Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Sport aus aller Welt

Schock für amerikanische Top-Athleten – Hackergruppe veröffentlicht Dopingtests

576858906

Laut einer russischen Hacker-Gruppe, soll die Welt-Anti-Doping-Agentur, kurz WADA, die Benutzung von verbotenen Mitteln und Substanzen für Athleten aus den USA genehmigt haben, um deren Erfolgschancen bei den Olympischen Spielen in Rio zu steigern. In den veröffentlichten Dopingakten sind sogar weltbekannte Namen wie Serena und Venus Williams enthalten, sowie der olympische Superstar Simone Biles.

Veröffentlicht am 14. September 2016 von

Der Hackerangriff wurde am Dienstag den 14.09.2016 offiziell von der WADA bestätigt. Auch der Name der anonymen Hackergruppierung konnte zeitnah festgestellt werden. „Fancy Bears“, eine Bezeichnung die in der dementsprechenden Szene durchaus nicht unbekannt ist.

IOC weist Betrug zurück

Der Vorfall wurde sofort von dem Internationalen Olympischen Komitee scharf verurteilt. Die medizinischen Ausnahmegenehmigungen würden den Ruf vieler Sportler schädigen: „Das IOC kann bestätigen, dass die Athleten bei den Olympischen Spielen kein Dopingvergehen begangen haben.“ Sie hätten zwar Substanzen zu sich genommen, die auf der Dopingliste stehen, sich dafür aber ausnahmslos die notwendigen Ausnahmegenehmigungen geholt. Simone Biles habe sich zum Beispiel ein Mittel besorgt, um gegen ihr Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom anzugehen. Auch bei Serena Williams soll es kein stark Leistungssteigerndes Mittel gewesen sein, sondern ein Cortison-Mittel zur Bekämpfung von Entzündungen.

Bereits der zweite Angriff

Bereits im August gab es einen ähnlichen Vorfall. Damals wurde der WADA-Account von Julia Stepanowa gehackt. Stepanowa gilt als Whistleblowerin, sie bestätigte das systematische Doping der russischen Athleten, was schlussendlich zur Suspendierung der gesamten russischen Leichtathletik-Föderation für die Olympischen Spiele 2016 führte. Ein Hackerangriff auf den WADA-Account könnte den Wohnort des Athleten und Athletin preisgeben. Im Fall von Stepanowa ist dies kein leichtes Vergehen, da sie sich nach der Veröffentlichung von Russlands Doping mit ihrem Mann in die USA absetzte und dort an einem geheimen Ort lebt.

Russlands Regierung trägt keine Schuld

Der Hackerangriff soll zwar aus Russland gekommen sein, allerdings weist die Regierung jegliche Schuld von sich zurück: „Wir können ohne zu zögern eine Beteiligung der russischen Regierung, oder eines russischen Geheimdienstes ausschließen“, stellte der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow klar. „Fancy Bears“ drohte bereits in naher Zukunft weitere Ausnahmegenehmigungen von Athleten auf ihrer Internetseite fancybear.net zu veröffentlichen.


Schlagworte: Doping, Fancy Bears, Hackerangriff, WADA

Artikelinformationen


Datum: 14. September 2016
Veröffentlicht von:


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi