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VfL Wolfsburg kann schon fast für das Finale planen

getty Images, Alexandra Popp

In der Champions League der Frauen kam es im Halbfinale zu einem Aufeinandertreffen zweier deutscher Vereine. Der 1. FFC Frankfurt trat im Hinspiel beim VfL Wolfsburg an. Dabei zeigten sich die Gäste eher von ihrer schlechtesten Seite.

Veröffentlicht am 25. April 2016 von

(Hannover) Das Hinspiel im Halbfinale der UEFA Women’s Champions League, zwischen den deutschen Clubs aus Wolfsburg und Frankfurt, war eine sehr einseitige Angelegenheit. Der VfL schlug die Frankfurterinnen hoch verdient mit 4:0 (3:0). Damit müssen die Gäste ihre Titelträume fast schon begraben.

Für viele war der VfL Wolfsburg leichter Favorit in dem deutschen Aufeinandertreffen. Dennoch hätte man diese Überlegenheit der Wolfsburgerinnen nicht erwartet. Immerhin ist der Titelgewinn für die Frankfurterinnen wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, sich erneut für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren. In der Liga ist die Mannschaft von Trainer Matt Ross zurzeit vier Punkte von Rang zwei entfernt, den die Kontrahentinnen aus Wolfsburg belegen.

Einbahnstraßenfußball in der ersten Halbzeit

Daran, dass Almuth Schult während einer kleineren Verletzungsunterbrechung zu kurzen Sprints im Strafraum ansetzte, um sich warm zu halten, sah man, wie beschäftigungslos die Wolfsburger Torhüterin in der ersten Halbzeit war. Nur der VfL spielte aufs Tor und hatte bereits in der vierten Minute eine große Chance in Führung zu gehen. Popp nutzte einen Fehlpass von Bartusiak, kam völlig frei vor dem Tor zum Schuss, doch setzte den Ball drüber. Das 1:0 fiel jedoch schon wenig später. Isabel Kerschowski verwertete eine Flanke Bachmanns, die sich auf dem rechten Flügel durchgesetzt hatte, zur Führung (7.). Bachmann selbst vergab eine weitere Chance, als sie die Kugel nur knapp neben den Pfosten setzte (26.).

Die erste Halbzeit wurde durch viele Ballverluste der Frankfurterinnen im Mittelfeld geprägt. Dies war auch der Grund für den zweiten Treffer. Die „Wölfinnen“ eroberten den Ball und Popp schoss aus etwas 18 Metern ins Kreuzeck (28.). Zu Ende der ersten Hälfte erhöhte die gastgebende Mannschaft noch auf 3:0. Peter kam nach einer Flanke von Bussaglia ungestört zum Kopfball. Torhüterin Kremer konnte den Ball nur noch an den Pfosten lenke, von da kullerte er über die Linie ins Tor (42.). Der Auftritt des 1. FFC Frankfurt grenzte bis dahin an Arbeitsverweigerung. Die Spielerinnen hatten keine noch so kleine Torchance.

Wolfsburg lässt Chancen liegen

Ross reagierte auf das ideenlose Spiel seiner Mannschaft und wechselte zu Beginn der zweiten Hälfte Kerstin Garefrekes ein. Diese brachte gleich mehr Schwung in die Partie. Sie setze sich auf der rechten Seite durch, flankte in den Strafraum, wo Islacker zum ersten Abschluss der Frankfurterinnen kam. Ihren Schuss konnte Schult jedoch noch um den Pfosten lenken (47.). Die Gäste hatten darauf hin noch weitere Chancen durch Crnogorcevic und Hendrich. Doch mitten in die Drangphase Frankfurts, fiel das vierte Tor für den VfL. Dabei sah vor allem Frankfurts Torhüterin nicht besonders gut aus, da Bachmann direkt mittig auf das Tor zielte, Kremer jedoch vorbei griff (59.).

Nach dem Treffer hatte der VfL das Spiel wieder fest im Griff. Die Gäste konnten sich glücklich schätzen, dass sie keine weiteren Treffer hinnehmen mussten. Dies lag vor allem an der schlechten Chancenverwertung von Wolfsburg. Sowohl Wullaert, als auch Dickenmann schossen noch knapp vorbei. Bachmann ließ eine weitere Chance liegen, als sie allein auf das Tor zu lief und zum Lupfer ansetzte, der jedoch weit über das Tor ging (70.). So blieb es am Ende bei einem dennoch deutlichen 4:0-Erfolg der Wolfsburgerinnen. Das Rückspiel findet dann am 1. Mai in Frankfurt statt. Da bräuchte es eine Energieleistung des 1. FFC, um doch noch das Finale zu erreichen. Endspielgegner wird am 26. Mai in Reggio Emilia/Italien wohl Olympique Lyon, das das Hinspiel gegen Paris St. Germain mit 7:0 gewann.

Aufstellungen:

VfL Wolfsburg: Schult – Dickenmann (82. Blässe), Fischer, Wedemayer, Peter – Bussaglia, Goeßling – Kerschowski, Jakabfi (61. Wullaert) – Popp, Bachmann (76. Pajor)

1. FFC Frankfurt: Kremer – Hendrich, Kuznik, Prießen (46. Garefrekes), Störzel – Crnogorcevic, Groenen (64. Schmidt), Bartusiak, Laudehr (90. Ogimi) – Maroszán – Islacker

Tore: 1:0 Kerschowski (7.), 2:0 Popp (28.), 3:0 Peter (42.), 4:0 Bachmann (59.)


Schlagworte: 1. FFC Frankfurt, Frauenfußball, Halbfinale, UEFA Women's Champions League, VfL Wolfsburg

Artikelinformationen


Datum: 25. April 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Lisa Brautmeier


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