Logo

Das Nachrichtenportal für Sport

Fußball

Wolfsburg feiert dank Draxler ersten Dreier in der Champions League

Generated by  IJG JPEG Library

(Hannover) Zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder Champions League und gleich drei Punkte eingefahren. Der VfL Wolfsburg feierte dank Julian Draxler gegen ZSKA Moskau am 1. Spieltag gleich den ersten Sieg. Wenngleich ihn nicht viele im Stadion mitbekamen.

Veröffentlicht am 16. September 2015 von

Am ersten Spieltag der Champions League gastierte der ZSKA Moskau in Wolfsburg. Der aktuelle Tabellenführer der russischen Premjer-Liga ist bekannt für seine überzeugende Defensivarbeit und sollte auch dieses Mal dem Gegner das Spiel überlassen. Die Wölfe versuchten in den Anfangsminuten über die schnellen Außenspieler Kruse und Schürrle das Defensivbollwerk der Russen zu knacken, kamen aber nur selten in den gegnerischen Strafraum. Ein Kopfball von Bas Dost in der elften Minute war die erste Torannäherung.

Mit laufendem Spiel kamen die Niedersachsen immer besser in die Partie und setzten nun im Offensivbereich mehrere Akzente. Erst scheiterte Andre Schürrle am starken Akinfeev (25.), dann vergab Max Kruse knapp aus spitzem Winkel (31.).

Draxler erlöst die Wölfe

In der 40. Minute brach dann allerdings die Defensive der Gäste. Nach Flanke von Kruse nickte 35 Millionen-Neuzugang Julian Draxler den Ball auf das gegnerische Tor. Akinfeev ließ den Ball nur abprallen, wodurch wiederum Draxler zum 1:0 abstauben konnte. Mit knapper Führung ging es in die Halbzeitpause.

In Hälfte zwei brachte VfL-Trainer Dieter Hecking Nicklas Bendtner für den erfolglosen Dost. Die Offensive litt darunter aber keineswegs. Die Wölfe rannten weiter auf das Tor der Gäste an und versuchten, vor allem über die Außen, die vorzeitige Entscheidung herbeizuführen. Allerdings bleib dieses Unterfangen weiter ohne Erfolg.

Doumbia bringt Gefahr

ZSKA-Coach Leonid Sltskiy bemerkte, dass das Spiel noch nicht verloren war, und brachte seinen Stürmer-Star Seydou Doumbia (65.). Der pfeilschnelle Stürmer von der Elfenbeinküste war angeschlagen und stand deshalb nicht in der Startelf. Nichtsdestotrotz belebte er die Offensive der ZSKA und die Wolfsburger bekamen  nun mehr und mehr Probleme im Spielaufbau. Die Gäste hatten nun mehr Raum und kamen auch zu mehr oder weniger gefährlichen Abschlüssen. VfL-Keeper Diego Benaglio, der bis dato ein eher ruhiges Spiel hatte, wurde nun des Öfteren gefordert (69., 71.).

Die Einwechslungen von Arnold und Guilavogui für Schürrle und Caligiuri (76., 85.) brachten aber wieder die fehlende Stabilität im Mittelfeld zurück und drängte Moskau zusehends wieder in die eigene Hälfte. Der eingewechselte Guilavogui hatte kurz vor Schluss noch die Riesenchance, auf 2:0 zu stellen und das Spiel endgültig zu entscheiden, vergab aber unglücklich (87.).

Somit gewinnen die Wölfe ihr erstes Champions League-Spiel seit über sechs Jahren und sichern sich den zweiten Platz in der Gruppe B. Im anderen Gruppenspiel trennten sich PSV Eindhoven und Manchester United mit 2:1 (1:1).

„Das hat die Mannschaft nicht verdient“

Einziger Wehrmutstropfen für die Niedersachsen: Gerade einmal 20.126 Zuschauer fanden den Weg in die Volkswagen-Arena. Nur ein einziges Vorrundenspiel der Champions League mit deutscher Beteiligung war schlechter besucht (Am 24. Oktober 2000, 19.000 Zuschauer beim Spiel zwischen dem FC Bayern München und Helsingborgs IF). VfL-Manager Klaus Allofs war enttäuscht vom Auftritt der VfL-Anhänger: „ Das hat die Mannschaft nicht verdient. Ich habe die Hymne vor dem Spiel gar nicht mitbekommen. Ich musste erst mal gucken, wo die ganzen Zuschauer sind.“

In der Bundesliga geht es für Wolfsburg am Samstag gegen Hertha BSC Berlin weiter. Kommenden Mittwoch sind die Niedersachsen dann beim englischen Meister Manchester City zu Gast.


Schlagworte: Champions-League, Dieter Hecking, Julian Draxler, VfL Wolfsburg, ZSKA Moskau

Artikelinformationen


Datum: 16. September 2015
Veröffentlicht von:
Autor: Marvin Sonnemann
Korrektur: Svenja Ebeling


Teilen & Versenden


Auf teilen
Auf teilen

Kurzlink: bit.ly/1DASnWi