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Bayer 04 Leverkusen besiegt FC Porto mit 2:1 – Auswärtstor lässt die Portugiesen für das Rückspiel hoffen

Die Werkself entscheidet das Hinspiel des Sechszehntelfinales der Europa League mit 2:1 für sich. In der ausverkauften BayArena lieferten die Gastgeber einen über weite Teile des Spiel souveränen Auftritt. Das erzielte Auswärtstor verschafft dem FC Porto jedoch eine machbare Ausgangslage für das Rückspiel am 27.02.20 in Portugal.

Veröffentlicht am 21. Februar 2020 von

(Leverkusen.) Nach jeweils drei Punkten gegen Borussia Dortmund und Union Berlin in der Bundesliga, sowie dem Einzug ins Viertelfinale des DFB Pokals, wollte sich die Werkself auch im dritten Wettbewerb formstark präsentieren. Nachdem es in der Champions League Gruppenphase kein Vorbeikommen an Atletico Madrid und Juventus Turin gab, reichte Platz drei für die Qualifizierung der Zwischenrunde in der Europa League. Hier wurde dem Team um Kapitän Lars Bender der Sieger der Gruppe G, der portugiesische FC Porto, zugelost.

Bayer-Trainer Peter Bosz änderte seine Startelf im Vergleich zu der Parte bei den Eisernen aus Berlin auf vier Positionen. Dailey Sinkgraven rückte für Wendell auf die Linksverteidiger Position zurück. Die Zentrale vor der neu formierten Viererkette bildeten die genesenen Charles Aranguiz und Kerem Demirbay. Lucas Alario rückte für Moussa Diaby in die erste Elf. Der junge Franzose befindet sich in der Heimat, wo er zum ersten Mal Vater wird. Kevin Volland übernahm die Diaby Position, Alario agierte als Stoßstürmer.

Aufstellungen:

Bayer 04 Leverkusen (4-2-3-1): Hradecky – L. Bender, S. Bender, Tapsoba, Sinkgraven – Aranguiz (72. Baumgartlinger), Demirbay – Havertz, Amiri, Volland (90+4 Paulinho) – Alario (80. Bailey)

FC Porto (4-4-2): Marchesin – Wilson Manafa (61. Nakajima), Mbemba, Marcano. Alex Telles – Corona, Uribe, Sergio Oliveira, Luis Diaz (77. Danilo Pereira) – Soares (63. Zé Luis), Marega

 

Zerfahrene Anfangsphase im Leverkusener Regen

Die Partie begann dem Wetter entsprechend zerfahren. Viele kleine Unterbrechungen prägten die Anfangsphase im stark regnerischen Leverkusen. Die physisch starken Portugiesen standen tief und strukturiert in der eigenen Hälfte. Bayer leitete das Spiel geduldig und kam in der 17. Minute erstmals gefährlich vor das Tor der Gäste. Nach einer flachen Hereingabe von Sinkgraven gelang der Ball zum zentral positionierten Kai Havertz. Der Schuss des deutschen Nationalspielers klatschte aus rund Elfmetern an den Querbalken. Der anschließende Nachschuss von Kerem Demirbay wurde geblockt.

Bayer kontrolliert das Spiel – Alario staubt ab

Die Havertz-Chance brachte den Tabellenfünften der Fußball Bundesliga besser ins Spiel. Das Geschehen verlagerte sich deutlich in die Hälfte der Gäste. Richtig gefährlich wurde es vor dem Tor der kompakt stehenden Portugiesen jedoch nicht. Zwangsläufig war es eine hohe Hereingabe, die den ersten Torschrei in Leverkusen auslöste. Lars Bender flankte den Ball auf den kurzen Pfosten, wo Kerem Demirbay zum Kopfball hochstieg. Der ehemalige Hoffenheimer verlängerte die Hereingabe auf den zweiten Pfosten, wo Lucas Alario nur noch den Fuß hinhalten musste (29.). Auch nach dem Tor beherrschte die Werkself das Spiel und ließ aus dem Spiel heraus lediglich einen Distanzschuss durch Matheus Uribe zu. Lukas Hradecky parierte souverän (43.). Mit einer verdienten 1:0 Führung ging es in die Pause.

Havertz verwandelt im zweiten Anlauf

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabinen, der starke Regen fand ein Ende. Porto versuchte sichtlich mehr für das Spiel zu tun und offensiv präsenter zu werden. Durch die Offensivbereitschaft der blau-weißen boten sich für die konterstarken Leverkusener mehr Räume. Bereits in der 53. Minute setzte sich Volland im Strafraum der Gäste stark gegen Rechtsverteidiger Wilson Manafa durch. Manafa konnte Volland nur mit einem Griff an die Hüfte stoppen und brachte ihn klar zu Fall. Leverkusens Shooting-Star Kai Havertz nahm sich der Sache an und schob die Kugel präzisionslos in Richtung rechtes Eck. Gäste-Keeper Marchesin ahnte die Ecke und konnte parieren. Schiedsrichter Slavko Vincic verständigte sich mit dem in der K.O. – Runde eingeführten „Video Assistent Referee“ über eine mögliche Wiederholung des Strafstoßes. Der Schlussmann der Portugiesen hatte vor Abschluss beide Füße von der Torlinie entfernt. Der Elfmeter wurde folgerichtig auf Grund der Regelwidrigkeit wiederholt. Kai Havertz blieb seiner rechten Ecke treu und konnte Marchesin diesmal zum 2:0 verladen (57.).

Porto schlägt eiskalt zu

Auch nach dem zweiten Tor blieben die Rheinländer ihrem Konzept treu und versuchten weiter offensive Akzente zu setzen. Weitere Chancen durch Amiri (60.) und Alario (71.) wurden nicht belohnt. Es kam wie es kommen musste: Der FC Porto erzielte quasi aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Die bekannte Standardstärke der Gäste ließ die rund 2.000 mitgereisten Portugiesen jubeln. Ein scharf getretener Freistoß von Alex Telles landete punktgenau bei Zé Luis. Sein wuchtiger Kopfball aus fünf Metern zwang Hradecky zu einer Glanztat. Der Ball flog im hohen Bogen Richtung Luis Diaz, der sich gegen Alario zu behaupten wusste und einnickte (73.). Bayer suchte wütend eine Antwort, um die Ausgangslage für das Rückspiel zu ihren Gunsten zu verbessern. Zu einer Großchance kam es auf beiden Seiten in der Schlussviertelstunde nicht. Beide Defensivreihen zeigten sich gut organisiert und hielten den Ball weitestgehend vom eigenen Strafraum entfernt. Somit endete das Hinspiel nach vierminütiger Nachspielzeit 2:1 für die Gastgeber.

Hartes Rückspiel in Portugal

Durch das Auswärtstor stehen für den FC Porto noch alle Türen ins Achtelfinale offen. Im heimischen Estadio do Dragao erwartet die Werkself ein hartes Stück Arbeit. In der diesjährigen Saison hat der Tabellenzweite der Liga NOS lediglich ein Heimspiel ohne Punkte verlassen. Ein 1:0 würde den Portugiesen auf Grund des doppelt zählenden Auswärtstors reichen. Die Werkself wird auch dort versuchen, dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen und möglichst früh ein Tor zu schießen. Der Einzug ins Achtelfinale ist für beide Teams noch möglich.

 

Tom Ediger, Sportjournalismus & Sportmarketing

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Schlagworte: Bayer 04, Bayer 04 Leverkusen, Europa League, FC Porto, Fußball, Werkself, Zwischenrunde

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Datum: 21. Februar 2020
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