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Fußball - U19-EM - Spielbericht

Spanien besiegt Russland im U19-EM-Finale

Spanien siegt nach starker Leistung im U19-EM-Finale gegen Russland und holt zum siebten Mal den Titel.

Veröffentlicht am 20. Juli 2015 von

Am Sonntag, dem 19. Juli, trafen die U19-Nationalmannschaften von Spanien und Russland im EM-Finale der Nachwuchsteams aufeinander. Auf Grund technischer Probleme ertönten im griechischen Katerini keine Nationalhymnen und Schiedsrichter Anthony Taylor pfiff die Partie pünktlich um 20:00 Uhr an.

Von Beginn an nahmen die favorisierten Spanier das Spiel in die Hand und hatten deutlich mehr Ballbesitz als die Russen. In der 10. Minute musste der russische Schlussmann Anton Mitryushkin bereits zum ersten Mal entscheidend eingreifen und klärte einen Distanzschuss von Pedraza Alfonso zur Ecke, welche durch eine einstudierte Variante gefährlich vor das Tor gebracht wurde.

Nur wenige Minuten später führte die nächste Ecke der Spanier zu großen Diskussionen. Keeper Mitryushkin parierte nach einem Kopfball von Mikel Merino zwei Mal auf der Linie woraufhin die Spanier das Tor forderten. Die Fernsehbilder gaben keine klare Antwort auf die Frage, ob der Ball mit vollem Umfang im Tor war, oder nicht. Torlinientechnologie wurde in diesem Nachwuchsturnier nicht eingesetzt.

In der 22. Minute erneut Pech für die Spanier: Borja Mayoral, aus der zweiten Mannschaft von Real Madrid, schoss nach einer Ecke den Ball aus der Drehung an die Unterlatte und der Ball sprang von der Linie (diesmal eindeutig) wieder ins Feld. Torwart Mitryushkin hätte keine Chance gehabt.

Nach den ersten 25 Minuten, als es bei Temperaturen von über 30° eine Trinkpause gab, hätten sich die Spanier mit 60% Ballbesitz und 11 zu 1 Torversuchen längst die Führung verdient gehabt.

In der 38. Minute dann das überfällige 1:0 für Spanien. Zunächst konnte Mitryushkin noch den Schuss von Marco Asensio, der Anfang des Monats für 3,5 Millionen € von Mallorca zu Real Madrid wechselte, an die Latte lenken, doch der Ball prallte zurück zum freistehenden Mayoral, der problemlos einköpfen konnte.

Nach den ersten 45 Minuten, zuzüglich zwei Minuten Nachspielzeit, hatte Spanien eindrucksvolle 17 Torversuche zustande gebracht. Die Russen, die sich lediglich zwei Mal dem spanischen Tor näherten, wirkten insgesamt überfordert mit dem Tempo und der Ballsicherheit der Spanier. Über einen höheren Rückstand hätten sie sich nicht beschweren können.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit verlor die Partie an Tempo. Spanien war nach wie vor die Spielbestimmende Mannschaft, tat sich aber spürbar schwerer einen Weg durch die nun sicherer stehende Abwehr der Russen zu finden.

Die erste gefährliche Aktion der zweiten Hälfte, war ein Schuss von Alfonso in der 61. Minute, den der starke Mitryushkin ein weiteres Mal mit einem klasse Reflex auf der Linie parierte. Rodrigo Hernandez verwandelte den Abstauber, befand sich aber im Abseits.

Mitryushkin im Tor war klar der beste Mann der Russen, der seine nun allmählich müde wirkende Mannschaft immer wieder im Spiel hielt. Die zweite Trinkpause in der 71. Minute kam den Russen sicherlich gelegen.

Nachdem der spanische Außenverteidiger Borja an der Mittellinie einen Schlag am Knie abbekam, musste dieser behandelt werden und die Spanier spielten vorerst in Unterzahl weiter. Das war jedoch kein Problem für sie, denn im folgenden Angriff konnte der zur Halbzeit eingewechselte Matias Nahuel, nach einem überragenden Pass in die Tiefe vom starken Asensio, den russischen Torwart überwinden und brachte mit dem 2:0 die Vorentscheidung in der 78. Minute.

In der Schlussphase versuchten die Russen noch einmal alles und hatten mit einem Außenrissschuss von Dmitri Barinov, der nur knapp am Lattenkreuz vorbeisegelte, ihre beste Chance. Letztendlich konnten sie aber nichts gegen die souveränen Spanier ausrichten.

Nach der 94. Minute pfiff Taylor die Partie ab. Die  Spanier belohnten sich für eine starke Leistung und Dominanz über 90 Minuten mit dem siebten U19-EM Titel.


Schlagworte: Finale, Russland, Spanien, U19-EM

Artikelinformationen


Datum: 20. Juli 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Thomas Fetzer
Korrektur: Felix Henseler


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