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The Power durchbricht schier endlose Durststrecke

Quelle: gettyimages

Champions League of Darts, die besten acht Spieler der Welt zu Gast in Cardiff. Altmeister Phil Taylor will endlich wieder einen großen Titel in die Luft strecken, doch sein Widersacher aus den Niederlanden war zuletzt in bestechender Form. Keine einfache Aufgabe, doch so schnell wie an diesem Wochenende kommt man selten zu einem der begehrtesten Titel im Dartskalender.

Veröffentlicht am 26. September 2016 von

Phil Taylor überrascht bei der diesjährigen PDC Champions League of Darts und holt seinen ersten Mayor Titel seit November 2014. Im Finale lässt er dem Weltranglistenersten van Gerwen keine Chance. Auch im Anschluss kann sich der Altmeister kleine Sticheleien nicht verkneifen.

Hannover. Die Champions League of Darts, hat in Cardiff hat einen neuen Champions gefunden. Im von vielen als Traumfinale betitelten Match zeigt der ehemalige Weltmeister Phil „The Power“ Taylor seinem Intimfeind nur die Rücklichter. Nach zwei kräftezehrenden Tagen mit insgesamt fünf Matches durfte Taylor endlich wieder einen der wichtigen Titel in die Höhe strecken.  Im Halbfinale, für das sich die zwei besten Spieler der beiden Gruppen qualifizierten, standen die Partien Taylor gegen Wade und van Gerwen gegen Anderson an.

Starkes Halbfinale von Mighty Mike

 Der bisher ohne Punktverlust durch das Turnier fliegende Schotte Gary Anderson musste sich jedoch klar gegen die Nummer eins der Welt geschlagen geben. Bei den „Best of 21 Legs“-Match übernahm der Niederländer von Anfang an die Kontrolle und beendete es mit 11:5 beeindruckend schnell. The Flying Scotsman konnte zunächst noch mithalten, musste sich am Ende aber dann sehr deutlich „MvG“ beugen. Ein starker Average von 105,67 und eine Checkout-Quote von 50% waren Hinweis auf die starke Verfassung des Mannes aus Boxtel.

Der Altmeister kann es noch

Im anderen Halbfinale bewältigte zuvor Phil Taylor die ihm gestellte Aufgabe James Wade noch eine Spur dominanter. Nicht was den absoluten Average angeht, sondern durch eine bessere Checkout-Quote. 57,89% auf die Doppelfelder und immerhin noch ein Average von 98,38 Punkten machten aus dem Match eine klare Angelegenheit und so konnte es am Ende nur 11:3 für Taylor heißen. Eine miserable Doppelquote von gerade einmal 27% reichte Wade bei weitem nicht um seinen Landsmann in ernste Schwierigkeiten zu bringen.

Traum- oder doch Albtraumfinale?

Im letzten Match dieses Wochenendes trafen sich die beiden suveränsten  Spieler dieses Turniers wieder. In der Gruppenphase war es ein klares 10:4 für Taylor, ein Ergebnis das Michael van Gerwen ungeschehen machen wollte. Doch es lief überhaupt nichts zusammen beim Niederländer. Die vielen Turniere die er bisher gespielt hatte, sollten ihren Tribut fordern. „Michael spielt brillant. Ich weiß, dass er besser spielen kann. Vielleicht waren es doch ein paar Turniere zu viel für ihn in letzter Zeit“, ließ der Gewinner des Abends verlauten.  Eine Spitze gegen den jungen Niederländer der immer wieder behauptet nicht ausgelaugt zu sein vom Dartsport. So lautete das Endergebnis dann 11:5 und eine Klatsche für „MvG“. „Das ist fantastisch. Das war ein Turnier mit den besten Spielern der Welt. Die Tage waren anstrengend, ich hatte die Befürchtung, dass mir die Kraft ausgeht aber das ist zum Glück nicht passiert“, so ein glücklicher und auch erschöpfter Taylor. In den entscheidenden Momenten konnte sich der Mann aus England immer wieder seinem Gegner entledigen und gewann schlussendlich trotz eines schlechteren Averages von 98,97,  im Gegensatz zu 100,92, aber wegen der besseren Checkout-Quote souverän. Van Gerwen blieb nichts anderes übrig als Respekt zu zollen und zu guter Letzt mit einer Kampfansage für das nächste Jahr, das Turnier zu beenden.


Schlagworte: Cardiff, Champions League of Darts, Michael van Gerwen, PDC, Phil Taylor

Artikelinformationen


Datum: 26. September 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marcel Musielak


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