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Verfolgerinnen aus Wolfsburg ziehen an Frankfurt vorbei

getty Images, Ralf Kellermann und Caroline Hansen

Der VfL Wolfsburg und der 1. FFC Frankfurt lieferten sich ein würdiges Topspiel in der Frauenbundesliga. Durch eines Sieg kletterten die Wolfsburgerinnen auf den zweiten Tabellenplatz. Das Spiel wurde erst in den Schlussminuten entschieden.

Veröffentlicht am 20. März 2016 von

(Wolfsburg) Das Topspiel der Frauenbundesliga konnte der VfL Wolfsburg gegen den 1. FCC Frankfurt mit 3:1 für sich entscheiden. Es war ein richtungsweisendes Spiel für beide Teams. Der VfL konnte durch den Heimsieg an den Frankfurterinnen vorbei auf Platz zwei ziehen. Dieser berechtigt in der kommenden Saison zur Teilnahme an der Champions League.

Das Spitzenspiel der beiden Champions-League-Viertelfinalisten schlug schon vorm Spieltag hohe Wellen. Der Wolfsburger Trainer Ralf Kellermann hatte zuvor Protest gegen die Ansetzung der Schiedsrichterin Christine Baitinger eingelegt, da er in den vergangenen Spielen nicht mit ihren Leistungen zufrieden war. Diesmal hatte Kellermann allerdings keinen Grund, sich über die Unparteiische zu beschweren. Seine Mannschaft gewann das wichtige Verfolgerduell souverän, auch dank einer richtigen Entscheidung Baitingers.

Taktisches Geplänkel in der ersten Halbzeit

Zu Anfang der Partie begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel gesehen, das sehr von der Taktik geprägt war“, erklärt Kellermann. Daher dauerte es bis zur 22. Minute, bis die Gastgeberinnen die erste Großchance für sich verbuchen konnten. Anna Blässe scheiterte allerdings nach einer Flanke von Popp an Frankfurts Torhüterin Desirée Schumann. Das erste Tor fiel im direkten Gegenzug für den 1. FFC, der von einem Fehler der Wolfsburger Abwehr profitierte. Im Strafraum versuchten Nilla Fischer und Lena Goeßling gleichzeitig den Ball aus dem Strafraum zu köpfen, behinderten sich jedoch gegenseitig. Die Kugel kam zu Van Egmond, die auf Marozsán auflegte. Deren Schuss prallte vom Pfosten an die Schulter von Torhüterin Schult und landete mit Glück hinter der Linie. Doch noch vor der Pause gelange Caroline Hansen, nach einem Solo-Lauf in der 34. Minute, der verdiente Ausgleichstreffer.

Die zweite Halbzeit begann mit einem sehenswürdigen Volleyschuss Islackers, der auf der Latte aufsetzte. Dies blieb allerdings der einzige Torschuss des 1. FFC Frankfurts. Trainer Matt Ross bezeichnete das Spiel als „Einbahnstraßenfußball“, da Wolfsburg nun klar die bessere Mannschaft war. Vor allem durch die Einwechslung Wullaerts für Blässe kam mehr Schwung in die Partie. Der VfL ließ jedoch viele hochkarätige Chancen ungenutzt. So scheiterte Hansen an Schumann (51.), Wullaert schoss den Ball knapp über das Tor (59.) und in der 71. Minute verpasste erneut Hansen eine Hereingabe von Popp. „Die zweite Halbzeit war bärenstark von uns. Wir hätten aber unsere Chancen besser nutzten müssen“, resümiert Kellermann.

Rote Karte und Elfmeter sorgen für Entscheidung

In der 76. Minute stand dann Desirée Schumann im Mittelpunkt. Die bis dahin souveräne Torhüterin holte Ramona Bachmann an der Strafraumgrenze von den Beinen. Da sie somit eine klare Torchance verhinderte, zeigte Schiedsrichterin Baitinger zurecht die rote Karte. Zudem entschied Baitinger auf Strafstoß, den Hansen zum 2:1-Führungstreffer nutzte (79.). Die eingewechselte Anke Preuß erahnte zwar die richtige Ecke, doch der Elfmeter war zu gut platziert. In der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte zudem Zsanett Jakabfi für den 3:1-Treffer zum Entstand. Damit liegt der VfL Wolfsburg nun einen Punkt vor den Frankfurterinnen. Dennoch möchte noch niemand von einer Vorentscheidung im Kampf um Platz zwei sprechen. Für beide Teams geht es nun in zwei englische Wochen, da sie noch in der Champions-League vertreten sind. Ziehen beide in das Halbfinale ein, kommt es in dem Wettbewerb erneut zu dem Duell der beiden Spitzenmannschaften.


Schlagworte: 1. FFC Frankfurt, Caroline Hansen, Desirée Schumann, Frauenfußball, Ralf Kellermann, VfL Wolfsburg

Artikelinformationen


Datum: 20. März 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Lisa Brautmeier


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