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Ungefährdet ins Viertelfinale

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Deutschland steht im Viertelfinale. Mit einem überlegenden 3:0- Sieg setzte sich die Deutsche Elf am Sonntagabend in Lille im Achtelfinale gegen schwache Slowaken durch. Der Youngstar Julia Draxler wurde dabei zum wichtigsten Spieler der Partie.

Veröffentlicht am 27. Juni 2016 von

„Es war ein ungefährdeter Sieg.“ – so beschrieb der deutsche Cheftrainer Jogi Löw den Erfolg im Achtelfinale am gestrigen Sonntag. Und in der Tat wirkte die deutsche Auswahl am Sonntagabend sehr überlegen. In dem wohl besten Spiel der Deutschen des laufenden EM-Turniers ließen sie den Slowaken keine Chancen und zogen hoch verdient in das Viertelfinale ein. Auch der Coach der slowakischen Mannschaft Jan Kozak musste diese Dominanz anerkennen: „Sie haben exzellent gespielt, ein frühes Tor erzielt. Wir haben uns aufgelehnt, ihnen aber keine Probleme bereiten können.“

Frühes Tor führt auf die Siegesstraße
Von Beginn an ließ die DFB-Elf keinen Zweifel daran, dass sie in das Viertelfinale einziehen wollten. Mit frühem Pressing setzten sie die Slowaken zunehmend unter Druck und hinderten sie an ihrem Spielaufbau. Schon früh belohnte sich die Mannschaft von Löw dann auch für diesen Aufwand. So war es Jerome Boateng, dessen Einsatz im Vorfeld des Spiels noch fraglich war, der den Ball nach einer Ecke in der 8. Minute in das Tor wuchtete. „Ich bin froh, dass er rein gegangen ist“, gesteht der Torschütze nach dem Spiel. Dabei hatte der deutsche Innenverteidiger den Ball volley aus 20 Metern optimal getroffen und ließ den slowakischen Torwart keine Chance.  Im weiteren Verlauf der Partie blieb die Überlegenheit der Deutschen unumstritten. Auch ein verschossener Elfmeter – der erste nach 40 Jahren –  durch Mesut Özil tat diesem keinen Abbruch. In nur wenigen Situationen wurde der deutsche Schlussmann Manuel Neuer wirklich gefordert. So war es Kucka in der 41. Minute, der Neuer das erste mal testete. Den Kopfball des Slowaken konnte der deutsche Keeper aber über die Latte lenken.

Die ‚eine‘ Mannschaft gibt es nicht
Es folgte die Stunde von Julian Draxler. Schon vor dem Spiel sorgte Löw mit der Aufstellung des jungen Mittelfeldspielers für eine Überraschung, denn Mario Götze musste für den Wolfsburger aus der Startelf weichen. Doch das Vertrauen von Löw zahlte sich aus. So war es Draxler, der in der 43. Minute die Vorlage zum 2:0 gab. Nach seiner Flanke stand Mario Gomez genau richtig und baute die Führung hochverdient aus. Und auch beim Einstellen des Endstands war Draxler beteiligt – diesmal traf er aber selbst. In der 63. Spielminute stand der 22-Jährige frei vorm slowakischen Tor, als er das Leder mit einem Seitfallzieher zum 3:0 im Netz versenkte. „Ein sehr schöner Tag für mich und die Mannschaft“, meint der Spieler des Spiels nach dem Abpfiff und weiter: „ich hoffe, dass ich im nächsten Spiel wieder ran darf.“ Ob dieses auch tatsächlich der Fall ist, ist jedoch noch offen, wenn man den Aussagen des Bundestrainers glaubt: „Diese ‚eine‘ Mannschaft gibt es nicht. Ich weiß nicht, wer im nächsten Spiel spielt.“

Ein schwerer Gegner
Sicher ist jedoch, dass es definitiv ein nächstes Spiel geben wird für die deutsche Elf. Die Slowaken hingegen müssen nun den Nach-Hause-Weg antreten. Trotzdem ist Kozak zufrieden mit seiner Mannschaft: „Es war dennoch ein hervorragendes Turnier für uns, wir hatten vier Spiele.“ Für Deutschland gibt es auf alle Fälle auch noch ein fünftes. Der Gegner ist jedoch noch offen. Fest steht nur, dass es ein anderes „Kaliber“ wird, wie Löw es beschreibt, denn als nächster Gegner wartet entweder der amtierende Europameister Spanien oder Italien auf die DFB-Auswahl. „Italien und Spanien sind Riesen-Fußball-Nationen“, weiß auch Draxler, doch Mario Gomez zeigt sich kampfbereit: „Unser Ziel ist der Titel, deshalb müsse wir diese Nationen schlagen.“


Schlagworte: Achtelfinale, Deutschland, EM, Slowakei

Artikelinformationen


Datum: 27. Juni 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Isabell Remmers


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