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Weltmeister Lewis Hamilton gewinnt erneut in Kanada

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel kann sich beim Rennstart klar gegen die Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg durchsetzten.

Formel 1 Weltmeister Lewis Hamilton konnte bereits das letzte Rennen in Monaco durch viel Glück für sich entscheiden. Doch sollte der Grand-Prix von Montreal nun mehr Spannung versprechen? Und halten die Nerven des Briten, damit er so seine Siegesserie halten kann?

Veröffentlicht am 13. Juni 2016 von

(Hannover) Nachdem der Mercedes Pilot Nico Rosberg so gut in die Formel 1 Weltmeisterschaft starten konnte, kommt Teamkollege Lewis Hamilton dem deutschen wieder ziemlich nahe. In Kanada konnte der Brite in einem taktischen Duell vor dem deutschen Ferrari Piloten Sebastian Vettel und dem finnischen Williams Piloten Valtteri Botas siegen. Nach sieben gefahrenen Rennen führt Nico Rosberg die WM jetzt nur noch mit neun Punkten Vorsprung vor Lewis Hamilton an.

 Renn-Start geht deutlich an Sebastian Vettel

Während Vettel einen Raketenstart hinlegte und an beiden Silberpfeilen vorbei in Führung schoss, schob sich Rosberg auf der Außenbahn auf gleiche Höhe mit Hamilton. Der machte, ähnlich wie in Suzuka und Austin 2015, keinen Millimeter Platz. „Die Reifen waren kalt. Da hatte ich heftiges Untersteuern“, rechtfertigt er sich. Aber das ist gar nicht nötig, denn von Mercedes gibt es diesmal keine Schuldzuweisungen: Die Aktion sei „hart und knackig“ gewesen, findet Aufsichtsratschef Niki Lauda, aber „ihm dafür einen Vorwurf zu machen, wäre zu hart“.

Doch diese Aktion war vermutlich die spannendste Szene im gesamten Rennen, denn Weltmeister Lewis Hamilton konnte das folgende „Strategie-Rennen“ mit einem sehr knappen Vorsprung für sich entscheiden. Der Mercedes-Fahrer absolvierte 46 Runden auf einem einzigen Reifensatz, rettete aber fünf Sekunden Vorsprung über die Ziellinie und machte damit in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2016 einen wichtigen Satz in Richtung Spitze. Denn sein Teamkollege Nico Rosberg kam nach einer strittigen Situation in der ersten Kurve nur als Fünfter ins Ziel.

Virtuelle Saftey-Car-Phase als Renn-Entscheidung

Rosberg kam als zehnter aus der ersten Runde über die Start- und Ziellinie und war damit faktisch aus der Entscheidung des gesamten Rennen raus. Zwischen Vettel und Hamilton entwickelte sich indes ein packendes Duell um den Sieg. Die Vorentscheidung fiel in der elften Runde: Ferrari wollte die virtuelle Safety-Car-Phase wegen des Motorschadens von Jenson Button (McLaren) nutzen und holte neben Sebastian Vettel auch noch Kimi Raikönen an die Box, wechselte von Ultra- auf Supersoft. Damit war klar: Einmal würde Vettel noch stoppen müssen, um den Soft-Pflichtreifen zu fahren. Obwohl ein Boxenstopp in Montreal unter normalen Rennbedingungen 17 Sekunden kostet, hatte Vettel auf P4 nur elf Sekunden Rückstand. Aber relativ schnell wurde klar: Hamilton würde nicht auf eine Zweistoppstrategie setzen, sondern versuchen, mit einem Reifenwechsel durchzufahren.

Obwohl ein Boxenstopp in Montreal unter normalen Rennbedingungen 17 Sekunden kostet, hatte Vettel auf P4 nur elf Sekunden Rückstand. Aber relativ schnell wurde klar: Hamilton würde nicht auf eine Zweistoppstrategie setzen, sondern versuchen, mit einem Reifenwechsel durchzufahren.

Aber Vettel hat sich die fünf Sekunden Rückstand zum Teil auch selbst zuzuschreiben: „Rückenwind in der letzten Kurve war nicht so angenehm. Ich habe mich dort heute dreimal verschätzt“, gibt er zu. Einmal gleich in der ersten Runde, da konnte er seine Führung aber knapp verteidigen. Am Ende freut er sich ohnehin über „ein tolles Ergebnis. Der Speed war da, und das freut mich. Lewis war einfach ein bisschen zu schnell.“

Weltmeisterschaft wird wieder spannend – Konstrukteurstitel jetzt schon so gut wie vergeben

Nachdem Nico Rosberg die ersten vier Rennen der Formel 1 Saison 2016/17 für sich entscheiden konnte, war der Mercedes Pilot bereits mit 35 Punkten Vorsprung auf Platz 1. Doch nach diesem Rennwochenende wurde eindeutig klar: jetzt wird es wieder Eng um den Titel. Zumindest bei den beiden Mercedes Fahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton bahnt sich jetzt ein Kopf an Kopf Rennen an. Der mit 29 Punkten Rückstand abgeschlagene Sebastian Vettel spielt für die Weltmeisterschaftsentscheidung vermutlich nur noch das fünfte Rad am Wagen.

Da Mercedes außer in Spanien, bei jedem Rennwochenende immer über 30 Punkte einfahren konnte, steht der Konstrukteursmeister vermutlich schon fest. Bereits nach sieben Rennen führt das Team um Rosberg und Hamilton mit 76 Punkten vor der Scuderia Ferrari.

Endstand GP von Montreal/Kanda

  1. Lewis Hamilton – Mercedes 2. Sebastian Vettel – Ferrari 3. Valtteri Bottas – Williams 4. Max Verstappen – Red Bull 5. Nico Rosberg – Mercedes 6. Kimi Räikkönen – Ferrari 7. Daniel Ricciardo – Red Bull; 8. Nico Hülkenberg – Force India 9. Carlos Sainz Jr. – Toro Rosso 10. Sergio Perez – Force India 11. Fernando Alonso – McLaren 12. Daniil Kwjat – Toro Rosso 13. Esteban Gutierrez – Haas 14. Romain Grosjean – Haas 15. Marcus Ericsson – Sauber 16. Kevin Magnussen – Renault 17. Pascal Wehrlein – Marussia 18. Felipe Nasr – Sauber 19. Rio Haryanto – Marussia

Ausfälle:

Jenson Button – McLaren; Jolyon Palmer – Renault; Felipe Massa – Williams


Schlagworte: Ferrari, Formel 1, Kanada Grand Prix 2016, Lewis Hamilton, Mercedes, Montreal, Nico Rosberg, Sebastian Vettel, Valtteri Bottas, Weltmeisterschaft

Artikelinformationen


Datum: 13. Juni 2016
Veröffentlicht von:
Autor: Tommy Lee Kahmann


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