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Undav mit frechen Lupfertor

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Eine lange Serie ist am Freitagabend im Wilhelm-Langrehr-Stadion gerissen. Der TSV Havelse hat nach jahrelanger Zeit des Wartens der U23 des VfL Wolfsburg einen Zähler abgerungen. Dabei hätte das Spiel gar nicht unglücklicher beginnen können. Bereits nach nicht einmal zwei Minuten brachte Justin Möbius den Wölfe-Nachwuchs in Front. Doch ein frecher Heber von Deniz Undav aus beinahe 30 Metern bedeutete nur kurz darauf den Ausgleich. Bei diesem Spielstand blieb es, und das war gerecht. Beide Teams hatten noch gute Gelegenheiten, für ein Tor reichte es aber nicht mehr.

Veröffentlicht am 17. September 2016 von

Seit der so fulminanten Saison 2012/2013 war für die Havelser Jungs gegen den Nachwuchs der Wolfsburger nie etwas zu holen gewesen. Dies hatten viele Zuschauer wohl im Hinterkopf, als nicht einmal zwei Minuten gespielt waren. Christoph Rischker klärte einen Ball vor die Füße von Amara Condé, dessen Flanke Morten Jensen nur abklatschen konnte. Justin Möbius war zur Stelle und staubte zur Gästeführung ab (2.). Der Fehlstart war perfekt, doch der TSV rappelte sich schnell und reagierte prompt. Ein langer Abschlag von Jensen fand Deniz Undav, der nicht lange fackelte und das Leder frech aus fast 30 Metern über Keeper Alexander Brunst in die Maschen hob (9.).

Daraufhin entwickelte sich eine muntere und abwechslungsreiche Partie. Der ganze erste Abschnitt sollte von Angriffen auf beiden Seiten bestimmt sein. Auf Seiten des Gastgebers verpasste Rischker mit einem Schuss aus 20 Metern nach einem Konter nur knapp das Gehäuse (16.), Deniz Tayar stand nach gleich zwei gefährlich getretenen Standardsituationen knapp im Abseits (24., 30.). Die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs hatten die Hausherren. Im Liegen setzte sich Undav bärenstark gegen zwei Gegenspieler durch und bediente Deniz Cicek. Dessen Schuss parierte Brunst klasse auf der Linie (37.).

Mehr Kampf, weniger Fußball

In die zweite Halbzeit starteten die Wölfe bissig. Gästetrainer Valérien Ismael wollte mit der Einwechslung von Marcel Stutter die Schlagzahl erhöhen. Doch Torchancen blieben lange Zeit Mangelware, stattdessen behagten sich beide Teams mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Es dauerte knappe 20 Minuten, ehe die Zuschauer einmal wieder eine Chance zu sehen bekamen. Sebastian Stolze hatte Jensen bereits aussteigen lassen und war fast schon zum Jubeln abgedreht, als Kapitän Tobias Holm den Ball noch von der Linie kratzte (65.).

In einem Spiel, das nur noch von Spannung und Hektik lebte, hatte auch TSV-Goalgetter Undav noch eine Gelegenheit. Fast schon wie bei seinem Tor zog er volley nach Ablage des eingewechselten Daniel-Kofi Kyereh ab, verfehlte den Kasten aber knapp (80.). Minuten später waren es wieder die beiden, die das letzte Mal Gefahr für das Wolfsburger Tor heraufbeschwörten, Brunst war aber auf der Hut (88.).

Die Havelser Jungs haben nach dem starken Saisonstart nun die ersten mageren Wochen. In der kommenden Woche ist der TSV bei der nächsten U23 zu Gast. Diesmal müssen sie zu den Löwenstädtern nach Braunschweig.


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Datum: 17. September 2016
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