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„The Power“ überstrahlt sie alle

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Das erste kleine Break ist mit der Judgement Night vollzogen, die Favoriten sind noch am Start und liefern sich nun einen erbitterten Kampf und die vorderen Plätze. Anderson als Titelträger möchte natürlich den Cut schaffen, steht aber mit dem Match gegen Taylor vor einer übergroßen Aufgabe. Van Gerwen will Wiedergutmachung und packt nach der Unentschiedenserie wieder die großen Scores aus.

Veröffentlicht am 10. April 2016 von

(Hannover) Die erste Woche nach der „Judgement Night“, zwei Spieler mussten bereits die Segel streichen und dürfen nicht mehr vom Titel träumen. Phil Taylor zeigt einmal mehr wieso mit ihm wieder zu rechnen ist und „Mighty Mike“ rehabilitiert sich, nach zuletzt drei Unentschieden in Serie. Ein Spieltag mit erwartungsvollen Matchpaarungen und hervorragender Stimmung in der Sheffielder Motorpoint Arena.

Im ersten Match des Abends trafen Altmeister Raymond van Barneveld und James Wade aufeinander. Der Engländer Wade, seit zuletzt vier Spielen ungeschlagen, strebt noch immer die nächste Runde in der Premier League an. Sein Gegenüber muss jetzt Punkte einfahren um noch eine reelle Chance zu bekommen. Das Match begann ausgewogen, jeder gewann zunächst die eigenen Legs, ohne jedoch übermäßig hohe Scores zu erzielen. Das erste und schlussendlich auch entscheidende Break gelang Wade in Leg zehn, als van Barneveld drei Legdarts auf die Doppel 18 ausließ. Diese Chance ließ sich Wade nicht nehmen und vollendete auf die Doppel 20, zum Zwischenstand von 6:4. Im anschließenden Leg brachte „The Machine“ dann, durch seinen schon 16 Dart, die Partie zu einem Ende. Wade streicht damit weitere zwei Punkte ein und bleibt auch im fünften Spiel in Serie ungeschlagen. Für van Barneveld wird es hingegen langsam aber sicher unangenehm.

Taylor zeigt Anderson wer und was „The Power“ ist

Das Topspiels an diesem Abend fand schon an zweiter Stelle, zwischen Phil Taylor und Gary Anderson, statt. Bedingt durch die Doppelbelastung von Taylor und Wade, die am Ende des Abends ihr jeweils zweites Match dann gegeneinander bestreiten sollten. Der amtierende Meister der Premier League of Darts, Gary Anderson hielt am Anfang gut mit und konnte das Match gegen einen hervorragend aufgelegten Taylor bis zum 3:3 offen gestallten. Die beiden spielten bis dahin jeweils einen 3-Dart-Average von über 100 Punkten und begeisterten die Zuschauer in der Motorpoint Arena von Sheffield. Mit dem Break zum 3:4 zog Taylor dem „Flying Scotsman“ dann aber endgültig den Zahn und gab bis zum Ende kein weiteres Leg mehr ab. 3:7 aus Sicht von Anderson hieß es am Ende und damit zwei weitere Punkte auf dem Konto von „The Power“, der damit auch seine Tabellenführung verteidigt.
„Mighty Mike“ brennt nächstes Average-Feuerwerk ab

Im dritten Aufeinandertreffen des Abends begegneten sich Robert Thornton und Michael van Gerwen. Während van Gerwen sich an der Tabellenspitze tummelt, konnte sich Thornton knapp dem Ausscheiden entziehen und darf weiterhin vom Titel träumen. „The Thorn“ startete auch gut und gewann sein Auftaktleg, sollte in der Folge aber ordentlich Federn lassen. Van Gerwen, angetrieben von zuletzt drei Unentschieden in Serie, spielte sich -in the zone- und bediente Thornton mit fünf Legs in Folge und einem 3-Dart-Average von über 120 Punkten. Der Schotte Thornton ließ sich davon aber nicht entmutigen und kämpfte weiter verbissen um jedes Leg. Dieser Mut sollte auch belohnt werden und so wurde es am Ende kein Debakel, wie es der Average zeitweilig vermuten ließ. Van Gerwen ließ zum Schluss den letzten Willen vermissen und vergab Matchdarts, die Thornton nutzte um auf 5:6 zu verkürzen. Im letzten und vom Niederländer eröffneten Leg brachte er seinen elften Dart in der Doppel 20 unter und sicherte sich somit den 5:7 Erfolg über den Schotten. Am Ende ein Match, dass aus Sicht von van Gerwen zu spannend wurde, aufgrund seiner eigenen Abschlussschwäche auf die Doppelfelder. Nichts desto trotz spielte der Mann aus Boxtel am Ende einen 117,95 Schnitt und damit den zweithöchsten in der Geschichte der Premier League of Darts.

„Snakebite“ wirft den Sieg weg

Von den Namen her, sollte das Match Adrian Lewis und Peter Wright für Spannung und hohe Scores herhalten. Mit was die beiden im vierten Spiel des Abends aber aufwarteten, war weit unter dem Niveau was beide im Stande sind zu spielen. So verständigten sich der Schotte und der Engländer darauf, jeweils nur ihre eigenen Legs zu gewinnen. Dies zum Teil aber mit einer erschreckend schwachen Anzahl an Darts. Mit 17 Darts das eigene Leg zu gewinnen, wie es Lewis zum 2:1 tat, ist bei dem Niveau der Premier League äußerst selten anzutreffen. Im weiteren Verlauf der Partie sollten die Scores etwas besser werden, jedoch nicht auf dem Level welches beide im Stande sind zu erreichen. So gelang erst im elften Leg das Break zu Gunsten von „Snakbite“ Peter Wright und zum 6:5. Im entscheidenden letzten Leg der Partie warf der Schotte einen, für dieses Match, außergewöhnlich guten Score aufs Board, sollte diese sich bietende Chance aber kläglich vergeben. Insgesamt fünf Matchdarts vergab der Schotte, so konnte sich ein eigentlich aus dem Match verabschiedeter Lewis doch noch mit einem Break das Leg schnappen und zum 6:6 ausgleichen. Ein absolutes low-scoring Game, welches am Ende auch keinen Sieger verdient gehabt hat und eine gerechte Punkteteilung nach sich zog. Wenn auch Peter Wright am Ende mit einer gefühlten Niederlage das Podium verließ.

Der Altmeister mit einem abgeklärten Abschluss

Im letzten Match des Abends trafen sich Taylor und Wade, welche beide schon jeweils ein Spiel hingelegt hatten. Die beiden Engländer sollten, in der letzten Partie des Spieltags, aber nicht an ihre Form aus dem ersten Spiel anknüpfen können. „The Power“ erwischte den deutlich besseren Start und konnte sich, mit einem 121er Finish, im zweiten Leg auch gleich sein erstes Break erkämpfen. Dies konterte Wade jedoch ebenfalls mit einem Break, ehe Taylor mit einem 4:0 Lauf auf 5:1 enteilen konnte. Von diesem Rückschlag sollte sich Wade nur schwer erholen, kämpfte sich aber dennoch auf 6:4 heran. Das letze Legs des Abends schnappte sich dann aber doch Taylor, nachdem Wade ein 140er Finisch knapp verfehlte. Am Ende ein abgeklärtes und unaufgeregtes Match von Taylor, der damit seine Tabellenführung auf drei Punkte ausbaut, bei allerdings einem Match mehr als Verfolger van Gerwen.


Schlagworte: Adrian Lewis, Gary Anderson, James Wade, Michael van Gerwen, Peter Wright, Phil Taylor, Premier League Darts, Raymond van Barneveld, Robert Thornton, Sheffield

Artikelinformationen


Datum: 10. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Marcel Musielak


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