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Speziell, Spezieller, Lord Bendtner

Nicklas Bendtner nach Abpfiff

(Hannover) Er liebt Partys, schnelle Autos und ist nicht immer pünktlich beim Training. Stürmer Nicklas Bendtner ist noch nicht beim VfL Wolfsburg und in der Bundesliga angekommen. Seinen Spaß am Fußball hat er aber nie verloren.

Veröffentlicht am 23. Juni 2015 von

Es begann alles mit 17 Jahren, als der noch junge Nicklas Bendtner zum FC Arsenal kam, einem Verein mit großer Tradition . Damals wie heute trainierte Arsène Wenger die „Gunners“, was vielen talentierten Spielern half, eine große Karriere aufzubauen. Bei Nicklas Bendtner war das anders. Von vielen Fachleuten als der neue „Welt-Star“ prophezeit, schaffte es Nicklas Bendtner nicht an die Weltspitze – damals wie heute. Lehrmeister Wenger war machtlos. Anstatt in London mit Ruhm und Ehre bombardiert zu werden, wurde der mittlerweile 27-Jährige zum „Dauerreisenden“. Birmingham, Sunderland und Juventus Turin, nirgends konnte sich der „Lord“ durchsetzten – Warum?

Die letzte Chance: Wolfsburg

Bislang trug Nicklas Bendtner wenig zur Beantwortung dieser Frage bei. Das Phänomen Bendtner scheint sich nicht mehr verändern zu wollen – auch nicht in Wolfsburg. Das Umfeld passt einfach nicht. Besser gesagt: Es passt nie. Der Däne ist überall und nirgends – hat Wohnungen in London und Kopenhagen. Aber auf das Hier und Jetzt fokussiert er sich nur selten. In Wolfsburg will man sich nicht weiter auf ihn verlassen müssen und sucht bereits neben Bas Dost (26) einen weiteren Stürmer. Ein Vertrauensbeweis sieht anders aus. Doch das hat seinen Grund: Der Skandal-Däne schafft es immer wieder, seine Chancen zu verspielen. In der vergangenen Saison kam er eine Stunde zu spät zum Abschlusstraining, obwohl ihm ein Startelf-Einsatz winkte. Die Konsequenz lautete: Ab auf die Tribüne. Bendtner neigt dazu, sein Potenzial leichtfertig zu verschenken, indem er mit negativen Schlagzeilen und unüberlegtem Handeln auf sich aufmerksam macht. Dennoch möchte er unbedingt in Wolfsburg bleiben und sich noch einmal profilieren. „Ich habe noch zwei Jahre Vertrag. Ich bin mir sicher, der VfL ist der richtige Klub für mich“, so der Däne gegenüber der „Bild“. Ob das die Verantwortlichen beim VfL auch so sehen, wird sich in naher Zukunft zeigen.

Spaßvogel vor dem Herrn 

Trotz vieler Rückschläge lässt sich Nicklas Bendtner die gute Laune aber nicht verderben. Er ist stets für einen Spaß zu haben, ob vor oder nach dem Training. Immer wieder sieht man ihn auf Partyfotos oder halb nackt am Strand. Er ist eben ein Paradies-Vogel, der sich nichts nehmen lässt. Nur ob das hart umkämpfte Profi-Geschäft der richtige Job für den „Lord“ ist, dass weiß vermutlich keiner so recht in Wolfsburg.


Schlagworte: Bundesliga, Linus Kurtenbach, Lord Bendtner, Nicklas Bendtner, Stürmer, VfL Wolfsburg

Artikelinformationen


Datum: 23. Juni 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Linus Kurtenbach
Korrektur: Marvin Sonnemann


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