Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Fußball

Stade Geoffroy Guichard – Ein Hexenkessel in grün und weiß

St Etienne

Das Stadion (HANNOVER) Das Stade Geoffroy – Guichard ist die Spielstätte des AS Saint Etienne. Mit einer Kapazität von 42.000 ist es eins der kleineren Stadien bei der Europameisterschaft und außerdem eins der ältesten. Das Stade Geoffroy – Guichard feierte im Jahr 1931 seine Eröffnung und wurde in den Jahren 1984 und 1998 renoviert. Bereits

Veröffentlicht am 10. Juni 2016 von

Das Stadion

(HANNOVER) Das Stade Geoffroy – Guichard ist die Spielstätte des AS Saint Etienne. Mit einer Kapazität von 42.000 ist es eins der kleineren Stadien bei der Europameisterschaft und außerdem eins der ältesten. Das Stade Geoffroy – Guichard feierte im Jahr 1931 seine Eröffnung und wurde in den Jahren 1984 und 1998 renoviert. Bereits 1998 war das Stade Geoffroy – Guichard Austragungsort der Weltmeisterschaft in Frankreich, was dem Stadion die Renovierung ermöglichte. St Etienne ist eine Fußballstadt durch und durch. Die Anwohner sind fest mit dem Verein verbunden und nennen ihr Stadion eindrucksvoll „Chaudron“, was so viel heißt wie Kochkessel. Der Fußball wird wie eine Art Religion gelebt und hält die Stadt bei Krisen am leben und schenkt den Menschen Hoffnung.

In dem Stade Geoffroy – Guichard werden insgesamt vier Spiele ausgetragen, darunter ein Achtelfinalspiel. Das kleine Stadion wird manchen Spieler überraschen und mit seiner atemberaubenden Atmosphäre überzeugen. Durch die zentrale Lage des Stadions in der Stadt, was es so nicht nochmal in Frankreich gibt, sind die Fans schnell am Stadion und können bereits die Ankunft der Mannschaftsbusse feiern.

Die Stadt und seine Geschichte

Die Stadt St Etienne liegt knapp 50 km südwestlich von Lyon und hat ca. 180.000 Einwohner. St Etienne liegt am Berg Mont Pilat der 1432 Meter groß ist. Man nennt die Stadt außerdem „die Stadt auf sieben Hügeln“, da sie eine der höchstgelegenen Ballungsräume Europas ist (500 m. ü. M.). Neben dem Berg und seinen Ski-Gebieten, kann die Stadt mit viel Natur glänzen. So fließt durch die Stadt der Fluss Furan, der ein Nebenarm der Loire ist. Am Rande der Stadt liegt außerdem der Naturpark Pilat, der bei den Touristen sehr beliebt ist. Die Stadt ist in Frankreich berühmt für seine Metallverarbeitung und konnte in Zeiten der Französischen Revolution im 19. Jahrhundert die erste Bahnverbindung Frankreichs vorweisen. Diese wurde für die Beförderung von Steinkohle ins nahe gelegene Lyon genutzt. St Etienne war in der Geschichte Frankreichs eine der wichtigsten Städte überhaupt. Die Stadt war durch die Metallverarbeitung der größte Waffenproduzent Frankreichs und in den Jahren der Kriege nicht wegzudenken. Sie wurde im 19 Jahrhundert „Stadt der Waffen“ genannt. In Zeiten der Stahlkriese um 1970 musste die Stadt umdenken und sich neu erfinden. Es fielen viele Jobs weg und somit sank die Einwohnerzahl von damals 200.000 auf die heutige 180.000. Heute jedoch ist St Etienne eine moderne Designer Stadt des 21. Jahrhunderts und wurde als einzige Stadt Frankreichs in das UNESCO-Netzwerk „Creative Cities“ aufgenommen.

Der Verein AS St Etienne

Der Verein wurde 1919 als Sportabteilung innerhalb der Casino Einzelhandelsgeschäfte gegründet und trägt seither die Farben Grün/Weiß. Die Mannschaft wurde von seinen Anhängern daher zu „die Grünen“ getauft. Die Mannschaft ist mit Zehn Ligatiteln Rekordmeister, obwohl der letzte Ligatitel 1981 gefeiert werden konnte. Der AS St Etienne hat eine große Tradition in Frankreich und konnte unter anderen Spieler wie Michel Platini oder den heutigen Französischen Nationaltrainer Laurent Blanc verpflichten. Das größte Eigengewächs des Vereins war Willy Sagnol, der für Bayern München gespielt hat und heute die Mannschaft von Bordeaux trainiert.

Im Jahr 1984 Stieg die Mannschaft in die zweite Liga ab und wurde durch unseriöse Geschäfte in den Medien bekannt. So wurden Spielerpässe manipuliert und der Verein in den Ruin getrieben, so das er kurz vor der Insolvenz stand. Der Aufschwung vom AS St Etienne kam im Jahr 2004, die Mannschaft schaffte den Aufstieg in die erste Liga und konnte sich dort neu etablieren. Durch eine neue Philosophie und viel Engagement des neuen Eigentümers Roland Romeyer konnte der Verein an frühere Erfolge anknüpfen und spielt heute wieder um die europäischen Wettbewerbe mit. Der Verein finanziert sich durch seine bekannte Talentausbildung und brachte Spieler hervor wie Kurt Zouma vom FC Chelsea oder Joshua Guilavogui vom VfL Wolfsburg.


Schlagworte: EM, St Etienne, Stadion, Stadt

Artikelinformationen


Datum: 10. Juni 2016
Veröffentlicht von:


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi