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U21-EM: Deutschland braucht einen Sieg

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(Hannover) Nach dem ernüchternden 1:1 Unentschieden gegen Serbien steht die deutsche U21-Auswahl unter Zugzwang. Um das Ticket für das Halbfinale der U21-EM zu lösen, muss Deutschland gegen Dänemark gewinnen. Doch der Gegner ist keinesfalls zu unterschätzen.

Veröffentlicht am 19. Juni 2015 von

Die Voraussetzungen könnten für Deutschland bei der diesjährigen Europameisterschaft in Tschechien eigentlich nicht besser sein. Die deutsche U21-Auswahl gilt aus mehreren Gründen als einer der Favoriten auf den Titel. Außerdem gelang es Trainer Horst Hrubesch bereits 2009 den EM-Titel zu holen. Gerade personell weist die deutsche Mannschaft eine hohe Qualität auf. Im Tor hat Hrubesch fast schon ein Luxusproblem mit dem frischgebackenen Champions-League-Sieger Marc-André Ter Stegen, Bernd Leno und Timo Horn zwischen den Pfosten. Innenverteidiger Matthias Ginter darf sich sogar schon Weltmeister mit der A-Nationalmannschaft nennen und Emre Can hat sich mittlerweile zum Stammspieler beim FC Liverpool entwickelt. Außerdem hat die U21-Auswahl mit Kevin Volland einen Akteur, der bei Hoffenheim eine gute Saison ablieferte und kurz davor steht, von Joachim Löw in die Nationalmannschaft berufen zu werden. Hinzu kommen weitere Talente die ein großes Entwicklungspotential aufweisen. Doch trotz aller Aspekte die für die deutsche U21 spricht, gilt es Ruhe und vor allem Vorsicht vor dem kommenden Gegner zu bewahren.

Dänemark als Geheimfavorit
dänemark u21

Was Deutschland im ersten Spiel nicht schaffte, gelang wiederum den Dänen. Im Auftaktspiel gegen Gastgeber Tschechien gewann Dänemark mit 2:1 und beansprucht deshalb vorerst die Tabellenführung für sich in der Gruppe A. Der Kader der Dänen weist wohl nicht so große Namen auf wie der Deutsche, jedoch haben sie dennoch ihre Hoffnungsträger. Im Mittelfeld lenken sowohl Lasse Vigen Christensen (20), der in der vergangenen Saison bei Fulham auf zwölf Scorer-Punkte kam und Pierre-Emile Hojbjerg vom FC Bayern München das Spielgeschehen. Hojbjerg, der in der Rückrunde beim FC Augsburg spielte, hat seine Oberschenkelprobleme überwunden, die ihn kurz vor Turnierbeginn plagten. In der Offensive soll es das Stürmerduo um Yussuf Poulsen (21) von RB Leipzig und Viktor Fischer (21) von Ajax Amsterdam richten. Beiden wird eine enorme Schnelligkeit zugesprochen, wobei  Poulsen auch noch physische Stärke und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor aufweisen kann. In der Abwehr hat Werder Bremens Jannik Vestergaard das Kommando, der auch gegen Tschechien traf. Der 1,99 Meter große Spieler ist sehr kopfballstark und außerdem Kapitän der Skandinavier. Weiterhin wird den Dänen eine hohe Variabilität innerhalb des Kaders zugesprochen. Trainer Jess Thorup (45) der seit 2013 im Amt ist, war zu seiner aktiven Zeit ein Stürmer, der in Deutschland (Bayer Uerdingen), Österreich und Norwegen spielte. Vor der Nationalmannschaft führte er Esbjerg FB im dänischen Pokalfinale zum Sieg gegen Randers FC und bescherte dem Klub, den ersten Titel seit 1979. Folglich wurde er zu Dänemarks Trainer des Jahres gewählt. Thorups Spielphilosophie versteht sich auf Kurzpass-Fußball und forciert das Spiel über die Außen, die in den Rücken der Abwehr gelangen sollen. Des Weiteren gilt Dänemark als Geheimfavorit des Turniers und die Nachwuchsspieler werden teilweise schon mit der goldenen Generation von Belgien verglichen, auch wenn die Anzahl an starken Spielern natürlich deutlich geringer ist. Die Qualifikation dominierten die Dänen. Von  30 möglichen Punkten holten sie 26 und erzielten dabei satte 37 Tore. Allerdings tat sich Dänemark in den Playoffs sehr schwer, dank Nicolaj Thomsen konnte man die Verlängerung umgehen.

Deutschland zeigt sich optimistisch
Obwohl der deutschen U21-Auswahl im ersten Spiel nicht der erhoffte Sieg gelang, blickt man zuversichtlich auf die kommende Partie. Rückendeckung erhält die U-21 Nationalmannschaft auch von Hansi Flick:

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‚‚Es ist mit dem 1:1 gegen Serbien nichts passiert. Wenn Sie ihre Qualität einbringt, dann bin ich überzeugt, dass sie ihr Minimalziel erreicht. Das heißt Olympia-Qualifikation“, sagte der Sportdirektor des DFB vor dem zweiten Gruppenspiel Deutschlands gegen Dänemark. Speziell über die Olympia-Qualifikation wird immer wieder gesprochen, die auch Trainer Horst Hrubesch als Minimalziel vorgibt: ‚‚Das ist ein riesiger Anreiz. Unser höchstes Ziel ist der Olympiasieg, erst dahinter kommt der EM-Titel. Es heißt ja bei Olympia immer: „Dabeisein ist alles.“ Aber nein, das gilt für uns nicht. Wenn man solche Qualität hat wie wir, dann muss man sich Ziele setzen. Aber wir gehen das alles Schritt für Schritt an. ‘‘

Gegen Dänemark gilt es eine erste Halbzeit wie die gegen Serbien zu vermeiden. In der zweiten Halbzeit lief deutlich mehr rund bei der deutschen U21, gegen Dänemark muss es der Anspruch sein eben an diese zweite Halbzeit anzuknüpfen, nur dann stehen die Chancen recht gut das Spiel erfolgreich zu gestalten. Die Partie beginnt morgen (Samstag) um 20:45 und wird im ZDF übertragen.


Schlagworte: DFB, U21-EM

Artikelinformationen


Datum: 19. Juni 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Timon Messerschmidt
Korrektur: Svenja Ebeling


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