhessen hingegen rangierten mit 4:8 Punkten auf Platz 13. Michael Damgaard (10) und Robert Weber (8/6) waren die erfolgreichsten Torschützen für die Hausherren, bei Wetzlar trafen Philipp Weber (7/3) und Jannik Kohlbacher (6) am häufigsten.

Starker Torwart aus Wetzlar hält die Mannschaft lange im Spiel

Den ersten Akzent konnte der SCM in Person von Michael Damgaard setzen. Mit einem kraftvollen Wurf aus dem Rückraum konnte man den ersten Treffer in der heimischen Halle feiern. Doch auf der Gegenseite war aber Evars Klesniks von halbrechter Position, der sofort den Ausgleich erzielte. Nach einer starken Parade von Benjamin Buric war Philipp Weber gegen seinen Ex-Verein mit dem 1:2 in der dritten Minute zur Stelle.

Der bosnische Keeper, der bei der HSG Wetzlar unter Vertrag steht, sorgte auch in den Folgeminuten dafür, dass die Mittelhessen den Spielstand vorlegen konnten und die Schwäche in der Offensive nicht ins Gewicht fiel. Magdeburg hingegen stellte die stabilere und aggressivere Deckung – allerdings auch auf Kosten vieler Zeitstrafen. Auch Dario Quensted konnte sich auszeichnen und so Damgaards zwischenzeitlichen Führungstreffer zum 8:7 in der 21. Minute ermöglichen.

Es blieb aber ein Duell auf Augenhöhe, in dem Nuancen den Ausschlag geben konnten. Kohlbacher war am Magdeburger Kreis kaum zu bändigen, zudem traf der Europameister noch aus der Ferne ins verwaiste SCM-Gehäuse, als Quenstedt aufgrund einer Lemke-Zeitstrafe vom Parkett gegangen war.

Glück hatte Finn Lemke, als er bei seinem kraftvollen Wurf im Gegenstoß mit Hilfe des Innenpfostens zum 13:11 traf. Gedankenschnell reagierte Philipp Weber, als er nach einem Ballverlust der Wetzlarer den schnellen Konter unterband und selbst zum 14:13-Halbzeitstand noch treffen konnte.

SC Magdeburg am Ende mit mehr Glück

Mit einem kraftvollem Wurf aus dem rechten Rückraum zum Ausgleichstreffer eröffnete Vladan Lipovina nach knapp drei Minuten den Torreigen in Halbzeit zwei. Doch Magdeburg kriegte insgesamt das Spiel nun unter Kontrolle. Zum einen, weil das Wetzlarer Angriffsspiel zu sehr auf die Anspiele für Kohlbacher ausgelegt war, zum anderen aber, da nun auch die Impulse durch Benjamin Buric fehlten. Zeljko Musa sollte beim 20:17 in der 42. Minute erstmals auf drei Tore stellen und Grafenhorst wenig später beim ersten richtigen Gegenstoß gar auf vier Treffer erhöhen.

Doch die Mannschaft aus Hessen gab sich noch nicht geschlagen, nutzte eine Zeitstrafe gegen Grafenhorst konsequent aus und Björnsen schaffte mit dem Wurf ins leere Tor den Anschluss und wenig später sollten die Mittelhessen eine Strafe gegen Musa durch Klesniks Wurf ins verwaiste Gehäuse zum 23:23 in der 53.Minute nutzen.

Die Auszeit von Magdeburg Trainer Bennet Wiegert sollte also noch mal Spannung für die letzten neun Minuten bringen. In der kurzen Ansprache stellte er die Abwehr so ein, dass der Fokus auf dem Wetzlarer Stefan Kneer liegen sollte. Im nächsten Angriff sollte der starke Damgaard mit einem Gewaltwurf unter Passivwarnzeichen seine Farben vorne halten und wenig später war dann Grafenhorst erneut im Gegenstoß zur Stelle. Doch es war vor allem Damgaard, der nun heiß gelaufen war und nicht zu stoppen war. Auch den schönsten Treffer der Partie, ein Kempatreffer von Robert Weber zum 28:25 bereitete der Olympiasieger aus Dänemark vor.

Daraufhin nahm Wetzlar-Coach Kai Wandschneider noch einmal eine Auszeit und ging auf volles Risiko. Kohlbacher konnte auf zwei verkürzen und holte noch eine Zeitstrafe gegen van Olphen heraus. Defensiv wollten die Mittelhessen nun mit einer 4:2-Formation die Räume von Bezjak und Damgaard einengen und so den SC Magdeburg ins Zeitspiel bringen. Doch durch eine erneute Magdeburger Auszeit konnten die Sachsen ordentlich Zeit von der Uhr nehmen und so konnte der überaus starke Damgaard seine überragende Leistung in der letzten Sekunde noch mit dem finalen Treffer zum 30:26-Endstand krönen.


Schlagworte: DKB Handball Bundesliga, Handball, HSG Wetzlar, SC Magdeburg

Artikelinformationen


Datum: 29. September 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Tommy Lee Kahmann


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