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Vorschau: Die Boston Celtics

Natürlich war auch Kevin Durant das ganz große Ziel der Boston Celtics in der Free Agency. Der Trostpreis kann sich allerdings sehen lassen: Mit Al Horford wechselt der zweitbeste Free Agent nach Boston und plötzlich wird die Franchise zu einem ernsthaften Titelaspiranten, wenn es um die Krone um die Eastern Conference geht. Für einige Celtics-Fans

Veröffentlicht am 13. September 2016 von

Natürlich war auch Kevin Durant das ganz große Ziel der Boston Celtics in der Free Agency. Der Trostpreis kann sich allerdings sehen lassen: Mit Al Horford wechselt der zweitbeste Free Agent nach Boston und plötzlich wird die Franchise zu einem ernsthaften Titelaspiranten, wenn es um die Krone um die Eastern Conference geht.

Für einige Celtics-Fans ist wie immer zu wenig passiert – Kevin Durant landete trotz eines Meetings mit unter anderem Tom Brady nicht in Boston und der No.3-Pick wurde nicht im Trade für einen Superstar abgegeben, sondern in den eher als „Projekt“ geltenden Jaylen Brown investiert. Das heißt aber nicht, dass der Sommer deswegen ein Misserfolg für Danny Ainge und Co. war.
Mit Al Horford landete der nach Durant vielleicht zweitbeste Free Agent  in Boston und widerlegte das alte Klischee, dass nie ein richtig dicker Fisch als Free Agent zu den Celtics wechseln würde. Die einzigen namhaften Abgänge dagegen blieben Jared Sullinger (Toronto) und Evan Turner (Portland). Vor allem Turner hatte vergangene Saison zwar eine wichtige Rolle inne, vier Jahre und 70 Millionen Dollar hätte Ainge aber unter keinen Umständen für ihn zahlen sollen. Den Abgang von Sullinger kann man ebenfalls verschmerzen, da man mit Horford ein echtes Upgrade ergattern konnte.

Der Plan der Celtics

Es ist keine Neuigkeit, dass Boston schnell wieder ein echter Contender werden will und mit seinem beispiellosen Arsenal an Picks und jungen Spielern immer als Favorit auf einen Superstar-Trade gelten muss. In diesem Sommer gab es aber (erneut) keinen solchen Trade, auch wenn es versucht wurde. Die Bulls wollten für Jimmy Butler wohl einfach zu viel. Ein Problem sollte dies aber nicht sein. Sollte die kommende Saison nicht wie geplant verlaufen, ist ein Trade von einem der vielen Picks eine logische Folge.
Ainge stellt mit Horford einen der besten Bigs im Osten zu einem Team, das in der vergangenen Saison bereits 48 Spiele gewinnen konnte. Coach Brad Stevens brennt darauf sein Team mit dem defensivstarkem Horford zu verstärken.

Es ist gut möglich, dass Ainge bis zur Trading Deadline noch einmal aktiv wird, wenn sich doch noch eine Chance auf Butler, Cousins, Griffin oder sonstwen bieten sollte. Eine schlagfertige Truppe hat er allerdings auch jetzt schon beisammen.

Die Schwächen der Celtics

Die Celtics stellten vergangene Saison eine der besten Defensiven und daran sollte sich mit Horford auch nichts ändern – im Gegenteil. Offensiv aber kann auch er nicht alle Schwächen ausmerzen, wenngleich seine Ankunft das schwache Shooting zumindest etwas verbessern sollten.
Auch Horford ist aber kein Go-to-Guy und damit bleibt Isaiah Thomas vorerst der einzige Kelte, der sich jederzeit seinen eigenen Wurf kreieren kann. Thomas gehört zwar zu den kreativeren Spielern der Liga, aber die vergangenen beiden Playoffs haben auch gezeigt, dass er es alleine auch nicht richten kann.

Die Prognose:

Ein zweiter richtiger Go-to-Guy ist der Faktor, der die Celtics noch davon trennt, ein echter Contender zu sein. Mit der aktuellen Zusammenstellung werden sie viele Spiele gewinnen, vermutlich mehr als 50 – aber die LeBron-Diktatur im Osten werden sie kaum gefährden. Es sei denn, einer der jungen Spieler macht noch einen großen Schritt nach vorne. Man hat trotzdem die Chance in die Conference Finals einzuziehen und eventuell die Cavs ein wenig zu ärgern- mehr ist aber mit diesem Team noch(!) nicht drin.


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Datum: 13. September 2016
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