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Stoppt Wolfsburg den „Negativlauf“?

Sportlich läuft es zur Zeit nicht wirklich beim VFL Wolfsburg. Die letzten vier Spiele gingen allesamt verloren. Nun hoffen die „Wölfe“ bei der Frankfurter Eintracht endlich auf eine sportliche Reaktion. Ein Spieler der Niedersachsen feiert außerdem ein Jubiläum.

Veröffentlicht am 22. November 2019 von

(Wolfsburg.) Sieben sieglose Spiele in Folge und vier Niederlagen in Folge. Sportlich passt gerade wenig zusammen beim VFL Wolfsburg, vor allem auf dem Platz. Das hat gerade das letzte Bundesligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (0:2, d. Red.) gezeigt. Offensiv fehlte es der Mannschaft von Trainer Oliver Glasner an Kreativität und Ideen. Die wenigen Großchancen wurden leichtfertig liegen gelassen. Defensiv hingegen zeigten sich große Lücken. Nun geht es nach zwei Wochen Länderspielpause zu Eintracht Frankfurt. Die Frankfurter konnten in dieser Saison bereits die Bayern deutlich mit 5:1 nach Hause schicken. Dennoch macht sich der VFL Mut auf einen Sieg.

Wichtige Rückkehrer

Gute Neuigkeiten lassen die „Wölfe“ nämlich wieder hoffen. Mit Torhüter Koen Casteels kehrt ein wichtiger Rückhalt des VFLs aus der Vorsaison zurück zwischen die Pfosten. Casteels hatte mehrere Wochen auf Grund eines Haarrisses verletzt aussetzen müssen. Nun kehrt Belgier zurück ins VFL Tor. Der 27- jährige könnte ein entscheidender Faktor werden, die zuletzt sehr anfällige Defensive der „Wölfe“ wieder zu stabilisieren. Ebenfalls eine Hilfe auf dem Platz wird ein weiterer Rückkehrer sein: Admir Mehmedi. Der Flügelstürmer kehrt wie Casteels ebenfalls in Frankfurt auf den Platz zurück, nachdem er auf Grund eines Muskelfaserrisses die letzten Spiele von außen ansehen musste. Nun könnte auch Mehmedi ein Faktor werden, die Offensive der „Wölfe“ wieder anzukurbeln. Ihm dabei helfen könnte der letzte Rückkehrer. Mit Xaver Schlager kehrt ein echter Mittelfeldstratege zurück in den Kader der Wolfsburger. Schlager war nach einem Knöchelbruch am dritten Spieltag gegen Paderborn (1:1, d. Red.) während der Länderspielpause wieder zurück in den Kader des VFL Wolfsburg zurück gekehrt. Unter der Woche absolvierte er dann bei einem Testspiel volle 90 Minuten. Deshalb entschied sich Trainer Oliver Glasner dazu, den 22 Jahre alten Österreicher mit nach Frankfurt zu nehmen. Dort wird Schlager allerdings zunächst auf der Bank Platz nehmen. Wenn er wieder vollständig einsatzbereit ist, wird Schlager allerdings im Umschaltspiel von Glasner eine wichtige Rolle spielen. Somit könnte auch er ein entscheidender Faktor für den VFL auf dem Rückweg in die Spur werden, wenn auch nicht gegen Frankfurt.

Arnold feiert Jubiläum

Kapitän Maximilian Arnold wird sich wohl ebenfalls über die Rückkehr seiner Mitspieler freuen. Doch nicht nur dies bringt sorgt beim Eigengewächs der Niedersachsen für Freude. Am Samstag feiert der Mittelfeldspieler seinen 200. Einsatz für die „Wölfe“. Nur zwei Spieler kommen in der Historie des VFL Wolfsburg mehr Einsätze. Torhüter Diego Benaglio (259 Einsätze) und der aktuelle Sportdirektor Marcel Schäfer (256 Einsätze). Beide wurden 2009 mit dem VFL Wolfsburg Deutscher Meister. Von einem Meisterschaftstitel wird Maximilian Arnold in dieser Saison wohl kaum träumen dürfen. Ein Sieg beim Jubiläum hingegen scheint möglich und wäre für Arnold und den VFL Wolfsburg extrem wichtig um in die Spur zurück zu finden.

Glasner erkennt „großen Negativlauf“

Angesichts der jüngsten Entwicklung ist ein Sieg allerdings keine Selbstverständlichkeit. Wie eingangs erwähnt ist der VFL seit sieben Spielen sieglos und verlor alle der letzten vier Spiele. Als direkte Folge stürzten die „Wölfe“ vom zweiten auf den zehnten Tabellenplatz ab. Auch Trainer Glasner hat diese negative Entwicklung wahrgenommen. „Zur Zeit haben wir einen großen Negativlauf. Ich brauche nichts schön zu reden“, erklärte Glasner. Dennoch sieht er die Entwicklung seiner Mannschaft positiv. Gegen Leverkusen wäre seine Mannschaft über weiter Strecken aus seiner Sicht „ebenbürtig“ gewesen. „Es hat nicht viel gefehlt“, erklärte Glasner weiter. Gerade spielerisch gab es noch zu viele Lücken auf dem Platz, die Glasner und sein Trainerstab nun schließen wollen.

Achterbahnfahrt bei Frankfurt

Auch die Saison der Eintracht aus Frankfurt gestaltet sich in dieser Saison alles andere als gradlinig. In den letzten vier Bundesligapartien gab es zwei deutliche Siege gegen Spitzenteams (3:0 gegen Leverkusen und 5:1 gegen Bayern), d. Red.), gegen Tabellenführer Gladbach (2:4, d. Red.) und den SC Freiburg (0:1, d. Red) setzte es hingegen verdiente Niederlagen. Somit gleicht der Saisonverlauf der Frankfurter wohl mehr einer „Achterbahnfahrt der Gefühle“. Mit dem neunten Tabellenplatz wird die Frankfurter Eintracht wohl aktuell wenig zufrieden sein. Ein Sieg gegen Wolfsburg soll her, um die Europapokalplätze in greifbarer Nähe zu halten. Frankfurt werden mit David Abraham und Gelson Fernandes zwei defensive Säulen mit Rotsperren nicht zur Verfügung stehen. Für sie werden Dominik Kohr und Evan Ndicka in die Startaufstellung rotieren.

Frankfurt als gutes Pflaster für VFL

Mut macht dem VFL Wolfsburg hingegen eine weitere interessante Statistik: Die letzten drei Spiele bei der Eintracht aus Frankfurt konnten allesamt gewonnen werden. Außerdem gab es in in 41 Begegnungen 18 Siege für die „Wölfe“ zu bejubeln. Frankfurt hingegen gewann nur acht Mal gegen die Niedersachsen. Fest steht, beide Teams suchen zur Zeit nach ihrer Form und brauchen dringend ein Sieg. Mit einem solchen Sieg könnte vor allem der VFL Wolfsburg aus dem „Negativkurs“ der vergangenen Wochen ausbrechen.

Anstoß ist am Samstag, den 23. November, um 15:30 Uhr auf dem Rasen der Frankfurter „Commerzbank- Arena“.

Timm Ottenberg, Sportjournalismus & Sportmarketing (BA- SJ- 14- H-VZ, Sportlehrredaktion)


Schlagworte: Amdir Mehmedi, Bundesliga, Bundesliga 12. Spieltag, Commerzbank Arena, David Abraham, Eintracht Frankfurt, Koen Casteels, Maximilian Arnold, Oliver Glasner, VfL Wolfsburg, Xaver Schlager

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Datum: 22. November 2019
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