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Sprintstar Knipphals schielt auf Bronze in Rio

xxxx competes in the xxxx during day one of the 22nd European Athletics Championships at Stadium Letzigrund on August 12, 2014 in Zurich, Switzerland.

Die Olympischen Sommerspiele in Rio stehen vor der Tür und die deutschen Sprinter haben zumindest im Staffelwettkampf berechtigte Hoffnungen auf das Edelmetall. Einer, der 2012 bereits dabei war, will nun mittendrin sein – und hat noch Nachholbedarf.

Veröffentlicht am 23. Juli 2016 von

(Wolfsburg) „2012 in London war ich nur Ersatz. Diesmal möchte ich auf der Tartanbahn stehen“, sagt Sven Knipphals, Leichtathlet des VfL Wolfsburg. „Mit der Staffel sind wir international konkurrenzfähig“, weiß Knipphals, der das Finale als Ziel ausgegeben hat und dort um eine Medaille sprinten will. Für den Wahl-Leipziger läuft es seit Anfang des Jahres nicht rund. Viele Verletzungen haben ihn zurückgeworfen und schlussendlich eine Einzelnominierung unmöglich gemacht. Dennoch konnte er mit der deutschen Sprintstaffel überzeugen.

Zuletzt bei der Europameisterschaft in Amsterdam. Da holte die Staffel Bronze, obwohl sich im Finale das Quartett neu finden musste. Robert Hering verletzte sich und Roy Schmidt sprang erfolgreich ein. Auch wenn schon seit Anfang 2015 fest stand, dass die Staffel für Olympia qualifiziert ist, musste Sven Knipphals aufgrund der vielen Rückschläge zittern. Er war sich sicher: „Wer bei der EM läuft, läuft auch bei Olympia.“ Er sollte Recht behalten. Nominiert sind acht Sprinter. Neben Sven Knipphals zählen dazu Julian Reus, Lucas Jakubczyk, Robin Erewa, Robert Hering, Aleixo Platini Menga, Roy Schmidt und Alexander Kosenkow.

Sven Knipphals unterscheidet sich aber von seinen Staffelkollegen und arbeitet als Chiropraktor in Leipzig. Auch deshalb weiß er um die Wichtigkeit von Regeneration und Ernährung. Sein Training stellt er vor Olympia aber keinesfalls um. „Man macht nichts anders, als sonst auch. Es würde auch nichts bringen. Natürlich versucht man Dinge zu perfektionieren. Aber das betrifft eher das Umfeld, die Ernährung. Ich versuche zum Beispiel immer um 22 Uhr schlafen zu gehen“, erklärt Knipphals, auf den in Rio eine ganze Sportlerfamilie blickt.

Und die Fußstapfen sind groß. Seine Uroma ist das einzige weibliche Gründungsmitglied des VfL Wolfsburg. Sein Opa kam von Kiel in die Stadt an der Aller und wurde seinerzeit Deutscher Meister im Feldhandball. Seine Großmutter ist mehrfache Norddeutsche Meisterin im Sprint. Und Vater Knipphals? Der ist sechsfacher Deutscher Meister im Weitsprung, wäre sogar bei Olympia 1980 in Moskau dabei gewesen. Der Boykott der BRD ließ damals den Traum von der Teilnahme platzen. Diesen Traum lebt nun Sohn Sven, der sich auf das Großevent freut. Selbstbewusst sagt er: „In London war ich Ersatz, jetzt hoffe ich auf einen von vier Starterplätzen und dann ins Finale einzuziehen. Dort entscheidet auch mal die Tagesform.“


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Datum: 23. Juli 2016
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