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In letzter Sekunde – Wright-Treffer sorgt für Bayern-Tiefpunkt

Der FC Bayern erlebte am Freitagabend den nächsten Rückschlag in einer erschreckend schlechten EuroLeague-Saison. Beim Liga-Neuling Dubai BC kollabierten die Münchener und verloren trotz eines hohen Vorsprungs in allerletzter Sekunde.

Veröffentlicht am 16. Dezember 2025 von

(Dubai.) In Folge eines vermeidbaren Turnovers erzielte Dubai in Person von McKinley Wright IV 0,5 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Wurf zum 89:88 (42:46). Der Treffer sorgte nicht nur für den Endstand, sondern auch für Bayerns sechste Euroleague-Niederlage in Folge.

 

Herbert reagiert mit Umstellungen

Bayerns Weltmeister-Trainer Gordon Herbert entschied sich gegen einen Startelf-Einsatz von Dreiergigant Andreas Obst und setzte dafür auf seinen Nationalmannschaftskollegen Oscar Da Silva. Dieser glänzte in den ersten Minuten und konnte fünf der ersten acht Bayernzähler beisteuern. Auch Welt-und Europameister Andi Obst erzielte direkt nach seiner Einwechslung zwei Dreier und sorgte für eine erste bequeme Münchener Führung. Durch weitere erfolgreiche Treffer von Johannes Voigtmann und Isiaha Mike standen die Bayern bei einer aktuell ungewohnt hohen Quote.

 

Ersatzgeschwächtes Dubai bleibt hartnäckig

Das Team aus dem nahen Osten, das aufgrund einer fünfjährigen Wildcard erstmalig an der EuroLeague teilnehmen darf, hielt dem Dreierregen der Bayern trotz ihres aktuellen Personalmangels stand. Zwar hatten sie weiterhin Probleme mit ihrem Wurf und trafen nur einmal von außerhalb in der ersten Spielhälfte, doch durch ihr enorm effizientes Zonen-Scoring ließen sie die Bayern nicht davonziehen. Besonders McKinley Wright IV und Mfiondu Kabengele halfen dabei den Halbzeitrückstand von 42:46 überschaubar zu halten.

 

Starkes Bayern pirscht immer weiter davon

Nicht nur schien Herbert in der Kabine die richtigen Worte gefunden zu haben, auch seine defensive Umstellung trug schnell Früchte. Nach einem 10:0-Lauf in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit erhöhte sich die Führung der Bayern erstmalig in den zweistelligen Bereich. Nach diesem Schock fanden die Gastgeber wieder besser in die Partie und schlossen das Viertel mit 58:66 aus ihrer Sicht noch relativ glimpflich ab.

 

Wright lässt den Knoten platzen

Ein erfolgreicher Dreier des auffälligen Spielmachers läutete die Aufholjagd der Asiaten ein. Nachdem sie in den kompletten ersten drei Vierteln grade einmal zwei Dreier erzielten, trafen sie in knapp drei Minuten gleich viermal von außerhalb und konnten ihre sonst so schwache Quote von 32 Prozent über die Saison kurz vergessen lassen. Der letzte dieser Dreier sorgte für den ersten Führungswechsel in dieser Hälfte. Diese Führung konnten sie daraufhin noch ausbauen und gingen so mit einem 83:79 in die Schlussminuten.

 

Bayern verliert den Ball und das Spiel

Die formschwachen Bayern hatten allerdings einiges wieder gutzumachen und holten sich die Führung mit sieben Punkten in Folge zurück. Nach einem Korbleger schraubte Obst sein Punktekonto auf 21 und die Führung der Münchener auf drei Punkte. Mit 14 Sekunden Rest auf der Uhr und einem Spielstand von 87:88 hatte der amtierende deutsche Meister den Ballbesitz. Durch das Überspielen des hohen Pressing der Hausherren konnten sie viel Zeit von der Uhr nehmen, ehe ihnen mit nur drei Sekunden Restzeit ein fataler Fehler unterlief. Nach einem schwach gespielten Pass von Bayern-Legende Vladimir Lucic, bekam Dubais Kosta Kondic seine Finger an den Ball und lenkte das Spielgerät ins Aus. Die Schiedsrichter entschieden zunächst auf Ballbesitz für die Münchener, korrigierten dies nach Videoüberprüfung aber auf einen Turnover.

Dementsprechend hatte Dubai die Chance zur Sensation. Mit 3,2 Sekunden Restzeit brauchten sie nur zwei Zähler, um die Bayern mit einer Niederlage nach Hause zu schicken. Und so sollte es auch kommen, denn mit dem Inbound-Pass fand Justin Anderson wieder einmal Wright, der seine exzellente Leistung mit dem Gamewinner krönte.

 

Wie geht es weiter beim FC Bayern?

Der FC Bayern befindet sich also weiterhin tief in der Krise. Auch Coach Herbert zeigte sich niedergeschlagen. „Gratulation an Dubai. Ich finde wir haben drei Viertel gut gespielt. (…) Trotzdem hatten wir den Ball in den letzten zehn Sekunden und die Chance, ihn zu behalten“, sagte er gegenüber den vereinseigenen Medien.

Nun gilt es das Debakel möglichst schnell aus den Köpfen zu streichen, denn es ist Wiedergutmachung angesagt. Gleich zwei Auswärtsspiele stehen in dieser Woche auf dem Programm. Am Mittwoch, dem 17.12., gastiert man in Lyon, ehe man die kurze Weiterreise nach Monaco antritt, um beim Tabellenfünften um einen Sieg zu kämpfen.

Man darf mit Spannung verfolgen, wie sich die aktuelle Situation rund um die Bayern und auch Coach Gordon Herbert entwickelt.

 

 

 

Ein Bericht von Moritz Biermann (Modul: Journalistische Darstellungsformen, Kurs: BA-SJ-32-H-VZ-KS)

 

 

https://fcbayern.com/basketball/de/spiele/profis/euroleague/25-26/dubai-basketball-fc-bayern-basketball-11-12-2025/spielbericht

https://www.basketball-world.news/spiel/dubai-basketball-gegen-muenchen-fc-bayern-bb-5098978/bericht

https://www.sofascore.com/basketball/match/dubai-basketball-bayern-munchen/wwkspyke#id:14206577

https://m.sportbild.bild.de/sportmix/basketball/bayern-krise-eskaliert-drama-in-dubais-basketball-halle-693c3a6e35d03c76a695e18e?t_ref=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F


Schlagworte: Andreas Obst, Basketball, Dreier, Dubai BC, EuroLeague, FC Bayern München, Gamewinner, Gordon Herbert, Isiaha Mike, Johannes Voigtmann, Justin Anderson, Kosta Kondic, McKinley Wright, Mfiondu Kabengele, Oscar Da Silva, Quote, Vladimir Lucic, Wurf

Artikelinformationen


Datum: 16. Dezember 2025
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