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Sensation im DFB-Pokal der Frauen: SC Sand verhindert Traumfinale

SC Sand

Die Finalteilnehmer im DFB-Pokal stehen fest. Dabei kam es im Halbfinale zu einer großen Überraschung. Der SC Sand warf Bayern München aus dem Wettbewerb und trifft nun auf Titelverteidiger Wolfsburg.

Veröffentlicht am 03. April 2016 von

(Hannover) Vor Beginn der beiden Partien im Halbfinale des DFB-Pokals, hätte wohl niemand daran gezweifelt, dass die Finalteilnehmer FC Bayern München und VfL Wolfsburg heißen würden. Doch das ersehnte Traumfinale wurde durch den SC Sand verhindert. Der Sportclub drehte die Partie gegen die Münchnerinnen und steht erstmals im Finale des DFB-Pokals.

Die Spielerinnen des SC Sand bilden ohne Zweifel die Überraschungsmannschaft der Saison. In der Frauenbundesliga stehen die Fußballerinnen derzeit auf Rang vier und nun winkt der Titel im DFB-Pokal. Der SC Sand sorgte für die Sensation im Halbfinale, als die Spielerinnen mit 2:1 gegen den deutschen Meister und haushohen Favoriten Bayern München gewannen. Für die Münchnerinnen war es die erste Pflichtspielniederlage seit dem 21. Dezember 2014, als sie dem 1. FFC Frankfurt im DFB-Pokal-Viertelfinale mit 1:3  unterlagen.

Die Bayern verspielen die Führung

Zu Beginn sahen die Zuschauer ein recht zähes Spiel, in dem keine der Mannschaften die entscheidende Lücke fand. Den größten Aufreger bat ein nicht gegebener Handelfmeter für den SC Sand. Defensiv standen beide Halbfinalisten sehr sicher, bis zum Führungstreffer der Münchnerinnen. Nationalspielerin Melanie Leupolz eroberte den Ball im Mittelfeld und spielte einen weiten Ball auf Miedema. Diese spielte Torhüterin Kober aus und traf in der 35. Minute zur Führung. Doch nach der Pause spielte Behringer einen Fehlpass, den der SC Sand zum Kontern nutzte. Van Bonn passte auf Damnjanovic, die den Ball mit Ruhe ins Netz schob. Der Ausgleich war ein Wirkungstreffer. Die Bayern fanden zunächst nicht zurück in die Partie. Erst in der 78. Minute hatte Leonie Maier die erste gute Chance der zweiten Hälfte, scheiterte jedoch an Kober. Die Gastgeberinnen hatten mehr Glück. Burger flankte den Ball in den Strafraum, der Ball wurde zur Strafraumgrenze abgewehrt, an der van Bonn zum Schuss kam. Der Aufsetzer sprang an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Damit steht der SC Sand erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale.

Wolfsburgerinnen geben sich keine Blöße

Das zweite Halbfinale war eine Partie mit sehr wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Die erste wurde vom VfL Wolfsburg jedoch sofort genutzt. Schon in der fünften Minute brachte Alexandra Popp die Favoritinnen per Kopfballtor in Führung. Danach musste der Tabellenzweite kaum etwas investieren, um in Führung zu bleiben, da Freiburg viel zu passiv spielte. Der VfL verwaltete die knappe Führung, ehe die Spielerinnen in der Schlussviertelstunde wieder mehr Druck ausübten. Das 2:0 fiel nach einer Kopfball-Ablage von Popp, als Peter aus kurzer Distanz nur noch den Ball über die Linie schieben musste (77.). Den Freiburgerinnen gelang noch, in Person von Selina Wagner, der Anschlusstreffer (89.). Dieser kam jedoch zu spät, so dass die Titelverteidigerinnen aus Wolfsburg erneut in das Finale einzogen. Dieses wird am 21. Mai in Köln ausgetragen.


Schlagworte: DFB-Pokal, FC Bayern München, Frauenfußball, Halbfinale, SC Freiburg, SC Sand, VfL Wolfsburg

Artikelinformationen


Datum: 03. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Lisa Brautmeier


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