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Sport bei der Hitze ist Mord – bei über 30 Grad auf dem Ruderboot

Sonne. Kein Schatten. Temperaturen von über 30 Grad und trotzdem wird Sport gemacht. Bei über 30 Grad sollte man beim Sport auf sich aufpassen und einige Tipps befolgen, um auch auf dem Ruderboot nicht ins Wasser zu kippen, weil der Körper nicht mehr mitmacht.

Veröffentlicht am 26. Juli 2018 von

Knallende Sonne, keine Wolken und 9 Uhr in der früh. Nirgendwo ist Schatten zu entdecken und das Thermometer steigt mit jeder Minute weiter an. Momentan steht der kleine Strich des Außenthermometers auf 26 Grad. Zu warm um Sport zu treiben, denkt sich mein Kopf. Doch es gibt kein drumherum. Und eigentlich freuen wir uns doch alle auf das Rudertraining heute in Celle. Wenn da bloß nicht die Hitze wäre, die mich komplett auslaugt.

Schweißtreibende Fahrt nach Celle

Um neun Uhr in der früh, wo es eigentlich noch angenehm kühl sein sollte, geht es ins Auto. Ein Auto ohne Klimaanlage. Zum Glück ist mein Auto weiß und zieht die Sonne nicht so stark an wie ein schwarzes, nur die Sitze sind schwarz. Was freue ich mich später in das erwärmte Auto zu steigen. Jetzt heißt es eine halbe Stunde bis nach Celle. Über die Autobahn, bei voller Hitze. Zu dritt im Auto. Die Musik spielt laut, im Hintergrund ertönt leise die Stimme des Navis. Und im Vordergrund unsere Stimmen, dass uns viel zu warm ist. Ich mache das Fenster runter, vielleicht kommt ja etwas Luft herein! Immer wieder denke ich mir: Was habe ich mir da nur zugemutet? Bei dem Wetter Sport zu treiben. Experten, wie zum Beispiel der Mediziner Markus de Marées bei Spiegel Online, meinen : „Generell sollte man auf seinen Körper hören und ab 30 Grad weniger intensiv trainieren.“ Genau das Gegenteil tun wir. Jeder hatte ja seine eigene Toleranzgrenze, dennoch ist gewiss, dass Herz und Kreislauf bei höheren Temperaturen zusätzliche Arbeit leisten müssen, um den Körper vor Überhitzung zu schützen, sagt Michaela Rose bei Spiegel Online. 

Rudern statt Schwimmen

Es geht um 10 Uhr aufs Wasser. Wir haben Mittwoch und mit einen der heißesten Tage in den letzten Monaten. Vor uns lieg ein Fluss, umrandet von Bäumen, aber direkt unter der knallenden Morgensonne. Lieber würden wir jetzt hinein springen ins kühle Wasser. Doch der Plan sieht anders aus. Der strahlenblaue Himmel lädt eigentlich nur dazu ein raus zu gehen und sich zu bewegen. Trotz kurzer Sportklamotten, Top und kurzer Sporthose, hätten wir uns eigentlich direkt wieder umziehen können, so durchgeschwitzt sind wir bereits vor dem Start. 

Schutz bei der Hitze ist wichtig

Auch wenn die Kardiologin und Sportmedizinerin Christa Bongarth der Meinung ist, dass Sport bei der Hitze keine gute Idee ist, trauen wir uns unter der lachenden Sonne dennoch ins Boot. Wir sind vorbereitet, um gegen die Sonne zu bestehen und lassen uns nicht unterkriegen. Die Tipps, die Experten nennen, um bei Sport über 30 Grad nicht umzukippen, hielten wir ein. Mutig steigen wir ins Boot. Bewaffnet mit einer Cap, die unseren Kopf vor der Sonne schützen soll und Sonnenbrillen die die Augen schützen, denn die Augen gehören zu den empfindlichsten Stellen. Zusätzlich haben wir uns alle eingecremt. Mit Schutzfaktor 30. Irgendwie muss man ja den Sonnenbrand vermeiden. Auch wenn die Sonnencreme unangenehm und klebrig auf der Haut haftet, haben wir alles, um geschützt zu sein. In unseren Taschen haben wir außerdem viel Wasser, denn an solchen warmen Tagen ist es wichtig viel zu trinken, um nicht umzukippen. Dieses Wasser können wir leider nicht mit ins Boot nehmen und müssen uns vor dem Training und danach damit erfrischen.

Sobald wir uns eingefahren haben, geben wir Vollgas, trotz dass es brutal heiß ist. Die Sonnencreme läuft mit dem Schweiß in die Augen, ein kleineres Übel – immerhin sind wir geschützt. Ab und zu spritzt das Wasser bei schnellen Schlägen ins Boot und erfrischt uns ein wenig. Wir alle freuen uns auf eine kalte Dusche, doch die ist noch lange nicht in Sicht. Dennoch haben wir Spaß und Freude, die Hitze kann uns nichts anhaben. Es ist ja nicht so, als wäre Sport bei so warmen Temperaturen nicht möglich. Und immerhin trainieren wir morgens. Morgens ist es immer noch etwas angenehmer als Mittags oder in der Abendhitze. Von Experten wird auch empfohlen, wenn Sport getrieben wird, am besten in den frühen Morgenstunde. Also es hätte uns echt schlechter treffen können. So rudern wir statt bei 35 Grad bei 30 Grad. Auch kleine Pausen zwischendurch halten wir ein, denn es ist wichtig, nicht komplett mit voller Energie zu trainieren sondern lieber einen Gang zurück zu schalten.

Lieber Schmerzen statt Hitzekoller

Nach anderthalb Stunden ist unser Training dann vorbei, einige klagen über Po-Schmerzen, da wir auf schmalen Holzsitzen gesessen hatten, andere über Beinschmerzen. Die Hitze war in dem Moment nebensächlich und die Schmerzen standen im Vordergrund. Dennoch hatten wir alle Spaß auf dem Wasser gehabt und konnten die Sporteinheit für diesen Tag abharken. Nachdem wir noch das Boot sauber gemacht hatten, konnten wir uns endlich umziehen und neue, trockene Klamotten anziehen, die wir alle vorsorglich eingepackt hatten. Wir hatten die Sporteinheit bei über 30 Grad überstanden, waren zwar alle etwas erschöpft und hatten uns den einen oder anderen Stich eingefangen, aber keinen Sonnenbrand und kein Sonnenstich. 

Quellen:

https://www.fitforfun.de/sport/weitere-sportarten/sport-im-hochsommer_aid_3466.html

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/sport-bei-hitze-fuenf-strategien-um-bei-hitze-fit-zu-blieben-a-910615.html

https://www.wiwo.de/erfolg/trends/sport-im-sommer-tipps-zum-sport-bei-hitze/13903690.html

https://www.ausdauerblog.de/sport-bei-hitze/

https://www.express.de/ratgeber/gesundheit/temperaturen-ueber-30-grad-was-unser-koerper-bei-der-mega-hitze-wirklich-braucht-22672066


Schlagworte: Hitze, Hitzekoller, Rudern, Sport, Sport bei 30 Grad, Tipps

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Datum: 26. Juli 2018
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